Kriemhild-Mod – eine “Sagenhafte” Allianz

Bislang war die Kooperation vom chinesischen Hersteller Vapefly mit den “German 103” ausschließlich auf Verdampfer ausgelegt. Nun kam – nach leichter, Coronabedingter Verzögerung – der erste gemeinsam entwickelte Akkuträger auf den Markt: Der Kriemhild-Mod.

Er ist natürlich auch im Set mit dem Kriemhild-Verdampfer erhältlich, und obwohl diese Kombi nicht nur optisch ein Genuss ist befassen wir uns an dieser Stelle ausschließlich mit dem Akkuträger; vielleicht wird der Verdampfer ja noch in einem separaten Beitrag behandelt – verdient hätte er es allemal.

Ausgelegt ist der Mod für zwei 21700er-Akkus, er kann allerdings auch, mit den beigelegten Adapterhülsen, mit zwei 18650ern betrieben werden. Von der Nutzung mit zwei 20700ern raten wir ab – es ist zwar problemlos möglich, allerdings klappert das Gerät dann heftiger als eine Kinderrassel.

Was sofort auffällt: Der Akkuträger ist, obwohl für 21700er gebaut, klein – meines Wissens der kleinste auf dem Markt für diesen Akkutyp, und durchaus schlanker als so mancher 18650er-Mod:

Größenvergleich: SX Mini T-Class, Kriemhild-Mod, Geekvape Aegis X (v.l.)

Beim Thema Akku wären wir dann auch bei einer weiteren Besonderheit dieses Mods: Anstelle von Seitenklappen mit Magneten oder einer Klappe auf der Unterseite hat man sich für einen Akkuschlitten entschieden. Einerseits schön, ein bisschen futuristisch und allemal besser als eine dieser pieseligen Plaste-Klappen, deren Halterung bereits beim zweiten Abstellen auf dem Tisch zerbröselt, andererseits sehe ich hier auch eine potentielle Gefahr: Wie lange die Schienen aus Plastik den Schlitten halten wird erst die Zeit zeigen. Die ersten User beschwerten sich schon über ein leichtes Spiel, in diesen Fällen empfiehlt es sich, den Schlitten ganz leicht zusammenzudrücken, schon sitzt er perfekt.

Akkuschlitten mit zwei 21700ern, links daneben die Adapterhülsen für 18650er Akkus

Der Kriemhild-Mod liegt ob seiner Rundung unheimlich gut in der Hand und ist für “Daumenfeuerer” ein Genuss. Der große Feuertaster hat einen schönen Klickpunkt und ist auch nicht ganz so empfindlich, wenn man mit dem Daumen oder Daumengelenk mal nicht die Mitte trifft. Ob das Schwarz des Tasters jetzt gerade eine optische Schönheit darstellt – je nun. So richtig edel sieht die Box in schwarz-gold aus, silber und gunmetal sind auch durchaus gelungen, lediglich die schwarze Version fällt deutlich ab.

Die Farbvarianten des Kriemhild-Mods

An der Verarbeitung gibt es nicht auszusetzen, ebensowenig an der Technik: Angeblich kommt hier ein leicht modifizierter Chip von Geekvape zum Einsatz, der schon in der Aegis X verbaut wurde und sich dort auch nach langer, intensiver Nutzung als absolut zuverlässig erweist. Er verfügt über einen Leistungs- (VW) sowie Temperaturmodus mit anpassbaren Kurven, darüberhinaus über die mittlerweile fast üblichen Arbeitsmodi für das Preheat: soft, standard und strong. Auf eine Bypass-Funktion wird verzichtet.

Das Display gibt alle wichtigen Informationen auf einen Blick preis und lässt sich selbst für alte Männer sehr gut ablesen. Natürlich ist ein DNA-Chip hier deutlich variabler bei den Einstellungsmöglichkeiten, aber auch wesentlich komplizierter und vor allem teurer.

Das Display: Alle wichtigen Daten gut ablesbar

Den ein oder anderen wird es freuen, dass ein USB-C Anschluss verbaut wurde. Praktisch ist, dass dieser durch einen Plastikmöppel vor Staub geschützt wird, weniger praktisch allerdings ist die Tatsache, dass man zum Abnehmen desselben sehr spitze Finger benötigt. Da ich meine Akkus ausschließlich extern lade ist mir sowohl das eine als auch das andere aber ziemlich egal. 😉

Ein nettes Gimmick ist der Kriemhild-Schriftzug auf der Rückseite, der beim Feuern leuchtet – was man allerdings, da man die Box wohl ausschließlich mit dem Daumen bedient und darum die Rückseite von der Hand umschlossen ist, niemals sieht.

Nett aber eigentlich nutzlos – der leuchtende Kriemhild-Schriftzug auf der Rückseite

Die – durchaus hübsche – Uhr, die im “Leerlauf” auf dem Display erscheint, sieht man hingegen, allerdings ist sie dermaßen hell, dass man abends im Dämmerlicht auf der Couch liegend schon mal kurzfristig im Augenwinkel erblindet. 😉

Bei mir befeuert der Kriemhild-Mod zur Zeit den GT IV, allerdings nur bis zum Erscheinen des “Simurg”, der von seinen Proportionen her wohl noch etwas besser zur Box passt. Dann wird Kriemhild auch wieder mit zwei 21700er-Akkus betrieben – zur Zeit läuft sie hier mit zwei 18650ern, ja, ein Frevel, aber die 25 Gramm weniger an Gewicht machen schon einiges aus, wenn man die Kombi ständig mit sich herumschleppt.

Fazit: Der Akkuträger ist eine wirklich gelungene Kooperation von Vapefly und den German 103. Er liegt gut in der Hand, Technik und Verarbeitung stimmen, das Display ist gelungen, wesentlich mehr kann man für diesen Preis nicht erwarten. Wie immer gilt: Optik und Haptik sind ganz persönliche Dinge, also einfach mal den Mod beim Offliner deines Vertrauens ausprobieren.

Vapefly Kriemhild-Mod
Höhe: 91,0 mm
Breite: 47,5 mm
Tiefe: 38,6 mm
Gewicht ohne Akkus: 211 g
Gewicht mit zwei 21700er: 348 g
Ausgangsleistung: 5 bis 200 Watt
USB C-Anschluss
Preis je nach Version zwischen 80 und 90€

Nachtrag: Ein erstes Firmware-Update mit ein paar Verbesserungen ist erschienen. Ein kurzes Video dazu gibt es bei Dampfwolke7, das Update kann man sich bei Vapefly herunterladen.

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