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R, X, E, N

“Der N[duro] ist der erste SQuape, der mich nicht sonderlich reizt” sagte ich ein paar Tage, nachdem Stattqualm die neueste Version des SQuape vorstellte. Je nun… jetzt bin ich seit gut zwei Wochen doch ein N[duro]-Besitzer, und zwar ein recht glücklicher!

SQuape N[duro] DL von Stattqualm
Aber befassen wir uns doch mal etwas ausführlicher mit dem neuesten Baby von Stattqualm. Wir fangen an mit der…

Optik:

Der SQuape Rs war mit seiner zeitlosen Eleganz und den kleinen “Viva-Fenstern” einer der schönsten Verdampfer aller Zeiten. Der E[motion] war der würdige Nachfolger, nicht nur im Punkt Geschmack oder des auch für Einsteiger geeigneten Wickeldecks, sondern vor allem mit seiner verspielten Optik, dem schlanken Erscheinungsbild und den farbigen Akzenten.

Tja, und dann kam ER:

Drei mal SQuape – zwei davon sind hübsch

SQuape N[duro]. Schlicht. Gedrungen. Mit einem völlig atypischen Maß, nämlich statt der traditionellen 22 nun 24mm. Mit extrem breiten Fenstern. Mit einem furchtbar billig aussehenden “Plastedriptip”. Mit hässlichen, sichtbaren Befüllöffnungen in der Topcap. Mit einem Wort: Gewöhnungsbedürftig. Und das soll wirklich ein SQuape sein? Also mal lieber weg vom Thema Optik, hin zur technischen Seite:

Der Closing-Mechanismus

Das 3-Lock-System kennen wir noch vom X[dream]. Sorgte es zu Beginn für Verzückung stellte sich der Bajonettverschluss im Alltag gerne mal als hakelig und siffunterstützend heraus, O-Ringe wurden gequetscht, und der kleine Spalt nervte den ein oder anderen SQuapianer gehörig. Nun wurde der Closing-Mechanismus deutlich verbessert: Durch einfaches, leichtgängiges Drehen des Tanks wird er wahlweise komplett geschlossen (Stellung 0), geschlossen und durch leichtes Ziehen von der Base abnehmbar (Stellung I) oder er befindet sich im “Vape-Modus”, bei dem sich zusätzlich die Luftöffnung regulieren lässt.

Der Closing-Mechanismus des N[duro]
Das Ganze funktioniert nun erfreulich einwandfrei, ist leichtgängig und mit das beste Verschlusssystem, das je an einem Verdampfer umgesetzt wurde. Chapeau!

Damit wären wir auch bei der Befüllung:

Schön sind sie nicht, die sofort erkennbaren Befüllöffnungen in der Topcap:

Befüllöffnungen in der Topcap – nicht schön, aber praktisch

So gar nicht Stattqualm, so überhaupt nicht elegant, eher Marke “Selfmade-Billigtank von 2017”. Aber: Selten war ein Tank leichter zu befüllen! Kein ewig langes Drehen der Liquidcontrol wie beim Kayfun, kein Endlosgewinde wie beim GT IV, sondern mit einem kurzen Dreh den Tank dichtmachen, einfach die Topcap um eine Vierteldrehung bewegen und schon kann man selbst aus nervigsten Chubby-Flaschen den Tank befüllen. Eleganz follows Function – nicht unbedingt schön, aber im Alltag extrem praktisch!

Machen wir weiter mit dem Deck:

In guter Tradition des R und des E ist auch der N[duro] ein Singlecoiler. Die Posts sind nun ein wenig anders positioniert, das Anbringen der Wicklung funktioniert aber ähnlich entspannt wie bei seinen Vorgängern: Coil mit Wickelhilfe auflegen, Draht innen oder außen an den Schrauben vorbeiführen, fixieren, fertig. Lobenswert sind die praktischen Führungsnasen neben den Schrauben und die Tatsache, dass man hier nicht auf ausgefallene Innensechskant sondern auf einfache Kreuzschlitzschrauben setzt!

