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Die Steuer kommt!

Wie wahrscheinlich viele unserer StammleserInnen schon mitbekommen haben, wurde heute das “Tabakmodernisierungsgesetz” beschlossen. Dass es hier nicht in erster Linie um Tabakprodukte geht ist klar – die Kippensteuer wurde bislang regelmäßig erhöht, und das würde sie auch ohne diese Gesetzesänderung weiterhin. Hier geht es ganz klar um die E-Zigarette, und da hat Vater Staat jetzt mal so richtig zugeschlagen.

Wenn die angekündigte Verfassungsbeschwerde der Händlerverbände keinen Erfolg hat (oder das Gesetz vom Bundesrat entgegen aller Erwartungen nicht doch noch blockiert wird), wird ab Juli kommenden Jahres eine Steuer von 0,16€ pro Milliliter Flüssigkeit erhoben. Eine Staffelung für die weiteren Jahre ist auch bereits geschlossen, ab 2026 liegt die Steuer dann bei 0,32 Euro.

16 Cent klingt jetzt erst mal nicht viel, aber wie geschrieben: Pro Milliliter! Ein typisches 10ml-Fläschchen Liquid würde dann mit 1,60 € besteuert (ab 2026 mit 3,20€). Auch das klingt jetzt nicht dramatisch, aber es ist ja nicht so, dass sich der Endpreis dann lediglich um diesen Betrag erhöht: Zum einen wird die Steuer auf den Nettopreis erhoben. Zum anderen benötigen die Hersteller  Maschinen, die nach der Abfüllung noch Steuerbanderolen auf die Flaschen tackern. Den Anschaffungspreis besagter Maschinen – da kann ganz schnell eine halbe Million für drauf gehen! – werden die Hersteller sicher auf das Produkt umlegen. Man kann also davon ausgehen, dass 10ml Liquid ab nächsten Sommer gut acht bis zehn statt fünf Euro kosten, 2026 dann um die zehn bis 15 Euro. Wenn man nun bedenkt, dass sich die Steuer auf Tabakzigaretten auch weiterhin erhöht, wären die neuen Preise zwar schon heftig, aber den Todesstoß für die “klassische E-Zigarette” müsste es nicht unbedingt bedeuten! Bis man mit einem MTL-Pod 10 Milliliter durchgenuckelt hat, das dauert halt.

Schlimmer sieht es für die “Aufsteiger” oder gar die Hobbydampfer aus, die einen deutlich größeren Verbrauch haben und in der Regel ihre Liquids aus Aromen und Basis selbst anmischen: Für 100ml Flüssigkeit werden dann 16 Euro, ab 2026 sogar 32 Euro Steuern fällig! Denn die Steuer wird nicht – wie ursprünglich geplant – nur auf nikotinhaltige Flüssigkeiten erhoben sondern auch auf nikotinfreie Produkte, sofern sie für das Dampfen bestimmt sind. Darunter fällt auch Basis, und wenn man bedenkt, dass der Hobbydampfer sich seine Basen in Litergebinden kauft… 160 Euro bzw. am Ende 320 Euro Steuern für einen Liter Basis, der Bislang ca. zehn Euro kostet? Schwer vorstellbar, dass dies ein Dampfer berappen würde.

Natürlich werden die Hobbydampfer auch diesmal Lösungen finden. Die Bestandteile der Basis, VG und PG, gibt es zum Beispiel im Veterinärhandel, ohne zusätzliche Steuern. Der ein oder andere wird im Ausland bestellen, wobei man als “Importeur” natürlich auch verpflichtet ist, die Steuern zu zahlen – hier muss man auf die Trägheit des Zolls hoffen. In jedem Fall werden sich Wege finden lassen, das geliebte Hobby vorerst weiterhin zu betreiben ohne dabei arm zu werden.

Massiv treffen wird diese Steuersache aber den Handel: Den Hersteller von Liquids, der sich überlegen wird, ob sich die Anschaffung der Maschinen überhaupt lohnt, zumal er die Steuer vorfinanzieren muss. Den Einzelhandel, der schon durch Evali und durch Corona massive Umsatzeinbrüche zu verzeichnen hatte – und wahrscheinlich auch viele der Kunden, die durch den Lockdown zum Onlinehandel gewechselt sind, verliert. Es werden etliche kleine Dampfshops vor Ort aufgeben, damit Existenzen und Arbeitsplätze vernichtet, und der Umsteiger wird es schwerer haben, eine gute Beratung zu finden.

Treibende Kraft dieses Steuerirrsinns ist übrigens die SPD – in erster Linie Finanzminister Scholz, der sich etliche Millionen Steuereinnahmen verspricht, aber auch die sich durch die gesamte Partei ziehende Ignoranz der Studienlage, welche der E-Zigarette eine deutlich geringere Schädlichkeit gegenüber der Tabakfluppe bescheinigt.
Im Nachhinein könnte sich die ganze Aktion allerdings als Rohrkrepierer entpuppen: Länder, die bereits eine massive Steuer auf Dampfartikel erhoben haben, mussten zurückrudern, da die Umsätze – und damit auch die geplanten Steuereinnahmen – massiv einbrachen. Abgesehen davon plant die EU zum Ende des Jahres, nikotinhaltige Flüssigkeiten – und zwar ausschließlich diese! – zu besteuern. Dass Deutschland nicht nur dieser geplanten Steuer zuvorgekommen ist sondern sie auch auf nikotinfreie Produkte ausgeweitet hat stößt – zu Recht – zumindest auf Unverständnis.

Wie sich die Steuer letztendlich auf das Dampfen auswirkt werden wir erst nach einiger Zeit beurteilen können. Profiteure sind sicherlich die Tabakkonzerne, die wohl verstärkt auf vorgefüllte Podsysteme setzen – und auf beratenden Fachhandel gut verzichten können. Verlierer sind die kleinen enthusiastischen Liquidhersteller und der kleine Dampfshop vor Ort. Im schlimmsten Falle ist die Dampferei in zwei, drei Jahren endgültig Geschichte, allerdings wurde sie schon so oft totgesagt, und Totgesagte leben ja bekanntlich am längsten…

 

Gryphus – der nächste Volltreffer?

Wie der eine oder die andere vielleicht schon mitbekommen hat, bin ich ein ziemlich großer Fan des Simurg. Und wenn dann aus dem gleichen Hause, sprich Eroltec, der nächste Selbstwickler erscheint, dann erwerbe ich diesen natürlich. Und teste ihn. Und berichte darüber.

Also, Vorhang auf für den Gryphus!

Der Imist Gryphus

Äußerlich ähneln sich die beiden Geschwister wenig, lediglich der – eher ungewöhnliche – Durchmesser von 26mm ist beiden gleich. Der Gryphus ist allerdings ein ganzes Stück kürzer; durch seine Höhe von 56,5 mm wirkt er leicht gedrungen, aber dennoch sehr gefällig:

Die Geschwister Imist: Simurg (l), Gryphus (r)

Weitere Unterschiede der beiden: Im Gegensatz zum Simurg ist der Gryphus ein Bottomcoiler. Und er ist für MTL oder RDL, sprich fürs gemütliche Backeschnutzeln oder den restriktiven Lungenzug gedacht – und damit auch für deutlich weniger Leistung ausgelegt. Vom Zug her könnte man ihn mit dem Taifun GT IV vergleichen, der sich bei vielen Dampfern noch größter Beliebtheit erfreut.

Relativ schnell fallen einem zwei Dinge auf: Der Gryphus verfügt über eine obenliegende Airflowcontrol – also ist ein Auslaufen des Verdampfers eigentlich unmöglich. Sehr schön! Und man setzt bei der Topcap auf ein Schraubgewinde anstelle eines Bajonettverschlusses. Nicht so schön.

Obenliegende AFC, aber kein Bajonettverschluss

Wie erwartet ist die Verarbeitung hervorragend – das Gerät fühlt sich wertig an, die Gewinde sind leichtgängig, das Finish gefällt. Das Driptip ist zwar optisch keine Augenweide, allerdings recht angenehm im Mund.

Zum Deck muss ich an dieser Stelle nicht mehr viel schreiben, es ist im Prinzip das gleiche wie beim Simurg V 1.5, inklusive Durchschleifmöglichkeit und gefederter Brücke.

Das Deck des Gryphus. Kommt einem als Simurgianer bekannt vor.

Ja, auch der Gryphus ist in erster Linie ein Mesh-Verdampfer, es befindet sich aber auch ein klassisches Single-Coil-Deck im Lieferumfang.

Das Handling

Der Gryphus ist im Alltag ein “entspanntes” Gerät, das nach kurzer Lernphase auch einen ungeübten Dampfer vor keine größeren Probleme stellen sollte. Dank der Durchschleiftechnik ist die Wicklung schnell angebracht, die AFC ist leichtgängig, das Befüllen einfach, eine Liquidcontrol ist bei einer obenliegenden AFC unnötig. Wie eingangs erwähnt hat Eroltec leider auf einen Bajonettverschluss verzichtet, allerdings läuft das Gewinde der Topcap butterweich. Trotzdem schade, die Schrauberei ist doch ziemlich 2019.

Etwas ungewohnt ist anfangs das Aufsetzen des Decks ins Tankgehäuse, allerdings geht dies mit etwas Übung dann doch völlig reibungslos – und erfreulicherweise muss man dazu das Deck auch nicht extra vom Akkuträger nehmen.

