X 30 – ein ganz Großer!
X 30 – ein ganz Großer!

X 30 – ein ganz Großer!

(Lesezeit: ca. 7 Minuten)

Als vor ungefähr einem halben Jahr die 30mm-Version des Simurgs angekündigt wurde war für mich direkt klar, dies würde tatsächlich der erste Simurg sein, den ich nicht brauche. Zu breit, zu groß, zu klobig. Und da man natürlich einen adäquaten Akkuträger brauchen würde: Auch zu schwer. Und die größere Verdampferkammer würde sich wahrscheinlich auch eher negativ auf den Geschmack auswirken. Außerdem hatte ich mit dem “MeExSo XL”-Mesh-Deck ja schon bei meinem Beast so meine Probleme – Stichwort kleine Wattetaschen. Und schließlich bin ich ja mit meiner Simurg-Sammlung bestens ausgestattet. Also ganz klar: Nein, den X30 würde ich mir nicht kaufen.

So viel zur Theorie. Kommen wir nun zur Praxis:

Da ist das Ding!

Ja, der HWV hat wieder zugeschlagen. Und wenn er mich schon erwischt hat, dann kann ich zu der Neuerwerbung auch ein paar Zeilen schreiben. 😉

Also: Ja, er ist breit. 30mm, wie der Name bereits andeutet. Und länger (um die 2mm) und schwerer (40 Gramm) als der “Standard-Simurg” ist er auch. Allerdings stimmen die Proportionen trotzdem, sie sind fast sogar stimmiger als beim originalen 26er, und wenn ich mir den Dicken so betrachte… Man, sieht der gut aus!

Simurg 1.5 (links), Simurg X30 (rechts)

Wuchtig wirkt er, was durch die leicht abgesetzte Topcap noch mal ein Stück betont wird, dennoch nicht zu klobig, eben einfach stimmig. Das dem SX nachempfundene, doppelreihige Tankshield passt wunderbar, und ja, ich wünsche mir ein solches auch für den Standard-Simurg. Nur das Driptip… naja, ich und Driptips, das ist ja immer eine besondere Geschichte. 😉

Das Fassungsvermögen beträgt üppige 16 Milliliter – jedenfalls wenn man nur zwei Dochte nutzt. Das ist generell zwar möglich – meine beiden SX betreibe ich mit lediglich zwei Dochten, allerdings dann mit maximal 60 Watt. Wer den X30 so richtig ausfahren möchte, sollte mindestens die vier in der Auslieferung verbauten Dochte nutzen, dann passen auch noch 14 Milliliter in den Tank.

Im Gegensatz zum Standard-Simurg können im X30 bis zu acht Dochte verbaut werden, außerdem wurde ihm das große XL-Deck spendiert, das Mesh bis zu einer Breite von 10mm aufnimmt:

Deck und Topcap im Vergleich: 1.5 (links) und X30 (rechts)

Etwas skeptisch war ich zu Beginn ob des MeExSo-XL-Decks ja schon: Eine der vielen Vorteile des Simurg sind seine üppigen Taschen, die das Verlegen der Watte so entspannt machen. Mit meinem Beast – Simurg 1.5 mit ODK – hatte ich ja schon so meine Probleme mit dem XL-Deck und es deshalb wieder auf das normale Deck “zurückgebaut”. Aber der größere Durchmesser des X30 scheint das breite Deck auszugleichen, dennoch habe ich erst mal mit dem Standard-Mesh von Imist gewickelt:

Erste Wicklung mit Standard-Mesh

Das Wickeln selbst gestaltet sich, wie bei allen Simurgs, Dank der Durchschleiftechnik herrlich einfach, und auch die Watteverlegung läuft so entspannt wie von den kleineren Modellen gewohnt – also alles fein. Wen die Wicklung des X30 vor Probleme stellt findet übrigens in diesem Video eine ausführliche Anleitung.

Natürlich will ich aber auch mal mit breiterem Mesh experimentieren – wenn es das Deck schon hergibt und ich außerdem das breite Imist-Mesh hier rumliegen habe… Allerdings ist dieses Experiment recht schnell wieder beendet: Ob es jetzt am – etwas groberen und somit sperrigeren – 150er-Mesh liegt, an dem steileren Winkel oder schlicht an persönlicher Unfähigkeit – ein Hotspot jagt den nächsten, da kann ich probieren und nachziehen wie ich möchte.

Wickelversuch mit breitem Mesh – erster Hotspot inklusive

Also flugs wieder das schmale 200er “Standard-Mesh” eingebaut, und direkt beim ersten Versuch läuft alles wieder einwandfrei. Da ich meinen persönlichen Sweetpoint aber sowieso bei entspannten 80 Watt gefunden habe stellt auch der schlanke Meshstreifen kein Problem dar, und wahrscheinlich werde ich bei der nächsten Bestellung das normale Deck mitordern und einbauen. Schlankes Deck und offener Luftzug, das passt auch in meinem Standard-Simurg hervorragend.

Apropos Luft: Dass der X30 jetzt nicht unbedingt zum restriktiven Backeschnutzeln gemacht ist, das sollte einem vor dem Kauf klar sein. Wenn nicht, sieht man es spätestens bei der AFC-Hülse – 21 Löcher pro Seite sorgen für mächtig Durchzug. Natürlich kann man ihn auch etwas geschlossener betreiben, ein restriktiver Lungenzug ist mit der recht fein einstellbaren – und wunderbar leichtgängigen – AFC kein Problem. Dennoch: In seinem eigentlichen Element ist der X30 als offenes Scheunentor, dann macht er richtig Laune.