Wie der ein oder andere hatte ich bei meinem DL-Modell anfangs immer wieder leichte Probleme mit dem Nachfluss, auch das immer extremere Ausdünnen der Watte half nicht wirklich. Seitdem ich recht schlanke Coils nutze und die an der Innenseite der Schrauben vorbeiführe scheint das Problem behoben, auch die Watte wird nicht mehr ausgedünnt sondern vor dem Verlegen in den Liquidtaschen einfach gut aufgeflufft:

SQuape N-DL – Becoilen und Wattieren

Extreme Monstercoils bekommt man in diesem Deck nicht unter, aber dazu ist der N[duro], auch in der DL-Version, einfach nicht gemacht, und bei der MTL-Version sind die Drähte ja in der Regel sowieso eher schlank.

Das Wichtigste – der Geschmack:

Hier knüpft der N[duro] nahtlos an seine Vorgänger, den SQuape R[eloaded] und den SQuape E[motion] an. Extremer Süßkram ist nicht die Domäne des N[duro], dafür nutze ich weiterhin den GT IV, aber fruchtige oder fruchtig-frische Liquids (zur Zeit das AIR von Sique Berlin) sind hier bestens aufgehoben. Ansonsten ist Geschmack nun mal eine ganz persönliche Sache – also heißt es ausprobieren. Enttäuscht wird man vom N[duro] sicherlich nicht.

SQuape-Kombis im Wandel der Zeit

DL oder MTL?

Erstmals bringt Stattqualm von einem Verdampfer direkt zwei Versionen raus – eine für Backehörnchen und eine für Lungenzieher. Die MTL-Fraktion kommt absolut auf ihre Kosten, der Zug ist sehr restriktiv, und auch fummeligste Kleinstwicklungen bekommt man problemlos in das Deck gepackt. Bei der DL-Version ist die Sache nicht ganz so einfach: Wer open draw erwartet wird enttäuscht sein, wer riesige Monstercoils verbauen will ebenso – aber wer so etwas möchte nimmt sich einen Gelite² oder wartet auf die Brunhilde. Wer aber einen extrem leckeren Singlecoiler mit leichtem Zug möchte, der findet im N[duro]DL einen perfekten neuen Freund.

Und damit wären wir auch schon beim Fazit:

Die Optik ist gewöhnungsbedürftig, und das Driptip wird sofort ersetzt. Ansonsten hat man ein wunderbares, technisch innovatives und ausgereiftes Gerät, geschmacklich auf absolutem Top-Niveau. Der Preis von 155 € ist im üblichen “High End aus Europa”-Bereich und völlig angemessen, und im Gegensatz zu manch anderem Highender ist in der Regel auch die Verfügbarkeit kein großes Problem. Warum sich Stattqualm für ein 24er-Maß entschieden hat wird wohl ihr dunkles Geheimnis bleiben; die meisten aktuellen Tubes – auch der Mecanic aus dem eigenen Hause – sind 25mm breit, und so wird der N[duro] halt ein “Boxenluder” sein.

Mit einem anderen Driptip und einem passenden Akkuträger sieht es gar nicht sooo schlecht aus

Macht aber auch nix, schließlich gibt es ausreichend schicke Boxen, auf denen der neue SQuape gut aussieht. Bei mir läuft er zur Zeit auf einer Geekvape Blade, die in meinen Augen optisch recht gut zu dem etwas gedrungenen und eher schlichten N[duro] passt, aber auch auf einer Dicodes Dani-Box oder dem SQuape Mecanic macht der neue Schweizer einen guten Eindruck.

Und brauche ich den jetzt?

Du hast schon den Vorgänger und bist weder Sammler noch vom HWV befallen? Nun, wenn du den E[motion] im Griff hast (Stichwort siffen) und mit der Befüllung klar kommst, dann nicht unbedingt – geschmacklich sehe ich beide auf einer Höhe. Du besitzt noch keinen SQuape, liebäugelst aber schon länger damit? Dann ja – geschmacklich sind die Schweizer sowieso göttlich, und der N[duro] ist der technisch ausgereifteste von ihnen. Und Sammler, HWV-Geschädigte und Fanboys stellen sich diese Frage erst gar nicht. 😉

Mich hat der SQuape N[duro] anfangs so gar nicht gereizt – jetzt könnte er sich als bester SQuape ever herausstellen…

SQuape N[duro] von Stattqualm, 24mm Durchmesser, Länge (ohne Driptip) 47,8mm, Gewicht 69g, 5ml Tankvolumen, 155,- €.