Deck und Verdampferkammer

Der Geschmack

Wie häufiger erwähnt sind Mesh-Verdampfer prädestiniert für süße Liquids, und genau dafür will ich den Gryphus ja auch haben. Zum Geschmacksvergleich nehmen wir natürlich den GT IV, der, obwohl schon ein wenig in die Jahre gekommen, immer noch meine absolute Nummer eins an Singlecoilern ist. Für meine Tests nutze ich nicht die beigelegten Meshstreifen sondern 200er, 300er und 400er Mesh von der Rolle, damit hatte ich beim Simurg ja bereits beste Erfahrungen gesammelt. Testliquids sind das Crème Brûlée von Dr. Fog und das (alte) Eiskaffeenchen von Nebelfee.

Gryphus mit GT IV als Vergleichsgerät plus Leckerchen

Wir beginnen mit der Crème, 300er Mesh, mit eher zurückhaltender Leistung  – und erstaunlicherweise sind die ersten Züge fast schon ein wenig enttäuschend: Flach, dazu nicht das typische “Bäääm” eines Meshers – da muss doch mehr gehen. Und tatsächlich, kaum dreht man die Leistung ein wenig hoch – 38 Watt bei 0.3 Ohm und zu zwei Dritteln geöffneter Luftzufuhr – und plötzlich ist da gar nix mehr flach! Dennoch wird man nicht von der Wucht des Liquids erschlagen, stattdessen umschmeichelt den Gaumen ein angenehm feiner, ausgewogener Geschmack. Leicht überraschend – und natürlich sehr erfreulich. Möchte man es – bei gleicher Leistung – doch etwas brachialer haben geht man mit der Mesh-Dichte einfach ein wenig runter – bereits 200er-Mesh hebt den “Bäääm-Faktor” schon deutlich an.

Beim zweiten Kandidaten, dem Eiskaffeenchen, geht es darum, die Mischung aus cremigem Kaffee mit leichter Vanillenote und einer Portion Frische ausgewogen darzustellen – und genau das macht der Gryphus. Auch wieder eher fein als brachial, vielleicht sogar etwas dezenter als der GT IV, dafür auf Dauer wesentlich konstanter. Hier kommt nämlich einer der Vorteile von Mesh zum Tragen: Während man nach 10ml extrem süßen Liquids bei einem Coiler nur noch einen schwarzen Klumpen vorfindet – und eigentlich nur noch “irgendwas Süßes” schmeckt – entfaltet Mesh seinen Geschmack dann erst so richtig.

Mesh vs. Coil nach 10ml Süßkram

Der alte Spruch, Mesh schmeckt erst dann so richtig gut, wenn es völlig unappetitlich aussieht, ist vielleicht etwas übertrieben, birgt aber einen wahren Kern. 😉

Nachdem der Gryphus mit dem Süßkram derart überzeugt, will ich natürlich auch wissen, wie er sich mit eher nicht-süßen Liquids schlagen würde. Als Referenz dient wieder ein GT IV, als Leckerlies habe ich zwei meiner Alldays ausgewählt: Zum einen das Checkmate White Rook – kühler Ginger Ale mit Granatapfel – zum anderen das Drunken Honey von Snowowl, einem kanarischen Honigrum mit Limette und Orange.

Die nächste Testrunde, wieder gegen einen GT IV

Diesmal nutze ich einen der mitgelieferten MTL-Meshstreifen. Die dicken Dinger lassen sich deutlich schwerer durchschleifen, vielleicht ist das aber auch nur Übungssache. Wichtiger ist ja auch der Geschmack: Das Drunken Honey schmeckt etwas “schwerer” als gewohnt, die Süße geht leicht zu Gunsten der Zitrusnoten zurück, aber das ist wirklich jammern auf höchstem Niveau. Das White Rook hingegen bildet der Gryphus genau so ab, wie ich es vom GT IV her kenne. Ja, der Kleine kann definitiv mehr als nur süß!

Sollte nun, nach zweieinhalb Jahren, tatsächlich ein Gerät meinen absoluten “Wirklich-Allday-Verdampfer” ersetzen? Nun, auch wenn er geschmacklich den GT IV erreicht heißt die Antwort: Nein. Jedenfalls vorerst nicht. Mein Allday-Verdampfer muss einfach immer funktionieren, und der GT IV hat mich in der langen Zeit, in der ich ihn dampfe, noch nicht ein mal im Stich gelassen. Dass er das auch kann muss der Gryphus erst beweisen. Die Gelegenheit dazu bekommt er, denn er ist ab sofort mein Verdampfer für den täglichen Süßkram und löst damit immerhin einen meiner beiden GT IV ab. Glückwunsch!

War sonst noch was?

Auffällig war zu Beginn der verhältnismäßig üppige Flash – ich dampfe mit gerade mal 1,5mg Nikotin, und dafür schepperte das doch ganz schön. Beim zweiten Versuch mit einem etwas schmaleren Streifen war dann der Flash deutlich zurückhaltender, aber durchaus noch spürbar. Also sollte man gerade zu Beginn mit dem Nikotin besser etwas zurückhaltender sein.

In den Tutorials wird drauf hingewiesen, dass man beim Gryphus die Watte deutlich mehr ausdünnen sollte als beim Simurg – beim Einsetzen des Decks in die Kammer wird die Watte nämlich ziemlich komprimiert, und liegt die Watte zu dicht in den Taschen, könnte es Probleme mit dem Nachfluss geben. Allerdings kann man das Ausdünnen auch übertreiben – dadurch kann es passieren, dass beim Befüllen der Verdampfer gnadenlos absäuft. Also es wird passieren. In dem Fall einfach die Base wieder abnehmen, ein paar mal gut Durchfeuern, die Kammer trocken legen, und anschließend ein klein wenig Watte in den Taschen nachlegen. Und beim nächsten Meshen ruhig mal etwas weniger ausdünnen.

Watte gut ausdünnen. Aber nicht zu viel, sonst blubbert es!

Es heißt also auch bei diesem Verdampfer: Erst mal viel ausprobieren. Unterschiedliche Meshdichte und -breite wirkt sich deutlich auf den Geschmack aus, ebenso die Wattemenge, die außerdem entscheidet, ob der Nachfluss stimmt, stockt oder der Verdampfer gar absäuft. Diese Erkenntnis ist nicht neu, da aber immer wieder Newbies meinen, bei einem Selbstwickler müsse alles beim ersten Versuch perfekt laufen, kann man den Tipp ja ruhig ab und an wiederholen.

Preis und Zubehör

Mit knapp 90 Euro (für die Edelstahlversion, die schwarze und die Gunmetal-Version jeweils zehn Euro mehr) liegt der Gryphus im gehobenen, aber nicht im abgehobenen Bereich.
Dafür bekommt man – wie schon beim Simurg – einiges an Ersatzteilen und Zubehör mitgeliefert:

Gryphus mit üppigem Zubehör

Wem das Fassungsvermögen von 8ml nicht reicht kann sich noch den “Boiler Tank” für 40 Euro (Edelstahlversion, sonst fünf Euro mehr) holen. Dieser erweitert das Füllvolumen auf satte 13ml, allerdings auch den Durchmesser auf 32mm. Auf einen Glaspart muss man dabei verzichten, und die Optik ist, nun ja, sagen wir mal gewöhnungsbedürftig.

Das Coil-Deck

Zum mitgelieferten Zubehör gehört auch ein postless Single Coil-Deck. In absehbarer Zeit werde ich das sicher wahrscheinlich auch mal testen, aber für mich ist der Gryphus – wie auch der Simurg – in erster Linie ein Mesh-Verdampfer, von daher wird das mit dem Test sicher noch eine Weile dauern.

Passende Schuhe

Der Gryphus ist ob seines zurückhaltenden Leistungsbereichs auch durchaus für Single-Akkuträger geeignet, jedenfalls so lange diese nicht zu schmal sind – eine Aufnahme von 26mm sollte es schon sein.

Gryphus auf SX Mini SL Class, Lostvape Grus, Aspire Deco (v.l.)

Aber auch auf diversen Dual-ATs macht der Gryphus eine gute Figur:

Gryphus auf Lostvape Thelema, Vapefly Kriemhild, Aspire VROD (v.l.)

Ich habe mich als Stromquelle für die Dovpo Riva entschieden – die Box passt mit ihrer leichten “Bauchigkeit” perfekt zum Gryphus. Wie bei mir üblich wurde das Driptip ersetzt, zum Glück fand sich in meiner Sammlung noch ein kleines Fuzzy von Old Sam. So ergibt sich eine kleine, handliche Kombi, die zumindest ich ausgesprochen hübsch finde:

Gryphus auf der DOVPO Riva

Wer braucht denn nun den Gryphus?

Na, ich! 😉

Ansonsten sollte sich eigentlich jeder, der einen leckeren, gut verarbeiteten Bottom-Mesher für gemäßigten Lungenzug oder etwas offeneres MTL sucht, den Gryphus beim Händler des Vertrauens mal anschauen. Wer auf der Suche nach einem “offenen Scheunentor” ist wäre mit dem Simurg besser bedient, und wer eine Mischung aus beidem sucht – Topcoiler für RDL – wartet einfach noch ein wenig auf den Simurg XS.

Das Fazit

Eroltec hat nach der Premiere mit dem Simurg nun mit dem Gryphus einen weiteren großen Wurf gelandet. Er überzeugt bei der Verarbeitung ebenso wie beim Geschmack und beim Handling, dazu ist der Preis moderat – also ein ganz klares Lob. Und um die Frage in der Überschrift zu beantworten: Ja, der nächste Volltreffer! 👍

Imist Gryphus
Bottomcoiler, Top-Airflow
Maße: 56,5mm x 26mm
Fassungsvermögen: 8ml
Empfohlener Arbeitsbereich zwischen 10W und 50W
Mesh-Deck (verbaut) und Single-Coil-Deck
510er Driptip, Standard-Aufnahme
Edelstahl; Deck und Pluspol Edelstahl vergoldet
Farben: Edelstahl, PVD schwarz, PVD Gunmetal
Preis: 90€ (Edelstahl) bzw. 100€

Vom ersten Batch ist nur noch vereinzelt die Edelstahlversion verfügbar, der nächste Batch soll noch im Sommer diesen Jahres erscheinen.

