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Nur eins ist sicher: Die Verunsicherung

Die Interessengemeinschaft E-Dampfen (IG-ED) äußert sich nun, allerdings recht zurückhaltend, zur Tabakrichtlinie. Ihr Fazit:

Insgesamt ist der Artikel 20 (ehemals 18A) der TPD2 ein Flickwerk, das den Mitgliedsstaaten einen Handlungsspielraum einräumt, der wahrscheinlich eher für Irritationen statt für Rechtssicherheit sorgen wird. Je nach jeweiliger Ländergesetzgebung werden mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Rechtsverfahren durch Händler und Konsumenten angestrengt werden. [Quelle]

Die Meinung der IG-ED, es hätte noch schlimmer kommen können, stößt zumindest in den Kommentaren auf Unverständnis. Auch der Aufruf

Auf alle Fälle ist der Ball jetzt wieder bei den Staaten – und bei uns Dampfern. Es erscheint sinnvoll, in nächster Zeit verstärkt aufzuklären, Abgeordnete zu sensibilisieren sowie Ärzte und Wissenschaftler pro Dampfen für unsere Sache zu gewinnen. [Quelle]

stößt eher auf Kritik: “Für das Recht kämpfen” und “Druck aufbauen” wird gefordert – wie dies allerdings aussehen soll, darüber schweigen die Kommentatoren.

Eine Möglichkeit ist die EFVI. Allerdings sind europaweit, aber auch in Deutschland, noch längst nicht so viele Mitzeichner zusammengekommen wie erforderlich:

Also, weitere Ideen für einen adäquaten, wirkungsvollen Protest? Wir sind dabei. Bis dahin gilt es aber weiterhin Stimmen zu sammeln, Präsenz zu zeigen und Überzeugungsarbeit zu leisten!

 

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Dampfertypen: Ich bin ein Dauernuckler

Als Raucher war es bei mir eigentlich immer das gleiche Ritual: Es wird mal wieder Zeit, der Körper – oder der Geist – schreien nach Nikotin, also Tabakbeutel schnappen, KippenkramsPyro drehen, ab auf den Balkon / ins Freie / in die Raucherecke, Kippe rauchen, wieder in die gute Stube, und warten auf den nächsten Schmachtanfall. Bei längeren Spaziergängen waren immer ausreichend Pyros vorgedreht, damit auch unterwegs der Schmacht befriedigt werden konnte, in Gesellschaft anderer Raucher wurde mal eine Kippe mehr geraucht, und wenn man genau wusste, die nächsten paar Stunden darfst du nicht quarzen (wer einmal mit dem Zug von Berlin nach Stuttgart fuhr weiß wovon ich spreche) wurde schon mal eine Kippe “auf Vorrat” inhaliert, aber ansonsten galt: Möglichst nur dann quarzen, wenn unbedingt nötig.

Beim Dampfen ist das anders: Da gehöre ich zur Fraktion der “Dauernuckler”. Zwar habe ich nicht ständig und pausenlos die Dampfe am Mund, aber griffbereit ist sie eigentlich immer. Auf diese Weise allzeit bereit besteht natürlich die Gefahr, über den Tag gesehen deutlich mehr Nikotin aufzunehmen als durch meine vorherige Qualmerei – aber zum Glück kann man ja die Nikotinstärke variieren: Vormittags dampfe ich in der Regel 12er-Nikotin – anscheinend braucht das Nikotin bei der Dampferei etwas länger bis es anschlägt – nachmittags tut’s auch ein Liquid mit 9er-Nic, und spätestens am Abend maximal eines mit 6 mg pro Mililiter – wobei ich nicht ausschließen will, irgendwann auch mal mit Nuller Nic zu experimentieren. Erfreulicherweise scheint auch mein Geschmackssinn zu dieser Vorgehensweise kompatibel zu sein, entsprechend stehen hier für die unterschiedlichen Tageszeiten diverse Verdampfer mit verschiedenen Nikotinstärken bereit und müssen lediglich ausgewechselt werden – und schon lässt es sich adäquat dampfen. 🙂

Neben den “Dauernucklern” gibt es natürlich auch noch diejenigen, die sich im gewohnten Rauchintervall ihre Dampfe schnappen, diese dann ganz bewusst nutzen, vier, fünf Züge nehmen und anschließend wieder im Ascher ausdrücken beiseite legen – und wahrscheinlich auch noch viele weitere “Dampfertypen”.