 

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Oldschool-Drippen mit dem BTD

Ich bin ja ein großer Fan des GT IV, dazu tröpfle ich mitunter sehr gerne. Wenn dann Smokerstore einen Tröpfler ankündigt, dessen Deck mehr oder weniger auf dem GT IV basiert, dann ist klar, dass ein solches Exemplar bald den Weg zu den Schnuten findet.

Wenn man dann endlich den Neuen aus der – eher unscheinbaren – Papprolle rausholt stellt man sich recht spontan die Frage “und wo ist jetzt der Rest?” 😉

Ja wo isser denn?

Der Taifun BTD ist klein. Sehr! Klein! 22mm Durchmesser (dazu gibt es allerdings einen Zierring auf 25mm) und gerade mal 26mm hoch – inklusive Driptip! Aber bekanntlich kommt es ja nicht auf die Größe an sondern auf den Geschmack.

Das Deck – ausreichend Platz, aber nicht für Monstercolis geeignet

Der BTD ist ein Singlecoil-Tröpfler, der, gemessen an seiner Größe, durchaus Platz für auch etwas dickere Coils bietet – für Monstercoils ist die Aufnahme allerdings nicht gemacht. Solche sind aber generell für dieses Gerät nicht geeignet, die Luftführung ist dazu viel zu zurückhaltend, und es würde auch deutlich zu heiß werden.

Vielmehr hat man beim BTD ein schönes Retro-Feeling: Kleines Deck, relativ kleine Coils, kleine Luftlöcher (2 x 1 oder 2 x 2, jeweils 2mm), wenig Leistung (ich befeure den Kleinen gerade mit 48 Watt bei 0,25 Ohm) – dafür aber einen richtig guten Geschmack! Ähnlich wie der GT IV hebt der BTD, jedenfalls in meinem momentanen Setting, sehr die süßen Noten, weshalb ich ihn gerade gerne mit entsprechenden Liquids (OJ von Psycho Bunny, Salted Caramel Machiato von Barista) betröpfel.

Driptip, Topcap, Base, Zierring

Der BTD kommt standardmäßig mit einem Squonkerpin an, aber da die Quetscherei nachwievor nicht mein Ding ist nutze ich ihn mit der mitgelieferten “normalen” Schraube als klassischen Tröpfler.

Ein kleines Minus gibt es für das Driptip: Es ist klein. Sehr, sehr klein – und zwar sowohl vom Durchmesser her als auch von der Länge. Nun kann man zwar auch andere Driptips nutzen, diese sollten allerdings nur eine sehr kurze Aufnahme haben, da man ansonsten schnell den Ultem-Isolator im Inneren der Topcap beschädigen kann.

Driptip, klein, Topcap mit Ultem-Isolator

So bleiben einem eigentlich nur die aus dem Hause Smokerstore angebotenen Alternativen, was ich persönlich schade finde. Allerdings passt das Driptip recht gut zum Rest des Gerätes – und verstärkt auch noch mal das leichte Retro-Feeling, das einem bei der Nutzung des BTD überkommt.

Etwas schwierig ist es, eine passende Stromquelle für den BTD zu finden – auf den meisten Boxen sieht der Kleine doch sehr verloren aus. Zur Zeit thront er auf meiner Steampunk Nano, aber über kurz oder lang werde ich wohl nach einem etwas kleineren Schuh Ausschau halten müssen.