Side by side – manchmal passt es doch

So plötzlich, wie sie in Mode kamen, so schnell war der Hype auch wieder vorbei. Ich spreche von den sogenannten “Side by Side-Mods”, also Akkuträger für einen Akku, deren Verdampferaufnahme neben der Akkuhülse, aber sehr tief sitzend liegt, und die ein wenig einer Treppenstufe gleichen:

Beispiel für einen Side by side-Mod

Der Vorteil solcher Akkuträger liegt auf – oder besser gesagt in – der Hand, nämlich die geringe Größe der Kombis. Für mich kam dieser Typ von Akkuträger bislang allerdings nicht in Frage – ich präferiere Mods mit zwei Akkus, ansonsten gibt es ausreichend schöne Single-ATs und wunderschöne Tubes. Abgesehen davon war bei den meisten Geräten dieser Art, die ich bislang in den Händen hielt, die Verarbeitung, je nun, wenig schmeichelhaft für die Hersteller.

Nun habe ich nach einer kleinen Pause meinen Flash-e-Vapor reaktiviert, und der ist ob seiner Länge von 61mm schon eine Herausforderung bei der Wahl einer passenden Stromquelle:

FeV auf diversen Akkuträgern

Keine meiner bisherigen Lösungen war optisch so richtig zufriedenstellend, da fiel mir der Mixx in die Hand, eine kleine Side-by-Side Box aus dem Hause Aspire, designt von den italienischen Moddern von Sunbox. Optisch durchaus gefällig, und im Gegensatz zu manchem Konkurrenzprodukt deutlich wertiger und vor allem stabiler aussehend.

Und siehe da:

Aspire Mixx und FeV 4.5+

Das nenne ich doch mal eine gefällige Kombi, und mit einer Gesamthöhe von 135 mm (inklusive Driptip) dazu noch recht klein gehalten. Die Akku-Tube passt nicht nur farblich perfekt zum FeV, auch die horizontale Riffelung spiegelt sich darin schön wieder.

Aspire Mixx und FeV 4.5+

Also befassen wir uns doch heute mal ein bisschen näher mit dem Akkuträger. Aspire beschränkt sich beim Mixx auf das Wesentliche: 60 Watt Ausgangsleistung, auf einen Temperaturmodus wird verzichtet, und auch optisch wirkt der Mod angenehm befreit von unnötigen Spielereien – ein großer, haptisch angenehmer Feuertaster vorne, zwei kleine, unbeschriftete Buttons für die Leistungseinstellung an der Seite – das war’s. Wie, kein Display? Doch, auf der Unterseite:

Display an der Unterseite – völlig ausreichend

Dort landet es natürlich konstruktionsbedingt, aber da man beim Feuern sowieso nie aufs Display gucken kann ist diese Lösung auch völlig okay. Eher klein und klassisch gehalten findet man dort alle relevanten Informationen – mehr muss nicht.

Man kann den Mixx mit der beigelegten kurzen Akkutube auch mit einem 18350er Akku betreiben, aber mal ganz ehrlich – selbst bei Minimalleistungen wird man davon schnell wieder abkommen. Der Akkudeckel ist zwar griffig und lässt sich auch schnell abschrauben, aber warum sollte man den Akku häufiger wechseln als nötig? Denn wechseln muss man ihn – das Laden am Gerät selbst ist nicht möglich, auch auf eine USB-Buchse hat man nämlich verzichtet.

Aspire Mixx für 18350er-Akku

Seit Kurzem ist auch ein Extension-Kit für 21700er-Akkus erhältlich, aber so richtig stimmig wirken die Proportionen dann nicht mehr.

Da wir gerade bei den Proportionen sind: Auch etwas kürzere Verdampfer sehen auf dem Mixx ganz schick aus, zum Beispiel der SQuape Arise:

Klein und handlich: Aspire Mixx mit SQuape Arise

Bis zu 24mm darf der Durchmesser des Verdampfers betragen, wesentlich kürzer als der SQuape sollte er dann aber nicht sein. Und dass man bei lediglich einem Akku und der auf 60 Watt begrenzten Ausgangsleistung auf hungrige Dualcoil-Lungenzieher verzichten sollte dürfte klar sein.

Nun, natürlich ist nicht alles “beschde” beim Mixx: Der Feuertaster liegt baubedingt recht niedrig, er lässt sich am besten mit Mittel- oder Ringfinger bedienen – bei der zweiten Variante hält man sich dann allerdings beim FeV gerne mal das Luftloch zu. Generell darf man nicht über all zu große Hände verfügen, man sollte das Gerät also besser erst mal probeweise in der Hand halten bevor man sich zum Kauf entscheidet. Bei der Gelegenheit empfehle ich auch die Rillen der Akkutube zu prüfen: Bei meinem Modell sind diese recht scharfkantig – da habe ich von Aspire mehr erwartet. Ansonsten ist der Akkuträger durchaus solide verarbeitet.

Im Blick: Akkudeckel und Verdampferaufnahme

Preislich liegt der Mixx derzeit bei rund 60 Euro, und dafür bekommt man ein solides, optisch ansprechendes Gerät, an dem auch technisch nichts auszusetzen ist. Und mit einem passenden Verdampfer hat man schnell eine schicke, kleine und handliche Kombi für unterwegs.

Aspire Mixx

Aspire Mixx
Maße: 48*86*24mm
Gewicht (ohne Akku): 144g
Für VD bis 24mm geeignet
Ausgangsleistung: 60 Watt
Für 1*18650 oder 1*18350er Akku, kein USB-Port!
Betriebsmodi: VV / VW / Bypass
Preis: ca. 60 €

Siegfried – kein Ritter der traurigen Gestalt

Mesh-Selbstwickler sind ja seit geraumer Zeit der heiße Scheiß große Hype, und auch Vapefly brachte, wieder unterstützt von den “German 103”, Ende letzten Jahres einen solchen auf den Markt: Siegfried, eine Kombi aus ungeregelter Tube und einem RTA, wobei beides auch einzeln erhältlich ist.

Hier wollen wir uns in erster Linie mit dem Verdampfer beschäftigen. Obwohl das Gerät schon etwas länger auf dem Markt ist habe ich ihn keinem Langzeittest unterzogen, aber für ein paar persönliche Eindrücke sollte meine Zeit, die ich mit dem Siegfried verbracht habe, ausreichen.

Die Optik

Rein optisch ist der Siegfried kein Verdampfer, der einem sofort auffällt – er ist keine ausgemachte Schönheit, aber auch keinesfalls hässlich. Kein sonderlich innovativer Wurf, aber er wirkt gefällig, und bei einem Durchmesser von 25mm und der Länge von 69mm stimmen auch die Proportionen.

Das Glas ist relativ kurz, sitzt aber an der richtigen Stelle, so dass man immer erkennt wenn es an der Zeit ist, nachzufüllen. Die Befüllung geht leicht über die Topcap mit Bajonettverschluss, die eingelassene Silikonabdichtung kann man, so sie einen denn stört, auch entfernen. Der Verdampfer verfügt über eine leichtgängige, stufenlos verstellbare Airflow und ist ausgelegt für den gemäßigten bis direkten Lungenzug. Der Zug selbst ist angenehm smooth, das Zuggeräusch ist hörbar, aber nicht störend.

Der Geschmack

Obwohl man das Deck auch problemlos mit einer klassischen Singlecoil – aus Draht und so, die älteren Dampfer kennen das noch – betreiben kann ist der Siegfried in erster Linie als Mesh-Verdampfer gedacht, und auch nur so habe ich ihn in meinem kleinen Test betrieben. Wie schon häufiger erwähnt hat Mesh seine Eigenarten: Der Geschmack ist eher “bääääm” als differenziert, die süßen Noten werden gerne mal betont, und wer das mag, der wird den Siegfried lieben.

Neue Geräte werden ja heutzutage inflationär als “beschde” gehypt. Soweit würde ich nicht gehen, aber zumindest mit den von mir getesteten Liquids bekommt der Siegfried für seinen Geschmack ein klares “sehr gut”! Und er würde auch sicher in den Kreis meiner Dauerdampfen aufgenommen, wenn da nicht… aber dazu später mehr.

Das Deck

Das Deck ist schlicht gehalten – keine gefederte Brücke, keine Durchschleifmöglichkeit, einfach zwei Klemmbacken mit je einer Schraube (Kreuzschlitz!) und zwei kleinen Federn, die die Backen beim Lösen der Schrauben auseinanderdrücken, das war’s.

Mit den hauseigenen Meshplättchen (drei verschiedene sind derzeit verfügbar, mit unterschiedlichen Materialien und jeweils um die 0.2 Ohm) ist das Anbringen recht einfach, man muss nichts ausmessen oder abschneiden – einfach die eine Seite des Meshstreifens festschrauben,  leicht biegen, Watte drunterpacken, die andere Seite festschrauben, fertig. Alternativ kann man auch erst das Mesh komplett befestigen und dann die – mitgelieferte – “Schnürsenkelwatte” durchziehen. In jedem Fall wichtig: Die Watte soll möglichst bündig am Deckende abgeschnitten werden, also nichts umklappen oder gar in die Rinne legen! Natürlich lässt sich auch Mesh von der Rolle verwenden, zum Zuschneiden am besten eines der mitgelieferten Plättchen als Vorlage nutzen.

