Was dampft denn da?

Wenn man, was selten genug vorkommt, Dampfern in freier Wildbahn begegnet fragt man sich vielleicht, was die denn da eigentlich so verdampfen:

Die zu verdampfende Flüssigkeit wird Liquid genannt und besteht zumeist aus Propylenglykol, Glycerin, Lebensmittelaromen und zu geringen Teilen aus Wasser. Als Trägerflüssigkeit fungiert zum größten Teil Propylenglykol, welches als Lebensmittelzusatzstoff E 1520 zugelassen ist. Es sind Liquide mit Nikotin in verschiedener Stärke erhältlich, aber auch nikotinfreie und nicht aromatisierte Liquide. Der Dampf der Flüssigkeit erzeugt das sensorische Gefühl des Rauchens.

Der Nikotinanteil gebrauchsfertiger Liquide variiert dabei nach Angabe der Hersteller zwischen 0 und 18 Milligramm pro Milliliter. Liquide sind sowohl in sofort benutzbaren Kartuschen (englisch Cartridge), als auch in größeren Mengen zum Nachfüllen von Depots und Tanks, oder zum direkten Träufeln auf den Verdampfer erhältlich. [WikiPedia]

Liquids gibt es in den unterschiedlichsten “Geschmäckern”: Banane, Bratapfel, Cassis, Chilli, Cubana Zigarre, Eierlikör, Glühwein, Gouda, Gummibärchen, Hustenbonbon, Kaugummi, Knoblauch, Lakritz, Marshmellow, Marzipan, Nougat, Popcorn, Rotwein, Sanddorn, Schlumpfeis, Spekulatius, Thunfischpizza, Tiramisu, Tomate, Vanillepudding, Waldmeister-Wackelpeter… Einige davon möchte man wahrscheinlich gar nicht ausprobieren. Hm, vielleicht sollte ich mal ne Sammlung der grauseligsten Sorten aufstellen…

Nachdem ich mir letztens drei Liquids bestellt hatte (Kaffee – mein absoluter Favorit, Maxx Tabak – belangloser als belanglos, Menthol – knallt herrlich durch) wurde ich nun zu Weihnachten von Benedikt noch mal mit einem ganzen Schwung dieser Aromen bedacht: Himbeer-Menthol (überraschend lecker), Lebkuchen (jo, nicht gerade schlecht, aber…), Erdnuss (kein “Dauerliquid”, aber für den “Flash ab und zu” genial), Orange-Creamsicle (das in Ansätzen wirklich eine kleine Ähnlichkeit mit Langneses Split aufweist), Erdbeer-Menthol (noch nicht getestet) und einem “Überraschungsaroma”, das ich bislang noch nicht so ganz zuordnen konnte.

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Mein momentaner Favorit neben Kaffee ist nachwievor Limette, wobei ich auch von der Himbeer-Mischung sehr angetan bin.

Und seit Weihnachten kann ich die Liquids sogar mit etwas größeren Verdampfern verkasematuckeln, nämlich einem Kanger Mini T3S und einem Kanger Protank II, die beide von den bisherigen eGo-Akkus befeuert werden.

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Wobei ich die ganz dumme Befürchtung habe, mir in absehbarer Zeit doch mal etwas leistungsstärkere Akkuträger besorgen zu müssen. Ja, der Virus greift um sich… 😉

Ganz ohne geht’s (noch) nicht

Seit knapp drei Wochen dampfe ich jetzt, und das Hauptziel ist es natürlich, vom Tabakrauchen wegzukommen. Wie bereits geschrieben ist das nicht ganz so leicht, offensichtlich nicht nur für mich – in Umfragen in diversen Dampferforen zeigt sich, dass ungefähr 20% aller Dampfer nicht vom Tabak loskommen. Ich war zwar bereits vorher kein starker Raucher und habe meinen geringen Konsum noch mal reduziert, aber ein oder zwei kleine Selbstgedrehte am Tag müssen nach wie vor sein. Nun gibt es zwar für Tabakjunkies Alternativen zum Zigaretterauchen wie Snus, smokeless tobacco, Schnupf- oder Kautabak, aber offengestanden interessiert mich keine davon auch nur ansatzweise. Was es genau ist, das mich vorerst nicht so ganz von den – geliebten und doch gehassten – Kippen loskommen lässt, weiß ich noch nicht genau, vielleicht ist es wirklich der Tabak, vielleicht aber auch die Art des Inhalierens oder auch nur das Ritual – Möglichkeiten gibt es viele. Ich werde im Laufe der Zeit mit weiteren Liquids, anderen Nikotindosen und vielleicht doch mal mit anderen Dampfmaschinen experimentieren, außerdem mal beobachten, in welchen Situationen es mich gelüstet zu rauchen. Wie auch immer – das Ziel bleibt weiterhin, von den stinkenden Glimmstengeln eines Tages völlig loszukommen. Ob – und vor allem wann – das nun klappt werden wir sehen, unter Druck setze ich mich jedenfalls nicht. Und zur Zeit freue ich mich einfach über jede Kippe, die ich nicht rauche…

