Der SQuape X – ein Fazit

Seit geraumer Zeit nutzen wir den neuen SQuape, und wie versprochen gibt es jetzt ein etwas ausführlicheres Posting zu diesem Gerät.

Der Aufbau
Der neue SQuape wurde vollkommen neu aufgebaut. Am meisten für Aufsehen sorgte das neue 3-Lock-System: mittels eines Bajonettverschlusses kann mit einer kurzen Drehung der Tank geöffnet, komplett verschlossen oder von der Base genommen werden. Stattqualm hat sich außerdem von den einzelnen, auswechselbaren Decks verabschiedet und dem X ein neues, universelles Deck mit zwei Polepins spendiert. Mit einer Lochgröße von 2,5mm sollten hier die allermeisten Drähte Platz finden. Die Airflowcontrol liegt nicht mehr unten am Tank sondern wanderte ein wenig höher, ist nun stufenlos einstellbar und sowohl für Single- als auch Dualcoilbetrieb nutzbar. Und endlich lässt sich der SQuape auch von oben befüllen – mittlerweile bei den meisten Tankverdampfern ja üblich.

Das Wickeln
Der SQuape R war ja vor allem für Wickeleinsteiger genial. Großartige Experimente konnte man beim W-Deck nicht machen, wickeln, auflegen, festschrauben, Watte durch, bündig abschneiden, und fertig. Beim neuen Deck ist die Wicklung an sich ebenso wenig problematisch – lediglich bei einer Dualcoil muss man, da pro Pole nur ein Loch vorhanden, ein bisschen fummeln – allerdings ist das Verlegen der Watte schon ein bisschen tricky. Schnell wird man dazu verleitet, zu wenig Watte zu nehmen, und dann wird das ganze eine ziemlich feuchte Angelegenheit. Also: Mit der Watte nicht sparsam sein, das komplette Deck gut auslegen, vor allem bei einer Singlewicklung auch an der Wicklung abgewandten Seite. Wichtig ist ferner, dass keine Watte auf dem Rand des Decks liegt. Ja, Wickeleinsteiger benötigen also schon eine gewisse Frustrationstoleranz oder müssen über einen entsprechenden Spieltrieb verfügen. Ansonsten ist das Deck wesentlich flexibler als bei der R-Serie: Singlecoil, Dualcoil, Coil zwischen den Poles – alles möglich. Einen zu großen Durchmesser sollte die Wicklung allerdings nicht haben, 3mm ist da schon das höchste der Gefühle.
Einige berichten, dass man sich zu dünne Drähte mit den Poleschrauben abzwacken kann, das konnten wir bislang nicht nachvollziehen, allerdings war bislang auch 0,32er Ni200 der dünnste Draht, mit dem wir gewickelt haben.

Das Aussehen
Ist ja immer Geschmackssache. Auffällig sind die nun etwas “gebrochenen Viva-Fenster”. Die einen meinen, die R-Serie sah eleganter aus, die anderen, zu denen zähle ich, finden den X-Dream nun offener. Etwas futuristischer wirkt er in jedem Fall, und je nach Stellung des AFC-Rings kann der SQuape X auch ein richtig grimmiges Gesicht machen. 😉 In jedem Fall ist er unverwechselbar.

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SQuape X auf Dicodes No6, Dani Extreme V2 plus und Reuleaux DNA200

Der Geschmack
Der SQuape ist für seinen hervorragenden Geschmack bekannt – und das hat sich beim neuen Modell nicht geändert. Im Alltag fielen zwei Dinge besonders auf: Süße Liquids werden besonders intensiv betont, und zweitens: Der Geschmack ist bei einer Singlecoil, zumindest bei meinen bisherigen Wicklungen, intensiver. Auch wenn Backenhörnchen beim X gut bedient werden hat der R hier leichte Vorteile. Aber alle eventuelle Mäkelei ist hier auf höchstem Niveau, auch der neue SQuape spielt in der Geschmacksliga ganz weit oben mit – Championsleague sozusagen. Ich für meinen Teil dampfe momentan im SQuape X hauptsächlich Menthol-Anishaltige Liquids wie zum Beispiel Heisenberg oder Black and Blue, die Früchte dampfe ich wieder mit dem SQuape R, aber das ist nur eine Momentaufnahme.

Der Alltag
Nachdem ich anfangs mit dem SQuape X ein wenig unglücklich war – das Ding leckte immer wieder ein wenig oder sogar ein wenig mehr – habe ich inzwischen den Bogen mit dem Verlegen der Watte (viel hilft viel, mehr hilft mehr) raus und kann sagen: Das Gerät macht im Alltag einfach Spaß! Je nach Setting zieht er ganz schön Liquid durch, zum Glück geht das Befüllen extrem schnell. Ein großes Plus ist auch die Flexibilität bei den Wicklungen, und natürlich der wesentlich offenere Luftzug – jedenfalls wenn man kein ausgewiesenes “Backehörnchen” ist.

Der Preis
Mit knapp 150€ liegt der X etwas höher als sein Vorgänger und ist sicher kein Schnäppchen. Allerdings sind Material und Verarbeitung top, das Gerät wurde komplett in der Schweiz gefertigt, der Preis ist in unseren Augen also absolut okay.

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Und sonst?
Als Zubehör liegen dem SQuape diverse O-Ringe und ein Mini-Inbusschlüssel für die Polschrauben bei. Dieser Schlüssel ist das einzige Ärgernis, ich hoffe, diesen wird es bald einzeln oder noch besser im 5er-Pack geben, denn man wird das pisselige Teil erst verfluchen – und dann verlieren. Weiteres Zubehör wurde bereits angekündigt, was genau kommt – und wann – ist allerdings noch unklar. Farbige Tanks wird es nicht geben, was schade für diejenigen ist, die ihre Dunsteisen gerne individualisieren. Ach ja, und schließlich das Driptip: Meiner Meinung nach macht man damit am besten das, was man mit allen Driptips, auch der High End Verdampfer, macht: Man legt sie in die Verpackung und lässt sie dort liegen.

Fazit
Die Jungs von Stattqualm haben das Rad zwar nicht neu erfunden, aber den SQuape doch von Grund auf neu aufgebaut – und ein richtig gutes Gerät gezaubert. Ganz klar: Der SQuape X ist ein extrem flexibler und leckerer Verdampfer der Referenzklasse.

2 Antworten auf „Der SQuape X – ein Fazit“

  1. Der aquape ist kein mtl gerät! Und der Geschmack ist mehr als unterirdisch schlecht, dazu kommt wenn man ihn des öfteren auf und zu macht, das der edelschrott Nase Füße bekommt….. Dazu pfeifft das ding wie ne alte Dampflok….. Alles in Allem eine komplette fehlkonstruktion und nicht für mtl geeignet!

    1. Backedampfen geht mit dem Singlecoil-Deck, allerdings ist der XDream besser für dtl geeignet. Wenn man allerdings keinen Geschmack rausbekommt liegt das meist am Wickler und nicht am Gerät, ebenso wenn der SQuape leckt.

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