Der Vorteil dieses schlichten Decks: Die “Wicklung” ist schnell angebracht, Neulinge werden nicht mit einer komplizierten Technik überfordert, auf alles Überflüssige wird verzichtet. Der Nachteil: die Wattemenge muss direkt passen, ein Nachziehen des Mesh-Streifens ist nicht möglich. Die Durchschleiftechnik, über die mein ach so geliebter Simurg verfügt, ist mir persönlich zwar lieber, aber das bedeutet auch einen höheren Konstruktionsaufwand, was den Verdampfer wahrscheinlich wieder teurer gemacht hätte. Aber auch mit diesem Deck hat man den Bogen schnell raus, also alles schick.

Nachflussproblem? Nö!

Vapefly wirbt mit “Anti Dryburn System”, trotzdem las ich schon die ein oder andere Klage über Dryhits. Eigentlich dürften diese, wenn man sich das System genau anschaut, nicht vorkommen, und ich hatte bei meinen Test auch keinerlei Probleme, selbst bei hoher Leistung und vielen Zügen nacheinander nicht. Wichtig ist, dass man für ausreichend Watte unter dem Meshstreifen sorgt – muss spack sitzen, wie der Rheinländer sagt – und die Watte wirklich sehr bündig abschneidet.

Ein Schritt zu viel

Leider hat der Siegfried in meinen Augen einen kleinen Nachteil: Baubedingt muss man ihn, um ans Deck zu kommen, vom Akkuträger lösen. Das kennen wir bereits vom Aromamizer oder vom Widowmaker, viele Leute mag es auch überhaupt nicht stören, zumal Mesh in der Regel deutlich länger hält als klassische Coils und man somit nur selten ans Deck muss.

Mich persönlich stört mittlerweile dieser zusätzliche Schritt (im Grunde genommen zwei zusätzliche Schritte, das Deck muss nach dem Wickeln ja auch wieder unter den Verdampfer geschraubt werden), weshalb der Siegfried für mich eben kein Alltagsgerät wäre. Aber das ist meine ganz persönliche Macke.

Die Tube

Wie eingangs erwähnt gibt es zum Siegfried auch einen Akkuträger in Tube-Form. Dieser arbeitet nur im Bypassmodus, lässt sich also nicht regeln und haut raus, was der Akku hergibt. Vorteile solcher Tubes: Sie sind klein, übersichtlich und stellen auch einen Anfänger nicht vor große Probleme – Knopf drücken, fäddich, und wenn nicht mehr genug Leistung kommt muss eben der Akku gewechselt werden. Ganz glücklich bin ich mit solchen Geräten bei Einsteigern zwar nicht, aber der Siegfried-Mod verfügt über diverse Schutzschaltungen, eine LED gibt Auskunft über die Akkuspannung, und zumindest solange man die vorgefertigten Meshstreifen von Vapefly nutzt muss man sich auch keine Gedanken über den passenden Widerstand machen. Natürlich sollte der Einsteiger bei der Auswahl des Akkus richtig beraten werden.

Die Tube selbst ist schön klein, der Taster angenehm “klicki”, und mit einem 21700er Akku kommt man auch erst mal eine gute Weile hin. Die Optik ist ja immer Geschmackssache – ich persönlich finde die Laserung ganz gelungen, sie ist in meinen Augen aber auch dezent genug um im Zweifel nicht ernsthaft zu stören.

Das Set

Natürlich ist es schön, dass man die Komponenten – Verdampfer und Tube – auch einzeln erwerben kann, so richtig passt der Schuh aber als Set. Optisch und technisch perfekt aufeinander abgestimmt liegt sie mit einer Gesamtlänge von 168 Millimetern auch angenehm und ausgewogen in der Hand.

Wer braucht das jetzt?

Für circa 70 Euro bekommt man eine durchaus ansprechende Kombi, die zum einen Einsteiger anspricht – wobei auch an dieser Stelle der Hinweis nicht fehlen darf, dass man sich mit einem Selbstwickler erst mal auseinandersetzen muss. Wer nach einiger Zeit feststellt, dass Mesh einfach nicht sein Ding ist kann auch ohne zusätzliche Kosten oder Umbauten klassische Coils nutzen. Zum anderen wäre das Siegfried-Kit aber auch eine schöne, preiswerte “Unterwegsdampfe” für den passionierten Nerd.

Da ich kein Freund von ungeregelten Akkuträgern bin und mich der oben genannte “zusätzliche Schritt” stört bin ich aus der Nummer raus, dennoch kann ich das Set – und auch die einzelnen Komponenten – durchaus empfehlen. Und bei der recht entspannten Preisgestaltung kann man auch nicht all zu viel falsch machen.

 

Name: Siegfried
Hersteller: Vapefly
Durchmesser: 25,2mm
RTA:
Länge: 69mm
Fassungsvermögen: 7ml
Mesh oder Singlecoil
Topfilling
810er Driptip
Gemäßigter bis offener DL
Tube:
Länge: 99mm
Ein 18650/20700/21700er Akku
Bypass
LED für Akkuspannung
Diverse Schutzschaltungen (u.a. Kurzschluss, Verpolung, Überladung, 10 Sekunden-Abschaltung)
Farben: Edelstahl, Schwarz, Gunmetal (weitere folgen als limitierte Edition)
Preis: RTA und Tube je ca. 40€, Kombi ca. 70€

 

Vom Beast zum Superbeast

Der ein oder andere kennt das: Eigentlich ist man mit seinem Verdampfer absolut zufrieden, aber… ein bisschen besser geht ja irgendwie immer. Mein Beast zum Beispiel liebe ich, aber es dürfte ruhig noch etwas offener sein, außerdem könnte man es – nach den guten Erfahrungen mit dem anderen Simurg – ja vielleicht doch mit Mesh statt mit Coils bestücken…

Und als könnten sie meine Gedanken lesen brachte Eroltec nun ein Open Draw Kit heraus. Nach langer und reiflicher Überlegung – wieder ne Stange Geld ausgeben, wieder umbauen – habe ich mich schließlich entschlossen, mir das ODK zu besorgen.
Unsinn, natürlich gab es weder eine lange noch eine reifliche Überlegung. Wenn es für deinen Lieblingsverdampfer Zubehör gibt, das du herbeisehnst, überlegst du nicht sondern handelst nach dem üblichen HWV-Motto “shut up and take my money”, oder auf deutsch “GIB!!!” 😉

Das Open Draw Kit

Das Open Draw Kit besteht aus einer Topcap und einer AFC-Hülse mit zweimal 21 statt 15 Luftlöchern sowie dem “MeExSo XL”-Mesh-Deck.

Wenn man jetzt Topcap und AFC-Hülse des ODKs mit den Standard-Komponenten vergleicht scheint der Unterschied gar nicht so gewaltig – diese kleinen Änderungen sollen für deutlich mehr Durchzug sorgen?

Top Cap und Airflow-Hülse – Original (links) und ODK (rechts)

Spoiler: Ja, das machen sie! Und zwar üppig – komplett aufgedreht stört kein Widerstand mehr beim Zug.

Beim neuen Meshdeck sieht man den Unterschied sofort: Zum einen wurde – zu meinem Bedauern – auf die gefederte Brücke verzichtet, zum anderen ist das Deck jetzt deutlich breiter geworden. Vorteil: Eine größere Mesh-Fläche für mehr Geschmacksentfaltung. Nachteil: Kleinere Wattetaschen.

Standard-Mesh-Deck 1.5 (links) und MeExSo XL-Deck (rechts)

Der Umbau von Cap und Shield ist tatsächlich selbsterklärend (einfach austauschen), der des Decks funktioniert genau so wie beim Wechsel auf das Coildeck beschrieben und ist in kurzer Zeit vollzogen.

Aber genug der Theorie, hier sind meine Erfahrungen mit dem ODK in der Praxis:

Die Airflow ist deutlich offener – hier sollten wirklich alle Fans des extremen Lungenzugs auf ihre Kosten kommen. Der Zug ist zudem angenehm smooth, und der Geschmack für so viel Luft tatsächlich ausgezeichnet!

Das breitere Deck hat seine Vorteile: Das von mir genutzte Mesh von der Rolle von Vandyvape passt in seiner gesamten Breite in die Schlitze – trotzdem schneide ich es ein klein wenig bei. Das Einfädeln und Befestigen funktioniert genau so tadellos wie beim Standard-Deck.

Ein- und Durchzug des Mesh-Streifens – spielend einfach

Der Nachteil: Durch das breitere Deck reduziert sich der Platz in den Wattetaschen – die Watte sollte also wesentlich üppiger ausgedünnt werden, und bei der Verlegung muss man jetzt deutlich präziser sein. Warum auf die gefederte Brücke verzichtet wurde erschließt sich mir nicht – einen großen Nachteil ergibt sich dadurch in der Praxis aber nicht.

Allerdings hatte ich zwischenzeitlich mit dem Nachfluss zu kämpfen. Nicht dass die sechs Dochte nicht fördern würden, im Gegenteil, aber die ausgedünnte Watte in den Taschen und der “steilere Winkel” am Mesh lassen sich nun mal nicht verleugnen. Wichtig ist also Präzision beim Verlegen, hier verzeiht das Original-Deck wesentlich mehr Fehler.

