Vom Beast zum Superbeast

Der ein oder andere kennt das: Eigentlich ist man mit seinem Verdampfer absolut zufrieden, aber… ein bisschen besser geht ja irgendwie immer. Mein Beast zum Beispiel liebe ich, aber es dürfte ruhig noch etwas offener sein, außerdem könnte man es – nach den guten Erfahrungen mit dem anderen Simurg – ja vielleicht doch mit Mesh statt mit Coils bestücken…

Und als könnten sie meine Gedanken lesen brachte Eroltec nun ein Open Draw Kit heraus. Nach langer und reiflicher Überlegung – wieder ne Stange Geld ausgeben, wieder umbauen – habe ich mich schließlich entschlossen, mir das ODK zu besorgen.
Unsinn, natürlich gab es weder eine lange noch eine reifliche Überlegung. Wenn es für deinen Lieblingsverdampfer Zubehör gibt, das du herbeisehnst, überlegst du nicht sondern handelst nach dem üblichen HWV-Motto “shut up and take my money”, oder auf deutsch “GIB!!!” 😉

Das Open Draw Kit

Das Open Draw Kit besteht aus einer Topcap und einer AFC-Hülse mit zweimal 21 statt 15 Luftlöchern sowie dem “MeExSo XL”-Mesh-Deck.

Wenn man jetzt Topcap und AFC-Hülse des ODKs mit den Standard-Komponenten vergleicht scheint der Unterschied gar nicht so gewaltig – diese kleinen Änderungen sollen für deutlich mehr Durchzug sorgen?

Top Cap und Airflow-Hülse – Original (links) und ODK (rechts)

Spoiler: Ja, das machen sie! Und zwar üppig – komplett aufgedreht stört kein Widerstand mehr beim Zug.

Beim neuen Meshdeck sieht man den Unterschied sofort: Zum einen wurde – zu meinem Bedauern – auf die gefederte Brücke verzichtet, zum anderen ist das Deck jetzt deutlich breiter geworden. Vorteil: Eine größere Mesh-Fläche für mehr Geschmacksentfaltung. Nachteil: Kleinere Wattetaschen.

Standard-Mesh-Deck 1.5 (links) und MeExSo XL-Deck (rechts)

Der Umbau von Cap und Shield ist tatsächlich selbsterklärend (einfach austauschen), der des Decks funktioniert genau so wie beim Wechsel auf das Coildeck beschrieben und ist in kurzer Zeit vollzogen.

Aber genug der Theorie, hier sind meine Erfahrungen mit dem ODK in der Praxis:

Die Airflow ist deutlich offener – hier sollten wirklich alle Fans des extremen Lungenzugs auf ihre Kosten kommen. Der Zug ist zudem angenehm smooth, und der Geschmack für so viel Luft tatsächlich ausgezeichnet!

Das breitere Deck hat seine Vorteile: Das von mir genutzte Mesh von der Rolle von Vandyvape passt in seiner gesamten Breite in die Schlitze – trotzdem schneide ich es ein klein wenig bei. Das Einfädeln und Befestigen funktioniert genau so tadellos wie beim Standard-Deck.

Ein- und Durchzug des Mesh-Streifens – spielend einfach

Der Nachteil: Durch das breitere Deck reduziert sich der Platz in den Wattetaschen – die Watte sollte also wesentlich üppiger ausgedünnt werden, und bei der Verlegung muss man jetzt deutlich präziser sein. Warum auf die gefederte Brücke verzichtet wurde erschließt sich mir nicht – einen großen Nachteil ergibt sich dadurch in der Praxis aber nicht.

Allerdings hatte ich zwischenzeitlich mit dem Nachfluss zu kämpfen. Nicht dass die sechs Dochte nicht fördern würden, im Gegenteil, aber die ausgedünnte Watte in den Taschen und der “steilere Winkel” am Mesh lassen sich nun mal nicht verleugnen. Wichtig ist also Präzision beim Verlegen, hier verzeiht das Original-Deck wesentlich mehr Fehler.

MeExSo XL-Deck – gemesht und wattiert

Mein Fazit:

Der Umbau auf das Open Draw Kit hat sich in meinen Augen gelohnt – der Zug ist angenehm offen und smooth, und der Geschmack übertrifft den des Coildecks deutlich. Allerdings bin ich mir noch nicht sicher ob ich weiterhin das XL-Deck nutze oder doch wieder auf das Standard-Deck umsteige. Aber was wären Selbstwickler, wenn man nicht immer ein wenig dran tüfteln würde. 😉

Wer übrigens glaubt dass der Simurg mit dem normalen Deck schon viel säuft – mit dem ODK (und entsprechender Leistung) steigt der Verbrauch noch mal immens. Die Literflasche mit Liquid sollte also immer griffbereit stehen. 😉

Zum Open Draw Kit habe ich mir noch das “Heat Sink” Driptip gegönnt, welches nicht nur optisch eine Bereicherung ist: Ausreichend offen, mit einem angenehmen Mundgefühl und endlich in einer adäquaten Länge.

Das Beast mit ODK, Star Shield, Epsilon Base und Heat Sink Driptip

Nun habe ich aber auch genug gebastelt, individualisiert und verschönert – jedenfalls Stand jetzt; wer weiß, mit welchem Zubehör mich Eroltec in der Zukunft ködern will. 😉

Allerdings: So schön es auch ist, wenn man sich seinen Verdampfer dergestalt individualisieren kann – günstig ist das Ganze nicht. Hätte ich von Anfang an gewusst, in welcher Konstellation ich mein Beast letztendlich betreibe, hätte ich mir die ganzen Bauteile auch einzeln kaufen – und somit gut 100 Euro sparen können!

Ganz schön viel Verpackungen für zwei Verdampfer

Aber zum einen weiß man so etwas selten vorher, zum anderen kamen einige Komponenten – wie eben das ODK – erst später in den Handel, und außerdem hätte man als bekennender Nerd natürlich auch gerne das komplette Originalgerät mit Zubehör, Seriennummer und Zertifikat.

Das war jetzt aber auch erst mal der letzte Beitrag zum Simurg (gut, das dachte ich nach dem letzten Beitrag ja auch schon), vielleicht sollten wir uns aus Gründen der Vielfalt im nächsten Beitrag einfach mal einem schlanken, preiswerten Podsystem für Einsteiger widmen…

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