Kölner Gericht erlaubt E-Zigaretten in Gaststätten

Kölner Gericht erlaubt E-Zigaretten in Gaststätten [SpOn]

Ein Kölner Gericht hat der Klage eines Gastwirts stattgegeben, der seinen Gästen E-Zigaretten nicht verbieten wollte. Den Richtern zufolge mangelt es an einer klaren Gesetzesregelung für die elektrischen Zigaretten.

So weit, so gut. Warum habe ich nur das dumme Gefühl, dass die “klare Gesetzgebung”, wenn sie denn dereinst kommt, nicht im Sinne der Dampfer ausfallen wird?

Das Ab-und-zu-Phänomen

Ganz ohne Kippe geht’s noch nicht – schrub ich vor knapp vier Wochen. Mittlerweile ist der Stand folgendermaßen: Nach wie vor überkommt mich ab und zu die Lust das Bedürfnis, eine richtige Kippe zu rauchen, und hin und wieder gehe ich diesem Bedürfnis sogar nach. Alle paar Tage steht dann der Stef auf dem Balkon, zieht genüsslich an der Selbstgedrehten, genießt diese wenigen Züge – und wendet sich dann mit knautschigem bis angewidertem Gesichtsausdruck von dem üblen Gestank wieder ab. Nein, ein Rückfall in Raucherzeiten ist mit dieser einen Kippe nicht eingetreten, bis das Bedürfnis das nächste mal auftaucht können einige Tage vergehen, und ich habe in dieser Zeit auch nicht das Gefühl, dass mir etwas fehlt. Aber eben hin und wieder…

So richtig kann ich den Grund für diese “Ab-und-zu-Gelüste” nicht einordnen. Macht Gelegenheit den Raucher? Eher nicht, mich reizt es zum Beispiel nicht im geringsten, wenn mir unterwegs ein Raucher eine Kippe anbietet. Auch können es kaum der Tabak oder sonstige, bei der Verbrennung entstehenden Stoffe sein, sonst wäre das Bedürfnis sicher häufiger da. Am Nikotin liegt es sowieso nicht, das ziehe ich mir ja bereits mit der Dampferei rein. Was also ist es dann? Vielleicht geht es auch um das ganze “Drumherum”, um das Ritual des Rauchens: Den entspannten (oder hektischen, oder genüsslichen) Zug. Vielleicht auch nach diesem Zug einfach nur entspannt da zu stehen und zuzusehen, wenn der Rauch den Mund verlässt und auf ne kleine Reise geschickt wird.

Dabei kann das alles die Dampferei – im Gegensatz zu anderen “Ersatzprodukten” wie Nikotinpflaster oder -kaugummi – bieten. Stinkt!Inklusive dem wohligen Gefühl in der Lunge und dem kratzigen im Hals, je nach Einstellung der Dampfmaschine. Den entspannten (hektischen, genüsslichen) Zug und den Dampf sowieso. Auch den Kontakt, den man nun mal unter Rauchern – in Raucherecken abgeschoben und böse vom Rest der Welt angeguckt – schneller bekommt, kann übrigens kein Nikotinpflaster ersetzen. Wenn man hingegen mit seiner Dampfe inmitten einiger Raucher steht und bestaunt wird, als hätte man Antennen auf dem Kopf und ne grüne Hautfarbe, kommt man doch recht schnell ins Gespräch. 😉

Auch in diversen Dampferforen fand ich für dieses Ab-und-zu-Verlangen bislang keine schlüssige Erklärung, allerdings bin ich wohl nicht der einzige Dampfer, bei dem dieses Phänomen auftritt. Wie auch immer und wie ebenfalls bereits geschrieben: Ich freue mich über jede Pyro, die ich nicht rauche. Und wenn mit der Zeit die Lust-Abstände länger werden soll’s mir dann auch recht sein. 😉

Reifeprozess

Die meisten Dampfer werden solche Situationen kennen: Da kommt man mit dem gerade im Laden getesteten, neuen Liquid nach Hause (alternativ: Der Pöstböte hat endlich die sehnsüchtig erwartete Bestellung geliefert oder man hat sich gerade, schön nach den Empfehlungen der Community, aus einem erlesenen Aroma ein Liquid gemischt), und dann – schmeckt das Zeug einfach nach nix. Oder, im besten Fall, zumindest längst nicht so gut wie das im Laden oder bei nem Dampferkumpel getestete. Oder, im schlechtesten Fall, ekelig. Enttäuscht wendet man sich wieder seinen Lieblingsliquids zu und lässt die neue Mischung, wahlweise im Verdampfer oder im Fläschchen, einfach stehen. Bis man ein paar Tage später denkt, so schlimm kann das doch gar nicht sein, nochmal probiert – und verwundert bis erfreut feststellt, dass es plötzlich schmeckt, und zwar genau so wie die Probe, von der man so begeistert war oder zumindest so gut, wie es die experimentierfreudige Community beschrieben hat. Was ist passiert?