Schnuten unter Dampf (oder: wie alles begann)

Der Raucher heutzutage ist eine doppelt arme Sau: Nicht nur, dass er von seiner Nikotinsucht geplagt ist, nein, es wird ihm auch immer schwerer gemacht, dieser Plage am Ort seiner Wahl nachzugehen. Durch die Gesundheitsapostel mit ihren Hetzkampagnen steht ein Raucher mittlerweile im gesellschaftlichen Ansehen ungefähr auf der gleichen Stufe wie Bundespolitiker, Abmahnanwalt oder Blöd-Zeitungs-Reporter.

“Musst du halt mit dem Rauchen aufhören!” plärren da die Nichtraucher und, noch schlimmer,  die – mitunter militanten – Ex-Raucher. Wenn das so einfach wäre… Aber es gibt immerhin eine Möglichkeit seiner Nikotinsucht weiterhin nachzugehen ohne die weitaus gefährlicheren, bei der Verbrennung entstehenden Reststoffe einzuatmen, dazu noch ohne Belästigung von Nichtrauchern: Die E-Zigarette.

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Nun hatte ich mich bis dahin mit dem Thema noch nicht auseinander gesetzt und auch erst wenige “Dampfer” richtig wahrgenommen, aber der Benedikt befasst sich seit geraumer Zeit mit diesem Thema – und konnte bei meinem Besuchswochenende auch direkt missionarisch einwirken:

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Ich bin doch ziemlich auf den Geschmack gekommen, dampfe zur Zeit mit einem Einsteigerset, dem eGo-C von Joyetech. Damit lässt sich zwar weitaus weniger experimentieren als mit Benedikts iTaste SVD, aber als Einsteiger – bzw. Umsteiger – ist es mir erst mal wichtig, dass alles einwandfrei läuft ohne dass ich drei mal am Tag im Forum oder einem Video nach Problemlösungen suchen muss. Wobei ich nicht ausschließen will eines Tages auf ein etwas luxuriöseres Dampfgerät umzusteigen – allerdings werde ich wohl nie zu denen gehören, die aus der ganzen Sache eine Wissenschaft machen: Liquids selber mixen vielleicht wahrscheinlich, Selbstwickeln hingegen sicherlich nicht.

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Man kann übrigens bei der E-Zigarette nicht nur weniger ungesund und störend dampfen – sondern auch leckerer! Die Liquids gibt es in allen möglichen – und unmöglichen – Aromen: von Zimtbratapfel über Gouda, Käsekuchen, weiße Schokolade, Eierlikör bis hin zu Thunfisch! Manche Menschen können übrigens auch stundenlang Liquids testen und darüber berichten. Klar dass am letzten Wochenende auch ein wenig ausprobiert wurde – Stichwort Hexenküche – und wir dabei einige, vielleicht etwas exotisch klingende Mixturen verdampft haben wie Erdnuss-Pfirsich oder Butterscotch/Sahnebonbon. Mir persönlich sind die etwas “rauchigen” wie Tabak/Menthol dann doch lieber, wobei mein derzeitiger Favorit klar Limette ist.

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Nun sollte man nicht glauben, dass die Umgewöhnung vom Tabakrauchen auf das Dampfen einfach ist – ist es nämlich nicht! Eine Kippe zu rauchen knallt einfach besser, egal wie hoch der Nikotinanteil im Liquid ist – wobei ich bei einem Anteil von unter 9 Milligramm pro Milliliter direkt ne Schokoladenzigarette rauchen kann, das hätte die gleiche Wirkung. Vielleicht hängt es auch mit dem Ritual des Rauchens zusammen, das einem beim Dampfen fehlt, mal ganz abgesehen davon, dass man sich beim normalen Rauchen nicht ständig vergewissern muss ob Akku und Tank noch voll sind und man Ersatz dabei hat. Dennoch ist ein Umstieg sinnvoll, zum Einen weil deutlich gesünder weniger ungesund, zum Anderen schmeckt, einmal an die “Dampfmaschin” gewohnt, “richtiges Rauchen” einfach nur bäh – außerdem stinkt es! Über meinen (hoffentlichen) Erfolg des Umstiegs halte ich die geneigte Leserschaft natürlich auf dem Laufenden…

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