Und, zu welcher Sorte Dampfer gehörst du?

 

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Erste richtlinienkonforme Starterkits tauchen auf

Fast zeitgleich mit der Verabschiedung der Tabakproduktrichtlinie bringt Green Smoke ein E-Zig-Starterkit raus, das vollkommen den Anforderungen dieser Richtlinie entspricht – und lässt diese von Bloggern und anderen aktiven Internetusern bewerben. Erst Anfang Februar diesen Jahres hatte Altria, der Mutterkonzern von Marlboro, Green Smoke aufgekauft. Nun stellt sich natürlich die Frage: Wusste oder ahnte der Konzern, wie die Richtlinie letztlich aussieht und hat sich entsprechend rechtzeitig gewappnet? Oder haben die Konzerne – wie ja bereits von den einen gemunkelt, von den anderen als Verschwörungstheorie belächelt – den EU-Politikern die Richtlinie diktiert?

Die Schnuten sind sich nicht ganz einig, ob hinter der Frage eine Einflussnahme oder professionelle Markteinschätzung zu vermuten ist, aber letztlich muss sich jeder seine Meinung selbst bilden, und manchmal ist Wahrheit auch nicht ganz schwarz/weiß. Hill Billie ist jedenfalls ohne es zu bemerken auf einen “netten Werbezug” aufgesprungen, hatte in einem ersten Video dieses Einsteigerset noch gelobt, dieses Lob aber, nachdem er von den Hintergründen erfuhr, revidiert.

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Nach dem Schock die Ironie

Mit erfreulich schwarzem Humor reagiert die Dampferszene auf die skandalöse Entscheidung der EU-Politnasen, die Dampfe durch die neue Tabak(!)richtlinie zu Tode zu reglementieren. So berichtet das Steam DüfteTeam über Dampferhammer.de, der als erster Shop geltendes EU-Recht in die Tat umsetzt und Mach mal Dampf Duft zeigt uns, wie ein Review in Zukunft aussehen wird:

Garantiert wird uns auch weiterhin noch das ein oder andere Satirische wenigstens zum Schmunzeln bringen, auch wenn dem ein oder anderen das Lachen eher im Halse stecken bleiben möchte. Aber mal ganz ehrlich, ohne ausreichend – schwarzen – Humor wäre doch diese (Lobby-)Politik der EU kaum zu ertragen, oder? Weitere Fundstücke ironischer oder gar sarkastischer Natur dürfen gerne in den Kommentaren verlinkt werden.

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Abendgestaltung: What The Fog?!

Was macht der Dampfer am Samstag Abend? Natürlich sieht  er sich What The fog?! an und schaut PixelDemon und Iron Slayer beim Abkotzen Testen zu. 🙂

Abendgestaltung

Diesmal im Angebot unter anderem Jasmin, Maracuja, Eisapfel, Hasel- und Kokosnuss, Exotic Fresh und -Fruit, Waldfrucht, Mocca, Malaga und Pilze – dazu Omas Sessel und alberne Helme. Eine schöne Sendung, Jungs, und wenn ich für euch sogar mein geliebtes Aktuelles Sportstudio schwänze, dann ist das mehr als ein Ritterschlag. 😉

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FRIDA stellt EFVI-Handzettel zur Verteilung bereit

FRIDA, die Freie Initiative Dampfaktiv, stellt Handzettel mit Infos zum Manifest der EIFD (Europäische Initiative Freies Dampfen) zum kostenlosen Download bereit. Damit sollen auch diejenigen erreicht werden, die sich mit ihren Dampfen in der freien Wildbahn und nicht ausschließlich im Internet bewegen. 😉 Also, ausdrucken, kopieren und zu Freunden, Verwandten, Kollegen und an die Dampferstammtische mitnehmen!

Damit das Manifest erfolgreich wird benötigt die Initiative bis zum 25.11.2014 europaweit eine Million Stimmen, allein aus Deutschland 74.600.