Offensichtlich brauchen viele Liquids eine gewisse Zeit um ihren Geschmack so richtig zu entfalten. Manchmal sind es ein paar Stunden, häufiger ein paar Tage, und manchmal sogar noch länger. Wenn man das vorher weiß – gut, man muss dann nur noch entweder rechtzeitig bestellen bzw. mischen oder über die nötige Selbstdisziplin verfügen, das neue Liquid ein wenig stehen zu lassen.

Liquids

Dummerweise kann sich diese Reifung auch genau umgekehrt entwickeln: So war ich anfangs noch von einem Menthol- und einem Tabakliquid sehr angetan, und beide sind jetzt, vier bis sechs Wochen später, nicht mehr zu genießen. Nicht nur, dass sich der Geschmack an sich “verflüchtigt” hat, nein, auch der Nachgeschmack ist einfach nur “bäh”! Zum Glück scheint diese Art der (negativen) Entwicklung nur selten vorzukommen.

Natürlich muss man generell bedenken, dass der Geschmack zum Beispiel durch Mundtrockenheit (Merke: Viel dampfen = viel trinken!) beeinträchtigt oder durch die Vielzahl von unterschiedlichen Aromen zumindest temporär irritiert wird, außerdem verändert sich mitunter einfach der Geschmack eines Menschen. Das Thema “Reifung” wird in Dampferkreisen daher kontrovers diskutiert – und manche streiten diesen Reifeprozess ab. Dennoch habe ich – wie viele andere Dampfer auch – dieses Mysterium mehrfach erlebt: Manche Liquids reifen – die einen zum Vorteil, die anderen, zum Glück seltener, zum Nachteil – und andere eben gar nicht. Also: bei neuen Liquids vor dem endgültigen Urteil erst mal einen Langzeittest durchführen. 😉

Von Lobbyisten, Regulierungswahn und Aushöhlung der Meinungsfreiheit

Wenn regulierungswütige, dazu völlig ahnungslose EU-Politiker zusammen mit Tabak- und Apothekerlobbyisten und durchgeknallten Pseudo-Verbandshanseln dermaßen gegen den Willen der Verbraucher, also der Bürger handeln, dann muss ein weiterer Beitrag zum Thema Dampfen einfach sein. Wenn diese zusammengefrickelten Richtlinien nämlich verabschiedet werden ist es über kurz oder lang vorbei mit dem freien Dampfen!

Bevor ich hier viele Worte mache (die eh keiner liest) – den ganzen Irrsinn fasst Philgood in diesem Video sehr gut zusammen:

Was also tun? Engagierte Dampfer können sich an die EU-Abgeordneten ihres Bundeslandes wenden (lies hierzu: Wege aus dem Frust), auf jeden Fall aber die Petition der Initiative Freies Dampfen mitzeichnen – was übrigens nicht nur Dampfern vorbehalten bleibt sondern auch den lieben Stammlesern erlaubt ist, die ich hiermit ausdrücklich um Unterstützung bitte!

Provisorien in zeitloser Eleganz

Nach und nach findet sich beim Dampfen diverses Zubehör an, das adäquat untergebracht werden will. Natürlich haben bereits findige Menschen entsprechende Utensilien designt und bieten sie feil, allerdings nicht immer und unbedingt zu Schnäppchenpreisen. Und ebenso natürlich kann man sich auch vieles selber basteln – vorausgesetzt, man verfügt nicht über zwei linke Hände, die dazu ausschließlich mit Daumen gesegnet sind. Also, kein Geld, kein Basteltalent – da muss man eben altbewährte Küchen- und sonstige Utensilien zweckentfremden:

Um Liquids adäquat zu bunkern wären Setzkästen für Nippesfiguren oder Teebeutelkisten nicht verkehrt – vorausgesetzt, die Höhe stimmt, ich persönlich habe es lieber, wenn die Liquidfläschchen im verschlossenen Behälter ruhen. Bis ich so etwas mal wieder auf irgend nem Wühltisch finde behelfe ich mir mit einer ganz effen Plastedose:

LiquidboxZugegeben, hübsch ist anders, aber ich habe sowieso das dumme Gefühl, dass der Platz für die Liquidsammlung nicht mehr sonderlich lange ausreicht. 😉

Dann wäre da der ein oder andere Verdampfer, der auch auch eine Garage braucht – ich mag es einfach nicht, wenn die Dinger überall rumfliegen und vollstauben. Natürlich wäre ein Etui nicht verkehrt, in dem alle Verdampfer Platz haben – eines mit Reiß- oder sonstigem Verschluss und zum mitnehmen, am besten noch mit ein bisschen Platz für Ersatzcoils. Gut, Etui ist nicht, aber eine formschönes Plastikteil hilft auch hier:

VerdampferboxVielleicht könnte ich das Design ja ein wenig mit Prilblumenaufklebern aufpeppen. Gibt’s eigentlich heutzutage noch Prilblumenaufkleber?