MeExSo XL-Deck – gemesht und wattiert

Mein Fazit:

Der Umbau auf das Open Draw Kit hat sich in meinen Augen gelohnt – der Zug ist angenehm offen und smooth, und der Geschmack übertrifft den des Coildecks deutlich. Allerdings bin ich mir noch nicht sicher ob ich weiterhin das XL-Deck nutze oder doch wieder auf das Standard-Deck umsteige. Aber was wären Selbstwickler, wenn man nicht immer ein wenig dran tüfteln würde. 😉

Wer übrigens glaubt dass der Simurg mit dem normalen Deck schon viel säuft – mit dem ODK (und entsprechender Leistung) steigt der Verbrauch noch mal immens. Die Literflasche mit Liquid sollte also immer griffbereit stehen. 😉

Zum Open Draw Kit habe ich mir noch das “Heat Sink” Driptip gegönnt, welches nicht nur optisch eine Bereicherung ist: Ausreichend offen, mit einem angenehmen Mundgefühl und endlich in einer adäquaten Länge.

Das Beast mit ODK, Star Shield, Epsilon Base und Heat Sink Driptip

Nun habe ich aber auch genug gebastelt, individualisiert und verschönert – jedenfalls Stand jetzt; wer weiß, mit welchem Zubehör mich Eroltec in der Zukunft ködern will. 😉

Allerdings: So schön es auch ist, wenn man sich seinen Verdampfer dergestalt individualisieren kann – günstig ist das Ganze nicht. Hätte ich von Anfang an gewusst, in welcher Konstellation ich mein Beast letztendlich betreibe, hätte ich mir die ganzen Bauteile auch einzeln kaufen – und somit gut 100 Euro sparen können!

Ganz schön viel Verpackungen für zwei Verdampfer

Aber zum einen weiß man so etwas selten vorher, zum anderen kamen einige Komponenten – wie eben das ODK – erst später in den Handel, und außerdem hätte man als bekennender Nerd natürlich auch gerne das komplette Originalgerät mit Zubehör, Seriennummer und Zertifikat.

Das war jetzt aber auch erst mal der letzte Beitrag zum Simurg (gut, das dachte ich nach dem letzten Beitrag ja auch schon), vielleicht sollten wir uns aus Gründen der Vielfalt im nächsten Beitrag einfach mal einem schlanken, preiswerten Podsystem für Einsteiger widmen…

Simurg Version 1.5 – Theorie und Praxis

Ja, es ist schon der dritte Beitrag über den Simurg innerhalb des letzten halben Jahres, aber was willste machen, wenn das Teil so interessant ist? Eben!

Simurg  und Black Simurg

Ich wollte den vor Kurzem erschienenen Black Simurg ja von Anfang an als Dualcoiler betreiben, also einfach das Mesh- durch das Coildeck ersetzen. Nun verpassten aber die Jungs von Eroltec ihrem Schützling beim aktuellen Batch ein überarbeitetes Mesh-Deck, das so ziemlich alle Punkte verbesserte, die man beim ersten Batch für optimierungswürdig gehalten hatte. Also könnte man nun seine Pläne umschmeißen, den neuen als Mesher nutzen und einfach den “alten” Simurg zum Coiler umbauen. Oder man macht es sich kompliziert, baut beide Geräte auseinander und setzt sie, da man sowieso noch ein paar Teile austauschen möchte, komplett neu zusammen:

Das Simurg-Puzzle

Betrachten wir die Veränderungen am Mesh-Deck mal etwas näher: Die Peekplatte und -schraube wurden durch eine Keramikplatte und Edelstahlschraube ersetzt, was eventuell auftretende Probleme beim Durchglühen behebt. Zum Einspannen des Meshs muss man nur noch eine Schraube pro Seite lösen, zudem ist man hier von Schlitz- auf 1.5er Sechskantschrauben gewechselt.

Mesh-Deck neu (links) und alt (rechts)

Die gravierendste Änderung besteht aber darin, dass man nun auch die “Durchschleiftechnik” anwenden kann, ähnlich wie man es bereits beim Gevolution² von GSV kennt. So muss man zum Einen den Mesh-Streifen nicht mehr in der Länge vorschneiden, zum Anderen kann man auch nach der Wattierung noch ein wenig nachspannen. Jedenfalls theoretisch.

Der Simurg ist zwar kein Communityprojekt, dennoch bemüht sich Eroltec, Anregungen aus der Fanbase umzusetzen. So wurde das Driptip etwas breitwandiger (leider nicht länger), die Luftführung in der Topcap wurde überarbeitet, und durch leichte Modifikationen funktioniert auch das Drehen der Topcap deutlich leichter – das Problem mit den zerreibenden O-Ringen sollte damit behoben sein.

Leichte Modifikationen

Eher für die Optik ist die neue gerändelte, optional erhältliche 26er-Base, die sicherlich vor allem bei größeren Akkuträger ihre Verwendung findet – und von mir natürlich direkt in beiden Geräten verbaut wurde.

Alle überarbeiteten Elemente sind einzeln erhältlich. Ob du als Nutzer der ersten Version jetzt unbedingt alle Bauteile oder nur das Mesh-Deck ersetzt, deinen alten Simurg ganz normal weiternutzt oder dir einen zweiten kaufst, das musst du selbst wissen, ist ja auch eine Frage des Budgets. Bei mir hat sich jedenfalls inzwischen einiges an Zubehör angesammelt:

Zwei Simurgs mit diversem Zubehör

In der Praxis:

Gut vier Wochen bin ich jetzt dem Simurg 1.5 unterwegs und kann festhalten: Die Befüllung ist mit den Modifikationen noch mal ein Stück besser geworden, da tropft und sifft rein gar nichts mehr, und auch die Airflow lässt sich deutlich geschmeidiger einstellen. Das neue Mesh-Deck lässt sich Dank der besseren – und weniger gewordenen – Schrauben noch einmal etwas leichter nutzen – jedenfalls, wenn man auf konventionelle Art mesht.

Leider funktioniert die neue “Durchschleiftechnik” im Praxistest so gar nicht bei mir – der Meshstreifen lässt sich einfach nicht nach oben durchziehen, da kann ich ihm gut zureden, wie ich will. Zugegeben, mein liebgewonnenes 300er-Mesh ist sehr dünn, nutzen wir also, einfach nur zum Ausprobieren, einen der mitgelieferten 100er-Meshstreifen, der deutlich stabiler ist. Aber siehe da: Auch nix!

Soll das so? Nö!

Bislang ist es mir nach unzähligen Versuchen nicht gelungen, diesen verflixten Streifen nach oben (oder auch nach unten) durchzuschieben. Es scheint einigen Usern ähnlich zu gehen während es bei anderen hervorragend klappt – ob es nun am Gerät liegt oder an der Person davor konnte ich bislang noch nicht eruieren.

Edit: Auch hier konnte wieder ein Tipp aus der Community helfen: Einfach den Mesh-Streifen an einer Seite schräg abschneiden, und schon klappt’s auch mit dem Nachbarn Durchziehen!

Die Durchschleiftechnik

Spätestens jetzt, da die “Meshung” noch mal ein Stück einfacher geworden ist, hat sich der Simurg seine 5 Sternchen verdient!

Nun ist aber erst mal genug gebastelt und geschrieben, widmen wir uns endlich wieder dem, weshalb wir den ganzen Quatsch eigentlich machen – nämlich dem Wolkenschieben… 😉

Wölkchen schieben

Euch allen wünschen wir nun, trotz der widrigen Umstände, eine möglichst entspannte, erholsame und gesunde Weihnachtszeit!

 

Doch wieder ein SQuape: Der Arise

Vielleicht ist es ein Reflex, eine Sucht, Nostalgie oder schlichtweg Irrsinn:  Stattqualm bringt einen neuen Verdampfer raus, und ich habe ihn, egal ob ich will oder nicht.

Stefans SQuape-Familie

Ich hatte ja bereits beim N[duro] ein wenig gezögert, ihn mir dann doch gekauft, war auch ganz angetan, aber so richtig glücklich wurde ich mit ihm nie – ich habe es einfach nicht geschafft, ihm seine Nachflussprobleme dauerhaft auszutreiben. Und obwohl er seit Ewigkeiten nur noch im Regal steht und ich mir eigentlich geschworen hatte, mir den nächsten SQuape nun wirklich nicht zu kaufen… Je nun:

Der SQuape A[rise]
In den letzten drei Wochen habe ich viel mit dem neuen Schatz experimentiert – zum Teil mehr, als mir lieb war – und möchte nun, wie gewohnt, die geneigte Leserschaft an den Erkenntnissen teilhaben lassen.

Die Optik

Im Review des N[duro] hatte ich mich bereits ausführlich über die neue Optik ausgelassen. Nach anfänglichem Fremdeln habe ich mich inzwischen daran gewöhnt, das macht es mir nun leichter, ähnelt der A[rise] seinem Vorgänger doch ziemlich – er wurde sogar noch ein bisschen schlichter, dazu fast 8mm kürzer, dadurch aber auch etwas gefälliger. Das eher ungewöhnliche Maß von 24mm behielt man allerdings bei.

Schlichtheit als neue Tradition? SQuape N[duro] und A[rise]
Die Topcap mit ihren sichtbaren Befüllöffnungen ist nachwievor keine Schönheit, das neue Standarddriptip wirkt hingegen nicht mehr so plump wie das des Vorgängers. Alles in allem: Schlicht, schnörkellos, funktional.

Das Innenleben

Einiges wurde vom N[duro] übernommen – der Closing-Mechanismus zum Beispiel, der mittlerweile wirklich ausgereift ist und zum Besten gehört, was es bei Verdampfern gibt! Oder der Befüllmechanismus, der noch mal ein wenig verbessert wurde (aber spätestens bei einem längeren Driptip immer noch nicht optimal für die verbreiteten Chubby-Flaschen ist).