Bleibt letztendlich die alles entscheidende Frage, nämlich die nach dem Geschmack. Natürlich ist ein offenes Scheunentor immer etwas weniger intensiv als ein MTL-Gerät, aber für so viel Luft schmeckt der große Simurg hervorragend, wozu sicher auch die Tatsache beiträgt, dass Mesh den Geschmack immer noch mal etwas hebt. Mein Test- und Dauerliquid – Melon Mint von Evergreen – schmeckt herrlich frisch-minzig, süß und auch fruchtig, so wie ich es schon von meinem 1.5er Simurg mit dem ODK gewohnt bin!

Simurg-Stillleben

Natürlich wird auch der größte Simurg wieder mit üppigem Zubehör ausgeliefert: Vier zusätzliche Dochte, dazu die Verschlussschrauben für ungenutzte Dochtlöcher, eine Tonne O-Ringe, ein Ersatzglas und den obligatorischen Schraubendreher, dazu natürlich Mesh und Watte, um sofort loslegen zu können… das kann sich – wieder mal – sehen lassen.

Nicht all zu leicht ist es allerdings, passende Schuhe für den X30 zu finden. Zwei aktuelle Akkuträger, die in Frage kämen, wären zum Beispiel der Odin von Dovpo – eine Kombi, die schon einige mal in freier Wildbahn gesichtet wurde. Oder, wenn man es eine Nummer kleiner – und leichter – haben möchte, die Hyperion von Lostvape, beide mit einem DNA-Chip ausgestattet:

Boxenparade: X30 auf Odin (links) und Hyperion

Ansonsten wird es schon langsam schwierig: Zwar findet man diverse Akkuträger mit einer 30er Aufnahme, aber zumindest bei Boxen mit nur einem Akku läuft man schnell Gefahr, dass die Kombi zu kopflastig wird, bei Boxen mit zwei (oder mehr) Akkus könnte es dann schnell zu klobig und zu schwer werden – dabei möchte man die Kombi ja möglichst auch noch mit einer Hand hochheben können. 😉

Obwohl ich eigentlich kein großer Fan von Single-Akkuträgern bin habe ich mich für die Hyperion entschieden. Die Kombi ist schön leicht (Gesamtgewicht mit einem 21700er Akku: 365 Gramm), noch recht gut ausbalanciert, dazu liegt die Box sehr gut in der Hand. Die Gummierung für den Schutz gegen Nässe brauche ich zwar nicht unbedingt, allerdings fühlt sich die Box so angenehm snoozelig an.

Wieder mal eine Traumkombi

Etwas gewöhnungsbedürftig ist der recht tiefe Druckpunkt des Feuertasters, welcher der Gummierung geschuldet ist. Außerdem habe ich den Dichtungsring an der Akkuverschlusskappe entfernt – dieser macht das Auf- und Zuschrauben nämlich recht anstrengend, und da ich auch bei dieser Kombi nicht vorhabe, sie in Pfützen oder Suppentellern abzustellen, ist diese Dichtung auch nicht wirklich notwendig.

Dass ich dem X 30 ein anderes Driptip spendiert habe, dürfte klar sein. Wie auch den Standard-Simurg schmückt den Großen nun ein Heat Sink Driptip von Eroltec, diesmal mit der POM-Kappe, die deutlich angenehmer am Mund ist als Edelstahl, und ob des schwarzen Akkuträgers auch einen passenden farblichen Akzent setzt.

Nun ist die Simurg-Serie also noch mal um eine Version gewachsen, und ich denke, da sollte wirklich was für jeden Geschmack dabei sein:

Die Simurg-Familie: SX, 1.5, X30 (von links)

Ja, der HWV hat mich also wieder mal erwischt, glücklicherweise mit gutem Ausgang: Willste nicht, kaufste doch – und dann biste absolut begeistert! 👍
Und wahrscheinlich wird dies nicht das letzte mal so sein – dummerweise weiß ich, dass Eroltec noch einige Pläne hat, und mit dem ein oder anderen, das da noch in der Schublade liegt, werden sie mich auch wieder kriegen… 😉

 

Imist Simurg X30 von Eroltec
Höhe: 69mm
Durchmesser: 30mm
Füllvolumen: 10ml bis 16ml, je nach Anzahl der verbauten Dochte
Bis zu 8 Dochte, 4 vorinstalliert, 4 weitere im Lieferumfang
810er Widebore-Driptip (Standard)
Edelstahl und mattschwarz, PVD beschichtet
Preis: 149,95 € (Edelstahl), 169,95 € (mattschwarz)

 

Ein Kommentar

  1. Helmut

    Diese Mini Hotspots stören mich nicht, die bin ich vom Aromizer gewöhnt.
    Das Verlegen geht halt viel besser als bei Steamcrave, dafür ist der Liquidvorrat etwas knapp bemessen.
    Akkuträger ist ein Riesen Problem, beim Hyperion ist bei mir nach wenigen Monaten der Feuerknopf defekt. Soll es bei Lostvape öfter geben. Den Odin gibt es nicht mehr mit DNA.

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