Und schließlich die kompletten Dampfmaschinen: Ich mag es einfach, wenn die Dinger senkrecht stehen – sichtbar und griffbereit. Natürlich gibt es formschöne Ständer dafür, aber auch die haben einen gewissen Anschaffungswiderstand, weshalb ich mich für eine Alternative entschieden habe, nämlich Kerzenständer:

DampfständerKlappt nicht mit jedem Ständer, Schwerpunkt, Gewicht und Höhe des Kerzenhaltemöppels müssen stimmen, aber bei diesen beiden, schlicht gehaltenen (und damals spottbilligen) Teilen ist das der Fall.

Bleibt noch die Frage was man macht, wenn man unterwegs ist. Bei kleinen Spaziergängen steckt man sich die Dampfmaschine einfach in die Jackentasche (und packt vorsichtshalber noch einen Ersatzakku in die andere Tasche), und bei längeren Ausflügen hilft dieses herrliche “Travelset”:

Travelset für unterwegsAuf Dauer wird es hier wahrscheinlich auch mal etwas elegantere Lösungen geben, aber bei der momentan mauen Finanzlage wird das wenige Geld, das zum Dampfen bleibt, doch erst mal in neue Aromen oder Verdampfer gesteckt.

Dampfer-EquipmentUnd bekanntlich hält ja sowieso nichts so lange wie ein gutes Provisorium. 😉

Wochenende unter Dampf

Wenn die eine Schnute die andere besucht dreht sich seit geraumer Zeit alles vieles ums Thema Dampfen. Da wird sich ausgetauscht, erklärt, gezeigt, probiert, und das nicht nur zuhause, nein, man verbringt auch schon mal die ein oder andere (oder auch andere) Stunde im Dampfershop, guckt, plaudert, testet Liquids, simpelt fach und lässt letztendlich auch den ein oder anderen Euront im Laden liegen. Zusätzlich hatte Benedikt diesmal gefühlt 1000 Fläschchen in diversen Größen nebst Massen an Zubehör mitgebracht und fleißig Liquids gemischt. Damit werde ich demnähx auch beginnen – dies ist nicht nur um Längen kostengünstiger als sich immer fertige Liquids zu kaufen, man ist auch deutlich flexibler in der Zusammenstellung seines Lieblingsdampfstöffchens. Dass es in der heimischen Küche dabei mitunter aussieht wie im Hinterzimmer einer mittelgroßen Apotheke ist zu verschmerzen. 😉

mischen

Dieses Wochenende brachte unter anderem grünen Apfel, Ananas und Haselnuss in die Schnutschen Dampfer. Von den letzten beiden zeigen sich beide sehr angetan, an Benedikts Vanillepudding (!) scheiden sich allerdings die Geister Geschmäcker…

Auch gewickelt wurde am Wochenende! Nein, wir haben keinen Windelpupser aufgenommen, auch hier geht es ums Dampfen. Allerdings hat mir das Zusehen bei Benedikts Frickelarbeit wieder bestätigt, dass ich wohl nie zu den Selbstwicklern gehören sondern weiterhin brav die bereits fertigen Teile kaufen werde. Ist besser für alle, vor allem für die Ohren der Nachbarn mein Nervenkostüm. 😉

Die WickeleiNun mag ob der Anmerkungen oder Fotos der ein oder andere unbedarfte Nichtdampfer vielleicht denken, dass wir hier die totalen Dampfer-Nerds seien. Ich kann versichern: Es gibt Dampfer, die sind um Längen nerdiger als wir, also zumindest als ich! Aber ich bemühe mich natürlich, den Abstand peu-à-peu zu verringern… 😉

Was dampft denn da?

Wenn man, was selten genug vorkommt, Dampfern in freier Wildbahn begegnet fragt man sich vielleicht, was die denn da eigentlich so verdampfen:

Die zu verdampfende Flüssigkeit wird Liquid genannt und besteht zumeist aus Propylenglykol, Glycerin, Lebensmittelaromen und zu geringen Teilen aus Wasser. Als Trägerflüssigkeit fungiert zum größten Teil Propylenglykol, welches als Lebensmittelzusatzstoff E 1520 zugelassen ist. Es sind Liquide mit Nikotin in verschiedener Stärke erhältlich, aber auch nikotinfreie und nicht aromatisierte Liquide. Der Dampf der Flüssigkeit erzeugt das sensorische Gefühl des Rauchens.