Toller Befüllmechanismus – aber immer das Problem mit den leidigen Chubby-Flaschen

Neu hingegen ist der Einsatz von Air Discs, mit denen die Luftzufuhr zur Wicklung reguliert werden kann – offensichtlich ein neuer Trend, erschienen doch in letzter Zeit schon einige Verdampfer mit dieser Technik. Vier verschiedene Größen liegen bei, von ein- bis viermal 0.8mm, weitere Airdiscs sind optional erhältlich. Leider kann man die Discs nur bei entfernter Wicklung tauschen, aber zusätzlich geschieht eine stufenlose Feinjustierung ja weiterhin über den Closingring. Wer den A[rise] direkt auf Lunge dampfen möchte lässt die AirDiscs weg, und wer einen extrem restriktiven Zug bevorzugt kann noch die beigelegte Kaminreduzierung nutzen.

Airdiscs und Kaminreduzierung

Überarbeitet wurde das Deck, das wieder mehr an den SQuape R erinnert, und – zu meiner Begeisterung – die Liquidzufuhr, die nun wieder auf Umwege verzichtet und das Liquid direkt von oben auf die Watte laufen lässt. Diese beiden Dinge waren es auch, die mich abgeholt haben und weshalb eben der neueste Spross doch wieder bei mir Einzug hielt.

Das Innenleben des SQuape A[rise]
Das Handling

Wie bereits mehrfach erwähnt ist für mich das Handling eines Verdampfers enorm wichtig – lieber nehme ich (leichte) Geschmackseinbußen in Kauf als mich im Alltag mit dem Nachfluss, dem Wickeln oder beim Befüllen rumärgern zu müssen. Und das Handling beim jüngsten Schweizer ist absolut einwandfrei: Kein Siffen, kein Nachflussproblem, die Befüllung ist ein Kinderspiel. Durch die Führungsnasen gelingt das Anbringen der Wicklung selbst Einsteigern ebenso leicht wie das Verlegen der Watte. Klare Note Eins mit Sternchen!

Ein Kinderspiel: Wicklung und Wattierung des SQuape A[rise]
MTL oder DL?

Mit dem N[duro] war erstmals ein SQuape in zwei Varianten erschienen. Ich hatte mich seinerzeit für die DL-Version entschieden – und es ein Stück weit bereut. Beim A[rise] macht mir Stattqualm die Sache leichter: Der jüngste Schweizer soll sowohl im MTL- als auch im DL-Einsatz funktionieren. Da ich mittlerweile genug einige Geräte für den direkten Lungenzug besitze konzentriere ich mich beim A[rise] erst mal auf das, was den SQuape seit jeher ausmacht, nämlich den MTL-Betrieb.

Der Geschmack

Eigentlich sind die SQuape immer für ihren exzellenten Geschmack bekannt, aber diesmal tat ich mich wirklich schwer – ich glaube, ich habe noch bei keinem Test so viele verschiedene Liquids ausprobiert. Als Drähte mussten der Standard-Draht für MTL-Settings (Superfine Fused Clapton von VandyVape) und temporär eine – sehr träge – Kanthal-Clapton-Wicklung herhalten.

Die ersten Versuche wurden mit der 3 x 0.8mm-Airdisc und ohne die Kaminreduzierung durchgeführt – passionierten Backehörnchen wäre das viel zu offen, aber wenn ein Verdampfer schon so zum üppigen Experimentieren auffordert…

Fruchtig-frisch ist seit jeher die Domäne der Schweizer, und meine beiden derzeitigen Lieblinge – das “Green No.3” von KTS und das “Drunken Honey” von Snow Owl – eignen sich ob ihrer Komplexität hervorragend zum Testen. Leider enttäuschte mich hier der A[rise] doch ziemlich: Die Grundnote wurde zwar gut wiedergegeben, einzelne Nuancen jedoch kaum dargestellt, es fehlte schlicht die Vielschichtigkeit. Ein weniger komplexes Liquid wie die – schlichte, aber gute – Mango von Dash One hingegen interpretierte der A[rise] so wie gewünscht.

Die A[rise]-Testkollektion (1)
Zu viel Luft tat den SQuape aber noch nie wirklich gut, also wurde die 2 x 0.8 AirDisc eingebaut, dazu – wenn schon strikt, dann richtig – die Kaminreduzierung. Und siehe da, nicht nur beim Zug fühlte man sich plötzlich wieder “squapianisch”, sondern auch der Geschmack kam der – zugegeben, recht hohen – Erwartung schon wesentlich näher. Deutlich nuancenreicher, auch wenn beim Drunken Honey die Süße des Honigs ein wenig unterging und beim Green No.3 die Frische etwas zu sehr betont wurde. Dem Berry Marmalade von 5 Elements entlockte der SQuape noch mal völlig andere Noten als ich es vom GT IV oder vom Simurg kenne – wesentlich “marmeladiger”, dafür ließ sich die leichte Säure des Liquids nur erahnen.

Da musste wohl noch eine weitere Testrunde ran: Das White Rook von Dampflion kommt, obwohl wirklich gut getroffen, im GT IV etwas zu harsch für ein Allday daher, im A[rise] ist es etwas zurückhaltender, runder, weicher. Das #SYLD interpretierte der A[rise] dann so, wie ich es gewohnt bin – fruchtig, ausgewogen und nicht zu kantig. Schließlich musste noch das Tom Sawyer Frucht von Tom Klark herhalten, ein sehr komplexes Liquid, welches ich schon seit Jahren immer wieder dampfe – und bei dem ich mich sofort abgeholt fühle. Jou, genau so muss das schmecken!

Die A[rise]-Testkollektion (2)
Es scheint also nicht ganz so einfach zu sein, für den A[rise] das richtige Leckerli zu finden – natürlich schmeckt jedes Liquid in jedem Verdampfer ein bisschen anders, aber der SQuape interpretiert einige Aromen doch schon sehr… sagen wir mal “individuell”. 😉 Wenn man dann aber den passenden “Stoff” gefunden hat macht der kleine Schweizer so richtig Spaß.

Preis und Leistung

Geräte aus der Schweiz sind keine Billigheimer, und auch für den neuen SQuape muss man recht tief in die Tasche greifen: Mit 169 € ist er noch mal ein wenig teurer als sein Vorgänger. Dafür bekommt man allerdings auch einen extrem wertig verarbeiteten, technisch ausgeklügelten Verdampfer, und auch das mitgelieferte Zubehör kann sich sehen lassen.

Reichhaltiges Zubehör

Ob man jetzt jede Airdisc einzeln in Plastiktütchen verpacken muss sei allerdings mal dahingestellt.

Passende Schuhe

Seine gediegene Höhe lässt den A[rise] natürlich auf kleinen Akkuträgern sehr hübsch aussehen, zum Beispiel auf diversen Side-by-Side Boxen, die gerade sehr en vogue sind, oder der – leider nicht mehr produzierten – Pico 21700.

A[rise] auf der Aspire Mixx und der Pico 21700 – klein und handlich
Eine gute Figur macht er auch auf Yihis MX Class; auf dem Skarabäus Pro steht er leider ein wenig über – 24mm sind gerade für Tubes nun mal nicht das ideale Maß.

SQuape A[rise] auf der SX Mini MX Class und dem Skarabäus Pro.
Unterwegs nutze ich die Pico 21700 als Stromquelle, hier sind nicht nur die Proportionen stimmig, auch kommt man mit einem 21700er Akku sehr weit über den Tag, und mit 230 Gramm inklusive Akku ist die Kombi zudem noch ein Leichtgewicht. Allerdings nervt die automatische Zugabschaltung nach 10 Sekunden – meine MTL-Züge dauern einfach ein, zwei Sekunden länger -, und so nutze ich beim entspannten Dampfen zuhause derzeit die Coldsteel 200. Dauerhaft suche ich aber noch einen netten Untersatz, der alle Vorteile dieser beiden Kombis vereinigt, mal sehen, wann ich fündig werde.

SQuape A[rise] auf der Coldsteel 200
Brauche ich den nun?

Die SQuape-Jünger werden sich den A[rise] in jedem Fall holen – der Schreiber dieses Beitrags ist das beste Beispiel dafür. 😉 Ansonsten dürfte der jüngste SQuape sicher für diejenigen interessant sein, die sich ihren ersten High End-Selbstwickler anschaffen wollen und eher ein kleines Universalgerät suchen – ist mit dem A[rise] doch vom strengen MTL bis hin zum restriktiven DL alles möglich, außerdem ist der Verdampfer im Handling inklusive Wicklung und Wattierung so unkompliziert, dass er wirklich niemanden vor größere Probleme stellen sollte. Aber auch wer einen kleinen, entspannten Verdampfer für unterwegs sucht sollte sich mit dem neuen SQuape näher befassen. Wer einen komplett offenen Lungenzieher will wird mit dem A[rise] nicht glücklich, aber für offene Scheunentore war Stattqualm ja noch nie berühmt.

Fazit

Rund zwei Jahre nach dem N[duro] präsentiert Stattqualm jetzt den Nachfolger – und hat in diesem das beste an Technik von seinen Vorgängern vereint, so dass ich mich zu der Aussage hinreißen lasse “besser geht es nicht!” Bei der Optik scheint man den Weg der “neuen Sachlichkeit” weiter zu verfolgen, und auch wenn er mit den frühen Verdampfern nichts mehr gemein hat finde ich das Design gelungen. Geschmacklich ist der A[rise] anspruchsvoll, manche Liquids interpretiert er, nunja, eigenwillig, und man muss schon ein bisschen experimentieren. Vom Zug her überzeugt er mich vor allem bei striktem MTL-Setting – eigentlich logisch, ist ja schließlich ein SQuape.