Taifun BTD auf der Tesla Steampunk Nano

Fazit: Wer einen gut verarbeiteten Tröpfler sucht, der mehr Wert auf Geschmack als auf riesige Wolken legt, oder wer wieder ein bisschen “oldschooled” tröpfeln möchte, dem kann ich den BTD wärmstens empfehlen. Mir ist der “kleine Schieter” jedenfalls schon ans Herz gewachsen, dabei hat die Experimentierwut noch gar nicht richtig begonnen. 🙂

Taifun BTD, Smokerstore, 129 €

 

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Stilvoller Stilbruch

Es gibt Dampfkombis, die passen einfach – da stimmt sowohl optisch als auch von der Leistung und der (Preis)Klasse her alles, sie sind wie füreinander geschaffen. Und dann gibt es Kombis, bei denen ganz offensichtlich irgendwas nicht passt, die aber trotzdem stimmig aussehen. So etwas zum Beispiel:


SQuape E[motion] auf einem iStick Pico S – ein klassischer Schweizer Highend-Verdampfer auf einem eher futuristisch anmutenden chinesischen Akkuträger von der Stange, ein 22er Tank auf einem 25er Anschluss. Also alles in allem  ein klares No Go.

Und trotzdem ist diese Kombi stimmig: Sowohl farblich als auch von der Leistung und der Kapazität her passen diese beiden Geräte perfekt zueinander, die Kombi liegt angenehm in der Hand, und auch die Proportionen stimmen.

Es handelt sich also um einen klaren Stilbruch – allerdings mit Stil. 😉 Und da Schönheit bekanntlich sowieso im Auge des Betrachters liegt…

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Sicherer Halt

Tube-Kombis sind ja etwas Wunderschönes, haben allerdings einen großen Nachteil: Irgendwann muss man die Geräte abstellen. Ja, selbst wir Dauerdampfer können die Kombi nicht immer in der Hand bzw. am Mund halten – wie sollten wir denn sonst zum Beispiel unsere Blogbeiträge schreiben? 😉

Stellt man die Kombis aber auf den Tisch kippen sie extrem schnell um, legt man sie hin rollen sie gerne mal runter. Also musste eine Lösung her, und zum Glück gibt es liebe Dampfer, die nicht nur gute Ideen haben sondern auch handwerklich geschickt sind. So entstanden diese beiden Tube-Ständer:

Ja, wozu man alte Sachen, wie zum Beispiel Telefongabeln, doch immer wieder gebrauchen kann… 😉

Da es sich um Einzelstücke handelt gibt es auch diese wunderschönen Schmuckstücke leider nicht im Küstendampfer-Fanshop.

Einen ganz herzlichen Dank an Manu für die Idee und die tolle Umsetzung!

Finde für diesen Beitrag mal eine richtige Überschrift, wenn du Wortspielchen à la “wir haben einen Ständer” vermeiden willst. Auch nicht so einfach. 😉

 

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Der GT IV – ein ganz Süßer!

Seit geraumer Zeit ist er auf dem Markt, der Taifun GT IV von Smokerstore, aber erst seit Kurzem haben ihn die Schnuten auch für sich entdeckt. Zwar war Benedikts erster Selbstwickler ein GT, aber danach haben wir die Taifuns ein wenig aus den Augen verloren und uns den “Mitbewerbern” von Svoemesto und Stattqualm gewidmet. Nun aber, nach einer längeren “Probierphase”, hat der neueste Taifun auch den Weg zu uns gefunden.

Der GT IV kommt in einer eher drögen Papprolle daher und nicht so schick wie der BT, aber es kommt ja schließlich auf den Inhalt – besser gesagt den Geschmack – an, und da waren die Smokerstore-Produkte immer schon ganz weit oben. Erfreulicherweise stimmt jetzt auch beim Handling des Verdampfers alles – eine von außen stufenlos verstellbare Airflow-Control, eine ebenso von außen einstellbare Liquidcontrol, dazu Topfilling, wobei man beim Befüllen die Topcap gar nicht ganz abdrehen muss – es aber in der Regel trotzdem macht. 😉 Wie beim Taifun gewohnt ist der GT IV ein Singlecoiler, den man zwar auch – mit hintereinanderliegenden Wicklungen – mit Dualcoil betreiben kann, aber warum sollte man?