Links: Zum Download | Zur Webseite der Initiative

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Pressesplitter (1)

Schweiz-Magazin: E-Zigaretten: Mit Volldampf voraus

Die Gefahren, die von E-Zigaretten ausgehen, sind noch nicht langfristig erforscht. Schon jetzt ist aber klar, dass es immens weniger gesundheitliche Probleme durch E-Zigaretten gibt. Auch das Passivdampfen ist defacto keine Gefahr. Während bei Zigarettenkonsum schädliche Stoffe in Tabakrauch aufgelöst werden – Teer etwa -, bleibt die E-Zigarette frei davon. Es gibt keine schwelende bis glimmende Verbrennung von Tabak oder anderen Pflanzen. Auch die Raumluft wird kaum dadurch belastet. Die gesundheitlichen Schäden wie Krebs- oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen können nicht auf das Dampfen oder Passivdsampfen von E-Zigaretten zurück geführt werden. Die Gefahr nikotinabhängig zu werden, ist bei einigen Gemüsen deutlich höher.

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Telepolis: Immer mehr Raucher steigen auf “Dampfen” um

Frankreich: Seit Frühjahr 2013 häufen sich die Umsteiger auf die e-Zigarette. Mit der e-Zigarette habe man zum ersten Mal ein Mittel gefunden, das schädlichen Effekte der klassischen Zigarette und damit auch Gesundheitsrisiken minimiert, wird der Lungenarzt, Mitglied der franzöischen „Liga gegen den Krebs“, von Le Monde wiedergegeben.

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TPD2 – und was nun?

Du uns auch, EUNun ist sie also verabschiedet worden, die neue Tabakproduktrichtlinie – zu unserem Leidwesen inklusive dem Artikel 18a. Auf die einzelnen Punkte dieser Richtlinie mag ich an dieser Stelle gar nicht eingehen, allein die Tatsache, dass die E-Zigarette, die ja nun mal absolut kein Tabakprodukt ist, darin vorkommt ist der eigentliche Skandal. Dass diese Richtlinie auf Druck der Pharma- und Tabaklobbyisten zustande kam und lediglich unter dem Deckmäntelchen der Besorgnis um die Gesundheit der Bürger verabschiedet wurde mutmaße nicht nur ich. Gesundheit hin, Jugendschutz her – letztendlich wird das Volk für unmündig und dumm erklärt. Dass unter Umständen auch die freie Berichterstattung über das Dampfen nicht mehr erlaubt sein könnte passt dazu.

Was bedeutet aber nun diese Richtlinie für uns Dampfer? Erst mal nix – könnte man sagen. Im Mai wird die TPD wohl endgültig in Kraft treten, dann haben die Mitgliedstaaten zwei Jahre Zeit, diese Richtlinie in nationale Gesetzgebung zu pressen. Erst dann werden wir wohl sehen, was die Richtlinie für uns im Alltag wirklich bedeutet. Der Einfluss der Pharma- und der Tabaklobby hierzulande dürfte, wie auch im EU-Parlament, kein geringer sein, weshalb wir uns wohl keine großen Hoffnungen machen brauchen, dass die deutsche Gesetzgebung die Vorgaben aus Brüssel nicht bis an die Grenzen ausschöpft.

Dennoch heißt es, bei aller verständlichen Wut oder auch Fassungslosigkeit, erst mal Ruhe bewahren. Panikkäufe dürften erst mal nicht notwendig sein, schließlich gibt es noch genug Händler, die – zumindest vorerst – ihre Preise stabil halten. Und irgend ein Weg, auch in Zukunft normal weiter zu dampfen, wird sich garantiert finden.

Wir lassen uns nicht aus der Ruhe bringen – aber eben auch nicht bevormunden! Und deshalb schön dran denken, wer noch nicht unterschrieben hat – es wird höchste Zeit!

Links: Pressemitteilung der EU-Kommission: Fragen & Antworten – Neue Regelungen für Tabakerzeugnisse, Artikel 20 der Tabakproduktrichtlinie, die E-Zigarette betreffende Teile in der deutschen Übersetzung auf De-Talk

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