Noch eine kleine Anmerkung: Ein Review eines Verdampfers basiert immer auf den persönlichen Empfindungen und Vorlieben, und es ist immer eine Momentaufnahme. Das Dampfen generell und der Geschmack im Speziellen sind vollkommen individuell, und so sollte man keinesfalls den Kauf (oder Nichtkauf) eines Gerätes von einem Review abhängig machen – auch wenn sich der Schreiberling noch so große Mühe gibt. 😉

Der SQuape A[rise] von Stattqualm
SQuape A[rise] von Stattqualm
Maße: 24 mm Durchmesser, Höhe 40mm (ohne Driptip)
Füllvoumen: 4ml
Material: Edelstahl, PSU (Tank), Aluminium emataliert, eloxiert (Deck, Kamin, Closing Ring)
Preis: 169,- € (inkl. 19% MwSt)

 

The Beauty and the Beast

Der Simurg hat etwas geschafft, was noch keinem Gerät vorher gelungen ist: Ich nutze ihn bereits seit über drei Monaten als Mesh-Verdampfer! Nun erschien der neue Batch, und ich konnte einfach nicht anders, als mir einen zweiten zu kaufen um ihn als Dualcoiler betreiben zu können. Und obwohl ich eher ein Freund der klassischen Edelstahl-Optik bin musste dieser zweite einfach in schwarz sein.

Gestatten: The Beauty and the Beast.

The Beauty (links) und the Beast (rechts)

The Beauty: Simurg 1 mit dem 1.5er Mesh-Deck, 300er Edelstahl-Mesh, 0.2 Ohm, 55 Watt, vier Dochte.
The Beast: Black Simurg mit Multideck, Dual-Coil (Framed Staple, NiChr), 0,1 Ohm, 75 Watt, sechs Dochte.

Einmal Mesh, einmal Coils

Beide Schönheiten wurden mit der 26er-Epsilon-Base und dem Tankshield “Star” aufgehübscht. Und bei ihrer Größe brauchen sie natürlich auch adäquates Schuhwerk:

Dampferträume

The Beauty sitzt auf der SX Mini T-Class, the Beast auf der Vapefly Kriemhild-Box.

So, und bevor ich jetzt am geplanten Beitrag zu den Veränderungen von der Version 1 zur Version 1.5 weiterschreibe werden erst mal ein paar kräftige Wolken geschoben… 😀

Imist Simurg – ein Multitalent

Eigentlich ist der Imist Simurg ja so gar kein Verdampfer für mich: Zum einen stehe ich mit Topcoilern gerne mal auf Kriegsfuß, zum anderen haben mich Mesh-Verdampfer nie dauerhaft fesseln können. Trotzdem hat er mich von Anfang an gereizt, was sicher auch an der Flexibilität des Verdampfers liegt: Der Simurg kann sowohl mit Mesh als auch – mit optionalem Deck – mit klassischen Coils betrieben werden, und er soll auf DL genauso funktionieren wie auf MTL. Allerdings gehen Günther Zeller und Karl Hoebel von Eroltec noch einen Schritt weiter: Sie wollten mit ihrem ersten (!) Selbstwickler einen modularen Verdampfer auf den Markt bringen, der erweiterbar ist, bei dem einzelne Bauteile ausgetauscht werden können, und der auch noch in der Version 2 oder 3 mit dem Ur-Simurg kompatibel sein soll – Stichwort Nachhaltigkeit. In jedem Fall ein interessantes Projekt, und so habe ich mir eben doch ein Exemplar besorgt.

Der Imist Simurg von Eroltec

Als der Simurg dann endlich ankam war ich zuerst von den Ausmaßen der Verpackung, dann vom umfangreichen Zubehör und schließlich von der guten Verarbeitung geflasht. Okay, ein erster Batch hat immer noch kleine Macken, so war bei einigen Exemplaren das Befüllloch wohl nicht ausreichend entgratet, und auch die Schrauben für die Mesh-Aufnahme sind noch nicht ideal, aber bis auf diese Kleinigkeiten ist die Verarbeitung top!

Ich habe den Simurg jetzt seit gut zwei Wochen im Test – und zwar bislang ausschließlich im DL-Setting. MTL werde ich sicherlich auch noch ausprobieren, aber zum einen bin ich zur Zeit (typisch für den Sommer) fast ausschließlich mit recht offenem Zug unterwegs, zum anderen sehe ich den Simurg einfach nicht als MTL-Gerät. Aber ich lasse mich gerne eines Besseren belehren – im Winter dann. 😉

Die Optik

Über die Optik lässt sich immer streiten – so auch hier. Die Rändelung der Topcap gefällt manchen nicht, am Tankshield scheiden sich die Geister, und eine 26er Base wäre stimmiger als die jetzige, auf 25mm zulaufende.
Nun: Alternative Tankshields gab es bereits von Anfang an, eine 26er Base soll in Kürze erscheinen – über die endgültige Optik stimmt gerade die Community ab – und selbst eine alternative Topcap ist geplant. So kann man sich seinen Simurg auch optisch nach eigenem Geschmack zusammenstellen, wobei sich dann das Kleingeldfach natürlich auch ganz schnell leert.

Optik ist halt immer Geschmackssache, und ich habe schon deutlich hässlichere Verdampfer gesehen. Trotzdem habe ich meinem Simurg recht schnell ein neues Tankshield spendiert, ebenso ein anderes Driptip (mehr dazu weiter unten), und auch die 26er Base ist bereits vorbestellt.

Stefans Kombi: Simurg mit alternativem Tankshield “Star” auf einer SX Mini G-CLass

Im Übrigen sollte man große Verdampfer schon mögen – als dezent oder filigran kann man das Geschoss nun wirklich nicht bezeichnen – und auch einen adäquaten Akkuträger mit mindestens 25mm Aufnahme sein Eigen nennen.

Das Zubehör

Das Zubehör des Simurg sucht seinesgleichen: Ersatz-O-Ringe sind ja überall Standard, Ersatzgläser meist ebenso. Auch einen Schraubendreher bekommen die meisten Selbstwickler beigelegt, in der Regel sollte man diesen allerdings direkt im Müll entsorgen zeitnah durch einen Markendreher ersetzen. Nicht so bei Eroltec, das beigelegte Tool ist recht hochwertig und auch nach häufiger Nutzung noch nicht durchgenudelt. Aber nicht genug damit: Eine MTL-Topcap und ein entsprechendes Driptip sind bereits im Paket enthalten, dazu je zwei vorgeschnittene Mesh-Streifen für MTL und DL (eat this, GSV!), außerdem zwei weitere Dochte, Stopfen für die nichtgenutzten Dochtlöcher und eine transparente “Baseprotection-Disc”, auf deutsch Unterlegscheibe, zum Schutz des Akkuträgers. Mehr geht nicht!

Das umfangreiche Zubehör

Nun endlich: Die Praxis

Beginnen wir mit der Mesh-Variante. Hier muss als Referenz der Gevolution² von German Stil Vapor herhalten, der absolute König beim Geschmack unter den Mesh-Verdampfern. Und um es gleich vorweg zu nehmen: Er bleibt auch der König!

Allerdings hat der Simurg dem Gevolution² ein paar Dinge voraus:
Das Anbringen des Meshstreifens klappt innerhalb weniger Sekunden, und zwar ohne das halbe Deck auseinander zu bauen. Das Verlegen der Watte ist ein Kinderspiel, welches ganz ohne Friseurausbildung zu meistern ist, zumal die Wattetaschen riesig sind. Die Befüllung funktioniert perfekt mit sämtlichen gängigen Flaschen. Das Fassungsvermögen ist mit 8,5 bis 11,5ml um ein Vielfaches höher, und der Nachfluss ist, selbst mit vier Dochten, sensationell.

In Sekunden erledigt: Das Anbringen von Mesh und Watte

Der Geschmack

Mesh-Verdampfer dampfen sich anders, und sie schmecken auch anders als klassische Coil-Verdampfer – ist einfach so, und das muss man wissen. Ihre Stärke entfalten sie in erster Linie bei leicht frischen oder süßen Liquids – extrem vielschichtige, nuancenreiche Aromen hingegen mögen doch eher klassische Coils.

Wie bei jedem neuen Verdampfer muss man auch hier erst mal spielen: Welches Mesh nehme ich? Welche Watte – und wie viel? Wie dicht wird sie verlegt? All dies trägt zum Finden des eigenen Sweetpoints bei, und das Experimentieren lohnt sich! Zum Glück ist das Anbringen der “Wicklung” beim Simurg spielend einfach, man muss natürlich immer gut drauf achten, dass wirklich jeder Millimeter des Mesh-Streifens gut mit Watte bedeckt ist, Hotspots in einem Mesh-Verdampfer sind extrem ekelig.

Watte schön fluffig in die Taschen verlegen

Nach einigen Versuchen habe ich mit 300er Edelstahl-Mesh und sehr ausgedünnter, fluffig verlegter Watte mein absolutes Lieblings-Setting gefunden. 0,2 Ohm, 55 Watt, die Airflow nicht ganz geöffnet – so erreicht der Simurg mit meinen derzeitigen, frisch-süßen Favoriten (Eiskaffeenchen von Nebelfee und Berry Marmalade von 5 Elements) geschmacklich fast den Gevolution² – und das ist ein riesiges Kompliment!

Simurg oder Gevolution²?