Der Nikotinanteil gebrauchsfertiger Liquide variiert dabei nach Angabe der Hersteller zwischen 0 und 18 Milligramm pro Milliliter. Liquide sind sowohl in sofort benutzbaren Kartuschen (englisch Cartridge), als auch in größeren Mengen zum Nachfüllen von Depots und Tanks, oder zum direkten Träufeln auf den Verdampfer erhältlich. [WikiPedia]

Liquids gibt es in den unterschiedlichsten “Geschmäckern”: Banane, Bratapfel, Cassis, Chilli, Cubana Zigarre, Eierlikör, Glühwein, Gouda, Gummibärchen, Hustenbonbon, Kaugummi, Knoblauch, Lakritz, Marshmellow, Marzipan, Nougat, Popcorn, Rotwein, Sanddorn, Schlumpfeis, Spekulatius, Thunfischpizza, Tiramisu, Tomate, Vanillepudding, Waldmeister-Wackelpeter… Einige davon möchte man wahrscheinlich gar nicht ausprobieren. Hm, vielleicht sollte ich mal ne Sammlung der grauseligsten Sorten aufstellen…

Nachdem ich mir letztens drei Liquids bestellt hatte (Kaffee – mein absoluter Favorit, Maxx Tabak – belangloser als belanglos, Menthol – knallt herrlich durch) wurde ich nun zu Weihnachten von Benedikt noch mal mit einem ganzen Schwung dieser Aromen bedacht: Himbeer-Menthol (überraschend lecker), Lebkuchen (jo, nicht gerade schlecht, aber…), Erdnuss (kein “Dauerliquid”, aber für den “Flash ab und zu” genial), Orange-Creamsicle (das in Ansätzen wirklich eine kleine Ähnlichkeit mit Langneses Split aufweist), Erdbeer-Menthol (noch nicht getestet) und einem “Überraschungsaroma”, das ich bislang noch nicht so ganz zuordnen konnte.

liquids1

Mein momentaner Favorit neben Kaffee ist nachwievor Limette, wobei ich auch von der Himbeer-Mischung sehr angetan bin.

Und seit Weihnachten kann ich die Liquids sogar mit etwas größeren Verdampfern verkasematuckeln, nämlich einem Kanger Mini T3S und einem Kanger Protank II, die beide von den bisherigen eGo-Akkus befeuert werden.

verdampfer

Wobei ich die ganz dumme Befürchtung habe, mir in absehbarer Zeit doch mal etwas leistungsstärkere Akkuträger besorgen zu müssen. Ja, der Virus greift um sich… 😉

Ganz ohne geht’s (noch) nicht

Seit knapp drei Wochen dampfe ich jetzt, und das Hauptziel ist es natürlich, vom Tabakrauchen wegzukommen. Wie bereits geschrieben ist das nicht ganz so leicht, offensichtlich nicht nur für mich – in Umfragen in diversen Dampferforen zeigt sich, dass ungefähr 20% aller Dampfer nicht vom Tabak loskommen. Ich war zwar bereits vorher kein starker Raucher und habe meinen geringen Konsum noch mal reduziert, aber ein oder zwei kleine Selbstgedrehte am Tag müssen nach wie vor sein. Nun gibt es zwar für Tabakjunkies Alternativen zum Zigaretterauchen wie Snus, smokeless tobacco, Schnupf- oder Kautabak, aber offengestanden interessiert mich keine davon auch nur ansatzweise. Was es genau ist, das mich vorerst nicht so ganz von den – geliebten und doch gehassten – Kippen loskommen lässt, weiß ich noch nicht genau, vielleicht ist es wirklich der Tabak, vielleicht aber auch die Art des Inhalierens oder auch nur das Ritual – Möglichkeiten gibt es viele. Ich werde im Laufe der Zeit mit weiteren Liquids, anderen Nikotindosen und vielleicht doch mal mit anderen Dampfmaschinen experimentieren, außerdem mal beobachten, in welchen Situationen es mich gelüstet zu rauchen. Wie auch immer – das Ziel bleibt weiterhin, von den stinkenden Glimmstengeln eines Tages völlig loszukommen. Ob – und vor allem wann – das nun klappt werden wir sehen, unter Druck setze ich mich jedenfalls nicht. Und zur Zeit freue ich mich einfach über jede Kippe, die ich nicht rauche…