iStick – eine kleine Erfolgsgeschichte

Damals, vor langer, langer Zeit, als der Dampfer, der sich keinen “luxuriösen Akkuträger” wie zum Beispiel eine Vamo leisten konnte oder wollte, mit einem Twist oder Spinner seine Verdampfer befeuerte, brachte die Firma Eleaf plötzlich eine unscheinbare Box heraus: Den iStick. Klein, handlich, mit fest verbautem Akku mit sagenhaften 2200mAh, aufladbar über ein Mikro-USB-Kabel. Eine kleine Box für nen schlanken Taler, die sogar über eine variable Watt-Einstellung verfügte! Gut, der 510er Anschluss des Gerätes entpuppte sich bald als mittel stabil, und der Spruch “Klappern gehört zum Handwerk” sollte ob der wackeligen Tasten eine völlig neue Bedeutung erhalten, aber damals – es war übrigens Herbst 2014 – war das Gerät eine kleine Sensation, und bei Eleaf hätte man sich wohl nicht gedacht, dass damit das Dampfen im Ein- und Aufsteigerbereich ein Stück weit revolutioniert und eine ganze iStick-Familie folgen würde.

Volksdampfe Ende 2014: iStick 20 und Delta. Volksdampfe 2016: iStick 40TC und Cubis
Volksdampfe Ende 2014: iStick 20 und Delta. Volksdampfe Frühjahr 2016: iStick 40TC und Cubis

Bereits kurze Zeit später erschien schon der Nachfolger: Die Box konnte nun 30 Watt ausgeben und bekam die berühmte “Schnabel-Topcap” verpasst – damit passten auch etwas breitere verdampfer ohne Überstand. Die Tasten wackelten nun etwas weniger, ansonsten blieb eigentlich alles beim alten.

Einiges mehr hatte der iStick 50 zu bieten: Nicht nur nochmal 20 Watt mehr, sondern auch die doppelte Kapazität! Mit 4400 mAh konnte man auch mit etwas mehr Power über den Tag kommen. Die Maße des Geräts nahmen allerdings auch zu, und dem ein oder anderen war das schon zu schwer – dabei lag der 50er ziemlich gut in der Hand. Der 510er-Anschluss und der Taster… aber das kannte man ja schon. Zusätzlich kam noch der iStick Mini heraus: Mit seinen maximal 10 Watt (eine kleine Sonderausführung mit 20 Watt gab und gibt es auch) und den 1000 mAh war es eher ein Zweitgerät, man fand ihn aber bald, häufig in Kombination mit dem GS16s-Tank, in der ein oder anderen Dampferinnenhandtasche.

iStick Mini, iStick 30, iStick 50
iStick Mini, iStick 30, iStick 50

Im Juli 2015 brachte Eleaf den iStick 40TC heraus, der nun nicht nur über einen Temperaturmodus verfügte – offiziell nur Nickel, aber mit einem kleinen Trick (im ausgeschalteten Zustand 20 Sekunden lang die Power und die Up-Taste gedrückt halten) konnte man auch die Titan-Unterstützung aktivieren – nein, das Gerät wurde auch zuverlässiger, und Eleaf spendierte seinem neuen Baby endlich einen vernünftigen 510er-Anschluss. Der iStick 40TC ist auch heute noch bei Ein- und Aufsteigern ein beliebtes Gerät – zu Recht!

Eine kleine Revolution folgte ein Monat später darauf mit dem iStick 100: Der Akku war nicht mehr fest verbaut, man konnte die Kiste mit zwei normalen – parallel geschalteten – 18650er Akkus betreiben! Warum man bei dieser Box allerdings wieder auf den Temperaturmodus verzichtete konnte der Hersteller wohl auch nicht beantworten, einen Preis für innovatives Design bekam Eleaf auch nicht, aber immerhin hatten die Freunde des Leistungsmodus ein extrem preiswertes Gerät gefunden, das – für damalige Verhältnisse sagenhafte – 100 Watt ausgab! Der kurz darauf erschienene iStick 60 wiederum war deutlich schlanker, kam nur noch mit einem Wechselakku daher, hatte den 510er mittig und verfügte wieder über den Temperaturmodus – diesmal auch “offiziell” mit Titan-Unterstützung. So richtige Höhenflüge erlebten beide Geräte allerdings nicht, zumal inzwischen der Mutterkonzern mit der VTC Mini eine gute Box heraus brachte, die deutlich wertiger wirkte, über ein wesentlich größeres Display verfügte und zusätzlich updatefähig war. Aber der Pluspunkt der iStick-Familie war – und ist – eben der niedrige Preis, der auch Dampfern, die nicht so viel ausgeben können (oder wollen), den Zugang zu hübschen Geräten verschafft.

Und nun hat Eleaf mit dem neuen iStick 100TC wieder eine richtig gute Box herausgebracht: Der verbaute Joyetech-Chip ist updatefähig, das Gerät liegt durch seine Form unheimlich gut in der Hand, der Feuertaster macht Spaß, und hübsch sieht die Box obendrein noch aus. Wie es mit der Zuverlässigkeit und Langlebigkeit aussieht wird sich herausstellen – Stefan testet das Gerät zur Zeit im Dauerbetrieb und ist bislang sehr begeistert.

Die iStick-Familie
Die iStick-Familie

Ein richtig großer Wurf gelang Eleaf allerdings Anfang des Jahres im Einsteigerbereich mit dem iStick Basic: Ein kleiner, handlicher Akku, in den ein Tank einfach mittels Magnet eingeklickt wird – hätte man auf die Idee nicht schon längst kommen können? Kein umständliches Schrauben mehr (bis auf die Tankbefüllung), Laden über Mikro-USB, eine Kapazität von 2300mAh, dazu eine rudimentäre Akkustandsanzeige: Eine wirklich schicke Sache. Zumal der zum Set gehörige (und auch einzeln erwerbbare) GS Air 2 ein feiner Einstiegs-Verdampfer ist: Sehr guter, regelbarer Zug, und die 0.75Ohm-Coils bieten nicht nur für einen Verdampfer dieser Preisklasse richtig guten Geschmack sondern sorgen auch für guten Flash und heftig Dampf! So macht der Einstieg in die Dampferei wirklich Spaß, und selbst Ketteraucher sollten so den Umstieg problemlos schaffen können. Wenn man dazu noch den Preis betrachtet – deutlich unter 40€ – denkt so mancher “Altdampfer” mit tiefem Seufzen und Kopfschütteln an seine Anfangstage mit einer eGo-T oder eGo-C zurück… 😉

Ideal für Einsteiger: iStick Basic
Ideal für Einsteiger: iStick Basic

Nun hörte man die ein oder andere Klage ob der Zuverlässigkeit der iStick-Familie – ja, die Geräte sind nichts für die Ewigkeit, aber welcher Dampfer behält, gerade bei der rasanten technischen Entwicklung, sein Gerät schon ewig? Aber das Preis-Leistungsverhältnis der Geräte ist einfach unschlagbar, und deshalb kann man bei den iSticks wohl durchaus von einer Erfolgsgeschichte sprechen. Eine Erfolgsgeschichte, die wahrscheinlich noch lange nicht zu Ende ist.

2 Antworten auf „iStick – eine kleine Erfolgsgeschichte“

  1. Wie du geschrieben hast, Preis Leistung ist super und die meisten Dampfer haben ja auch nicht nur einen Verdampfer. Da wird ja wie bei Pfeifen teilweise richtig gesammelt und je nach Laune holt man sich diesen oder jenen Verdampfer aus dem Regal.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

BIst du ein freundlicher Mensch oder ein Spambot? * Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.