Das Design hat sich gegenüber den Vorgängern leicht verändert, der Verdampfer ist mit seinen Sichtschlitzen unverkennbar, aber sonderlich praktisch ist es nicht – zum Glück hat Smokerstore verschiedene Tankshields optional im Angebot. Stef hat sich für die “Alte Männer-Version” entschieden – sie gibt nicht nur den Blick auf die Glocke frei sondern auch auf den Füllstand, der so auch ohne Brille auf den ersten Blick erkennbar ist:

Geschmacklich spielt der GT IV ganz klar in der Championsleague mit, wobei ihm, typisch für Taifun, vor allem die süßen Liquids liegen – hier ist er eine Klasse für sich. Leider ist der Kleine eine ziemliche “Saufziege”, aber da er sich in wenigen Sekunden nachfüllen lässt kommt man im Alltag auch damit klar.

Natürlich benötigt ein solcher Verdampfer einen adäquaten “Schuh”, Stef hat sich für die SX Mini SL-Class entschieden (natürlich mit einem farblich passenden Dampfwürmchen), Benedikt befeuert ihn zur Zeit mit der SX Mini G-Class, wobei da wohl auch noch nicht das letzte Wort gesprochen ist. 😉

Der Preis für den GT IV liegt im gewohnten “High End aus Deutschland-Bereich”, genauer gesagt bei 149,- €, was unserer Meinung nach vollkommen gerechtfertigt ist. Die Verarbeitung ist hervorragend, lediglich die Liquidcontrol möchte erst ein wenig eingegroovt werden, da sie anfangs doch recht schwergängig ist.

Unser Fazit: Wer einen geschmacklich hervorragenden Singlecoiler sucht und dazu auf süße Liquids steht, der kann beim GT IV absolut nichts falsch machen. Wir jedenfalls sind schwer begeistert!

 

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Wenn Dampfer auf Reisen gehen…

Nach Ewigkeiten gehe ich mal wieder für ein paar Tage auf Reisen, und da ich nicht im Auto sondern mit Flugzeug und Bahn unterwegs bin stellt sich vorher die Frage: Was packe ich denn so ein? Weniger bei den Klamotten – zu dieser Jahreszeit hast du eh immer das Falsche dabei – oder der Musik – die Frage, welche deiner vielen Lieblings-CDs du mitnimmst stellt sich Dank MP3-Technologie nicht mehr – sondern natürlich das Dampf-Equipment betreffend. Nach kurzer Überlegung habe ich mich für folgende Geräte entschieden:

  • Kayfun 5² auf der Dicodes Dani 25 – eine meiner absoluten Lieblingskombis weil unheimlich lecker und zuverlässig. Bei 35 Watt komme ich mit einem 20700er Akku entspannt über den Tag, die Dampfentwicklung ist bei dem Setting moderat, und da ich seit Kurzem ein Holster für die Kombi habe ist sie nun auch perfekt für unterwegs. Die Frage nach dem Liquid stellt sich hier nicht, seit gefühlten Ewigkeiten dampfe ich hier drin das Dark Menthol von Tom Klark, mein absolutes Allday-Liquid. Frisch, nicht zu süß, geht einem nicht auf den Keks – einfach genial.
  • Taifun GT IV auf der SX Mini SL-Class. Zum einen habe ich die Kombi neu, zum anderen ist geschmacklich der GT IV mit das beste, das ich bislang gedampft habe! Im Gegensatz zur Dani/Kayfun-Kombi ist diese Kombination nichts für langes Unterwegssein – trotz Single-Coil ist der GT IV ein Liquidvernichter, und trotz moderaten 45 Watt muss ich bei der SL-Class den Akku häufiger wechseln (Yihi ist nun mal nicht Dicodes), aber die Kombi ist einfach klein und handlich, also perfekt für längere Reisen. Das mitgenommene Schmecklecker ist das Tom Sawyer Frucht von Tom Klark – zum einen dampft man sich daran einfach nicht satt, zum anderen ist es, da auf Sweetener und Koolada verzichtet wird, extrem watte- und coilschonend.