Der Gevolution² ist etwas besonderes und geschmacklich mit das Beste, das ich bislang gedampft habe. Es ist ein Gerät für Vape-Nerds, für Leute, die ihren Verdampfer lieben, ihn hätscheln, und die ein wenig mehr Aufwand gerne in Kauf nehmen um auch den letzten Rest Geschmack raus zu kitzeln. Der Simurg ist eher was für Praktiker, für Leute, die einfach sehr lecker dampfen wollen und nicht basteln, die lieber mit einem weniger filigranen Gerät unterwegs sind, dafür weniger häufig nachfüllen wollen (und es doch ständig müssen).

Imist Simurg oder GSV Gevolution²?

Ich bin nun mal eher ein Praktiker, und da der Simurg geschmacklich sehr nahe an den Gevolution² ranreicht, ziehe ich persönlich den Herausforderer tatsächlich vor!

Der Simurg mit Coils

Optional ist für 30 Taler das Multi-Deck erhältlich – ein postless Coildeck für Single-, Dual- oder Triple-Coil. Das Wechseln des Decks ist innerhalb kürzester Zeit erledigt: Base abschrauben, Glas und Shield abziehen, zwei Schrauben lösen, die beiden Deck-Teile austauschen und danach wieder zusammenbauen.

Deckwechsel spielend einfach – vorne das Mesh-Deck, darüber das Multideck

Da ich, wie eingangs erwähnt, den Simurg eher als DL-Gerät sehe habe ich mich für eine Dual-Coil entschieden (Framed Staple, NiChr, 0,1 Ohm), also recht klassisch gehalten.

Bei komplett geöffneter Airflow und 90 bis 100 Watt wird es nach ein paar Zügen – wenig überraschend – doch ganz schön heiß an der Schnute. Der Nachfluss ist auch bei dieser Leistung hervorragend, lediglich auf dem letzten Milliliter sollte man den Dochten mal die Chance geben, nachzuziehen. Wer ihn mit höherer Leistung befeuern und auf Nummer sicher gehen will kann den Simurg auch mit sechs Dochten betreiben, dann stehen einen immerhin noch 8ml Fassungsvermögen zur Verfügung.

Multideck mit Dual-Coil und Blick auf die riesigen Wattetaschen

Nun darf man ein solch offenes Scheunentor natürlich geschmacklich nicht mit einem Single-Coiler mit gemäßigtem Luftzug – zum Beispiel dem von mir so geliebten und geschmacklich hervorragenden Taifun GT IV – vergleichen. Passende Vergleichsgeräte wären hier eher der Gelite² von German Stil Vapor, aber auch die Brunhilde von Vapefly.
Mein erster Eindruck war dann auch “solide”, schließt man die AFC ein wenig und zügelt die Leistung wird daraus ein “sehr solide”, und das ist durchaus als Kompliment zu verstehen.
Geschmacklich liegen alle drei Geräte für mich in etwa auf Augenhöhe, von der Verarbeitung (und auch beim Nachfluss) toppt der Simurg die Brunhilde allerdings deutlich – gut, er kostet auch das Dreifache. Der Gelite² ist noch mal eine andere Hausnummer, allein wegen der Materialstärke, da er aber nicht mehr produziert wird findet man im Simurg durchaus eine gute Alternative.

Braucht man das? Und – brauche ich das?

Wer einen gut verarbeiteten, flexiblen Topcoiler mit üppig Tankvolumen und ganz entspanntem Handling sucht ist beim Simurg gut aufgehoben, mit dem Coildeck zusammen liegen wir dann aber auch schon bei 160 Euro. Ist man bereit, diesen Betrag auszugeben, wird man es aber nicht bereuen. Wer den Simurg bereits besitzt und mit Coils experimentieren will hat sich das Multideck wahrscheinlich sowieso schon besorgt. 😉

Multideck mit Dualcoil und Wattierung.

Für mich wäre der “Coil-Simurg” eine Alternative zum Widowmaker. Mit dem bin ich zwar durchaus zufrieden, aber wie heißt es so schön: Besser geht immer, und allein von der Verarbeitung und vom Handling her ist der Simurg hier deutlich überlegen.
Der nächste Batch soll Stand jetzt im späten September Anfang Oktober erscheinen (wobei das nur, siehe Batch 1, eine geringe Aussagekraft hat), bis dahin werde ich den Simurg wieder als Mesher nutzen. Wenn er mich in den nächsten Wochen weiterhin so begeistert wird es wohl einen zweiten geben – das Coildeck habe ich ja schon. 😉

Und sonst so?

Da wäre natürlich zuerst der Anschaffungswiderstand zu nennen: 130 Euro ist schon eine Hausnummer! Die einzelnen Teile werden in Europa gefertigt, Zusammenbau und Endkontrolle finden in Deutschland statt. Die Verarbeitung ist insgesamt hervorragend, alles ist leichtgängig, das Gerät fühlt sich wertig an. Und ein Gevolution² schlägt immerhin mit 60€ mehr zu Buche.

Dann wäre da noch das Driptip, gerade bei High End-Verdampfern gerne mal ein Ärgernis. Das Simurg-Mundstück ist optisch keine Schönheit aber allemal ausreichend, mir ist es lediglich ein wenig zu kurz – ja, Topcoiler werden heiß, Mesh-Topcoiler noch heißer. Zwar handelt es sich hier um einen 810er-Standard-Anschluss (yeah!), allerdings ist das Original-Driptip optisch genau der zulaufenden Topcap angepasst – man kann es zwar auswechseln, muss dann allerdings unter Umständen optische Einbußen hinnehmen. Ich habe mir jetzt – ein Tipp aus der Community – das Driptip “Hydra” von Steampipes gegönnt, gehe aber davon aus, dass Eroltec in absehbarer Zeit noch weitere passende Driptips anbietet.

Licht und Schatten: Original-Driptip etwas kurz, dafür Befüllmechanismus perfekt

Ein wahres Highlight ist der Befüllmechanismus! Sidefilling kennt man ja schon von anderen Topcoilern, hier wurde noch ein Schritt weiter gedacht: Durch kleine Einkerbungen gibt es Rastpunkte, so dass man quasi blind die richtige Stellung des Shields findet. Abgesehen davon sind die Befüll-Öffnungen auch für ältere Chubby-Flaschen groß genug – hier macht das Befüllen Spaß. Muss es auch, weil…

Ja, natürlich säuft der Simurg wie ein Loch, aber es handelt sich nun mal um einen Mesh-Verdampfer, und die Dinger sind eben extrem durstig – weshalb einen die einfache Befüllung natürlich umso mehr erfreut. Und bevor die Coil-Fraktion jetzt hämisch grinst – keine Sorge, als Dualcoiler säuft er genauso. 😉

Und, Kaufempfehlung?

Ja, wenn du einen flexiblen Topcoiler suchst und dich die typische Hitzeentwicklung nicht stört. Ja, wenn du auf große Verdampfer mit viel Tankvolumen stehst. Ja, wenn du eher einen offenen Zug liebst. Ja, wenn du Mesh-Verdampfer (und eher süße Liquids) magst.

Nein, wenn du sparsam mit deinem Liquid umgehen möchtest. Nicht zwingend, wenn der Gevolution² bereits dein absoluter Lieblingsverdampfer ist. Eher nicht, wenn du auf straffen MTL-Zug stehst, da gibt es ausreichend Alternativen.

Simurg auf einer Coldsteel 200, einer Dani 21700 und auf einer Lostvape Paranormal

Fazit

Die Jungs von Eroltec haben mit dem Simurg einen richtig guten Verdampfer herausgebracht – meine hohen Erwartungen jedenfalls wurden bislang erfüllt, wenn nicht gar übertroffen. Wie er sich auf Dauer schlägt – und ob ich diesmal länger als ein paar Wochen beim Mesh bleibe – wird die Zeit zeigen. In jedem Fall ist der Simurg mit seinem modularen Aufbau – und der damit verbundenen Nachhaltigkeit – ein durchaus interessantes Projekt, das es wert ist, weiter verfolgt zu werden.

Ein Simurg am Ostseestrand

Für dieses Review waren erforderlich: Mehrere Deckwechsel, diverse neue Wicklungen, 300ml diverser Liquids, ca. 4 Liter Kaffee, 7 Fotoshootings mit insgesamt knapp 300 Fotos – und unendlich viele Stunden voller Dampfspaß.
Wem ein geschriebenes Review zu wenig (oder wer mit einem so langen Text überfordert) ist: Freunde der Bewegtbilder kommen unter anderem bei Dampfwolke7 auf ihre Kosten.

Imist Simurg von Eroltec
Höhe: 67mm
Durchmesser: 26mm (Base 25mm)
Gewicht: 100g
Füllvolumen: 8,5 bis 11,5ml, je nach Anzahl der verbauten Dochte
810er Widebore-Driptip (DL) und 510er-Driptip (MTL)
Bislang ausschließlich in der Edelstahl-Version erhältlich, schwarz soll Ende des Jahres folgen, DLC-Beschichtung ist geplant.
Preis: 129,95 €

The Torpedo has landet

Er sollte eigentlich Anfang Juni erscheinen. Dann Mitte Juni. Dann zum 1. Juli. Zum 20.Juli dann aber ganz bestimmt. Mit dem Imist Simurg verhält es sich ähnlich wie mit dem Berliner Großflughafen. Im Gegensatz zu diesem ist Eroltecs erster Selbstwickler aber nun endlich da:

Allerdings wurde beim Simurg – anders als beim Berliner Flughafen – die generell schon hohe Erwartungshaltung täglich ein bisschen größer.

Ob er sie erfüllen kann wird sich zeigen. Ich werde ihn auf Herz und Nieren Coil und Mesh testen…

…und berichten.