Und, last not least, benötige ich ein kleines Gerät mit sehr moderater Dampfentwicklung für die lange Zugfahrt zurück. Anderthalb Stunden ohne Dampf im Flieger sind ebenso wenig ein Problem wie zwei Stunden im ICE, aber auf der Rückfahrt sitze ich sechs Stunden im Intercity, und vielleicht wird es notwendig, sich dort mal ganz unauffällig einen kurzen Nikotinschub zu geben. Ursprünglich hatte ich meine zwei Jahre alte AIO wieder ausgegraben, aber zu Testzwecken haben wir uns vor Kurzem den neuen iStick Pico Baby kommen lassen – und noch kleiner kann man eine, zumindest halbwegs ernstzunehmende Dampfe, einfach nicht bauen:

Für meine Zwecke reichen sowohl 2ml Tankinhalt ebenso aus wie die 1050mAh des Akkus – jedenfalls wenn nicht wieder ein Unwetter kommt und der Zug für ein paar Stunden auf freier Strecke stehenbleibt… Die Nikotindosis im Liquid fällt dann etwas höher aus, 6mg/ml sollten für den kurzen Schub wohl ausreichend sein. 😉

Natürlich werde ich während der fünf Tage das ein oder andere Gerät und das ein oder andere derzeitige Lieblingsliquid vermissen – aber ich gebe zu, das ist dann Jammern auf ziemlich hohem Niveau. 😉

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Durchblick

Bei den meisten Tankverdampfern (RTAs) ist ein Glastank üblich – man will ja schließlich sehen, wie viel Liquid noch drin ist. Aber wieso ist das bei Tröpflern nicht auch Standard? Die Trinity-Glasscap für den DotDrip24 zeigt, es wäre möglich:

Schönes Mundgefühl, tolle Optik – jedenfalls solange man keine extremen Koolada- oder Sweetenerhaltige Liquids nutzt und nach wenigen Zügen Coil und Watte ein einziges, unappetitliches schwarzes Konglomerat bilden – und praktisch ist es obendrein.

Fazit: Gefällt!

 

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Es tröpfelt weiter…

Mittlerweile drippe ich ja doch recht gerne, und da ist es normal, dass man immer mal neue Geräte testet, weil – vielleicht geht es ja noch ein bisschen besser und leckerer. Inzwischen haben also zwei weitere RDAs den Weg zu mir gefunden (einer lachte mich auf der Berliner Dampfermesse so an, den musste ich einfach adoptieren), und zwar der VGOD Pro Drip und der Dot24 von Dotmod. Beide deutlich teurer als mein bisheriger Lieblingsdripper, beide mit deutlich edlerer Optik, aber sind sie auch besser als der Troll?

Dotmod Dot24, Wotofo Troll RDA V2, VGOD Pro Drip (v.l.n.r.)

Wir wollten es wissen und haben alle drei Geräte mit der gleichen Coil (Fused Clapton 28GA*2+32GA) bestückt und mit mehreren, unterschiedlichen Liquids getestet – sowohl fruchtigen als auch mentholhaltigen, süßen und einer “Koolada-Bombe”. Um das Fazit vorweg zu nehmen: Alle drei schmecken hervorragend! Wie jeder normale Tankverdampfer betonen auch die RDAs unterschiedliche Noten anders oder stärker, wobei sich kein Tröpfler bei einer bestimmten Geschmacksgattung hervortat. Lediglich der VGOD wollte mehr Temperatur haben bis er so richtig in Fahrt kommt, aber geschmacklich liegen alle drei auf sehr hohem Niveau, und man kann, wenn man sich für einen entscheiden muss, also nichts falsch machen – jedenfalls was die Leckerheit betrifft.

Ein anderes Kriterium bei einem Tröpfler ist natürlich das Deck, und da unterscheidet sich der Dotmod doch deutlich von den anderen beiden:

Troll und VGOD mit Decks im Velocity-Stil, der Dotmod geht andere Wege.

Während der Troll und der VGOD mit einem klassischen Velocity-Deck daherkommen verfügt der Dot24 über ein “Backendeck”, wobei die beiden Backen von lediglich einer breiten Schraube fixiert bzw. geschlossen werden. Einerseits praktisch – benötigt man doch keinen besonderen Schraubendreher, und auch das mitgelieferte Tool ist zum Fixieren nicht unbedingt nötig (sieht aber schmuck aus), andererseits müssen beide Coils während des Anbringens irgendwie fixiert bzw. gehalten werden, was das Wickeln doch zumindest anfangs etwas komplizierter gestaltet. Aber wenn man einmal den Bogen raus hat…

Alle drei RDAs verfügen über ausreichend tiefe Wannen – wobei die des Troll am tiefsten ist – so dass man nach dem Drippen nicht nur zwei oder drei Züge nehmen kann. Bei allen ist das Tröpfeln ganz entspannt mittig durch das Driptip möglich, beim Dot24 wird das Liquid über die Schlitze der Schraube gleichmäßig auf die Watte verteilt. Interessanterweise habe ich bislang lediglich den Troll – ja, der mit der extrem tiefen Wanne – zum Auslaufen gebracht. Is klar.

Die Driptips entsprechen leider bei keinem der drei Geräte dem 810er-Standard sondern kommen mit eigenen Maßen daher, wobei beim Troll immerhin ein zweites, etwas schmaleres Driptip und ein 510er-Adapter mitgeliefert wird – beim Dot24 und beim Pro Drip heißt es: Entweder du magst das (in beiden Fällen recht kurze, aber angenehme) Driptip oder hast eben Pech gehabt.

Die Verarbeitung ist bei allen Geräten völlig in Ordnung, wobei hier der Troll sicher den ehrenvollen dritten Platz belegt. Dafür ist er der einzige, bei dem die Topcap mit drei statt zwei O-Ringen gehalten wird und bombenfest sitzt – mitunter zu fest, aber so besteht bei ihm nicht die Gefahr wie bei den anderen beiden, dass man beim Herausziehen aus der Tasche plötzlich nur die Topcap in der Hand hält.

Die Airflowcontrol lässt sich beim Troll gut, beim Dot24 rudimentär und beim ProDrip gar nicht einstellen, wobei alle Geräte über einen guten, offenen und auch angenehmen Durchzug verfügen – für Dampf satt ist also gesorgt. 😉

Troll V2 auf der Dovpo, VGOD Pro Drip auf ner anderen Dovpo, Dotmod Dot24 auf der Tesla Steampunk

Unser Fazit: Egal für welchen der drei Tröpfler man sich entscheidet, vom Geschmack und der Verarbeitung her kann man nichts falsch machen. Bedenkt man aber den extrem niedrigen Preis des Troll (unter 30 Euro!), dazu die größte Flexibilität beim Driptip und die angenehm tiefe Wanne, wäre er auf jeden Fall meine Empfehlung für diejenigen, die ins Tröpfeln einsteigen. Geschmacklich hervorragend, einfach zu wattieren und dazu sehr preiswert – besser geht’s nicht, da fällt auch das etwas altmodisch anmutende Design nicht ins Gewicht. Wer eine etwas bessere Verarbeitung haben möchte, mal ein etwas spezielleres Deck oder einfach nur mal “was Neues”, der holt sich eben den Dotmod oder den VGOD. Oder im Idealfall hat man alle drei zuhause stehen. 😉

 

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Intersteam 2018 – es macht sich!

Zum zweiten mal fand die Intersteam in Berlin statt, und natürlich wollten wir uns das nicht entgehen lassen.  Schnell wurde klar, es waren deutlich mehr Aussteller als im letzten Jahr vor Ort, und es herrschte eine wirklich angenehme Atmosphäre. Natürlich war das ganze wieder recht liquidlastig – wobei die Tendenz klar zu Shake and Vape-Systemen zu gehen scheint – und so gab es zwar wenig Hardware, aber dafür genug Leckerlies zum Entdecken.

Dass man am Samstag nur schwer an Softdrinks rankam, je nun, man lernt und deckt sich am zweiten Tag mit ausreichend Wasser ein, dafür war der Kaffee hervorragend. Einziges Manko auch in diesem Jahr: Wieder war die Musik dermaßen laut, dass man sein eigenes Wort – geschweige denn das Wort des Gegenüber – nicht verstand. Weniger – vor allem weniger laut – wäre da deutlich mehr!

Unser Fazit: Die Intersteam ist den Kinderschuhen entwachsen und scheint sich gerade, ob der lauten Musik, mitten in der Pubertät zu befinden. Uns hat der Aufenthalt dort jedenfalls gefallen, und wir freuen uns schon auf nächstes Jahr. Vielleicht ist die Messe ja dann gänzlich erwachsen geworden. 😉

 

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