Tröpfeln – einer geht noch!

Nach mehreren vergeblichen Versuchen mit Tröpflern hatte ich mich eigentlich damit abgefunden, dass ich kein Tröpfler-Typ bin. Egal ob der Twisted Messes oder zuletzt der Cheetah – nach einigen Tagen stand das Ding schnell wieder in der Ecke, weil mir die ständige Dripperei einfach zu umständlich war.

Nun kamen aber gerade neue Sorten von Just Jam auf den Markt – herrlich süß, klebrig, und schwer lecker. Nur – zum einen verlieren diese Dessert-Liquids für mich schnell an Intensität, so dass ich spätestens nach der zweiten Tankfüllung was anderes brauche, zum anderen kann man bei dem Süßkram Coil und Watte im Tagesrhythmus wechseln, also denkbar ungeeignet für einen Tankverdampfer – ein Tröpfler ist nunmal ungleich schneller wieder startklar gemacht.

Tröpflerparade. Von links nach rechts: OBS Cheetah, Twisted Messes von Comvape, Wotofo Troll RDA V2, VandyVape Mesh RDA

Schnell also den Twisted Messes rausgekramt – und ebenso schnell wieder in die Vitrine zurück gepackt. Lecker ist er ja, aber inzwischen ist das Modell auch schon zwei Jahre alt, und der Anspruch sowohl an Geschmack als auch ans Gerät ist doch ein wenig gestiegen. Also mal ein wenig in unserem Sortiment umgeschaut – es hat schon Vorteile, wenn man einen Dampfershop betreibt – und den Troll geschnappt, der mittlerweile in der Version 2 vorliegt, und von dem unsere Kunden sehr begeistert sind. Tja, und seitdem hat es mich wieder gepackt!

Dann kam vor ein paar Tagen der Mesh RDA von VandyVape an. Aus Erfahrungen mit dem BT weiß ich, dass Mesh-Verdampfer für so Gichtkrallen und Wickellegastheniker wie mich genau das richtige sind, also warum nicht mal ausprobieren?

Der VandyVape Mesh RDA

Bei dem Gerät kann man wirklich von einem Rundumsorglos-Paket sprechen – schließlich sind nicht nur diverse Mesh-Streifen bereits dabei, auch ein Squonker-Pin fehlt nicht. Und wer irgendwann feststellt, dass er doch kein Mesh-Typ ist kann den RDA auch mit konventionellen Coils betreiben. Ich experimentiere zur Zeit noch kräftig, aber das erste Zwischenfazit lautet ganz klar: Schmeckt und macht Spaß!

Konventionell vs. Mesh: Troll (links) und VandyVape Mesh RDA (rechts)

Da ja seit geraumer Zeit auch bei Fertigliquids die Tendenz zu dickflüssigeren Basenzusammensetzungen geht, außerdem immer häufiger mit Sweetener (naja, wenn’s passt) oder Koolada (geht gar nicht!) gearbeitet wird – also allesamt Coil- und Wattekiller – wird die Tröpfelei an Bedeutung sicher wieder zunehmen. Und ja, über kurz oder lang werden wir uns auch mal mit dem Thema Squonker auseinandersetzen müssen.

Wie auch immer – in den letzten Tagen habe ich deutlich mehr getröpfelt als in den letzten fünf Jahren zusammen, mal sehen, ob der Spaß und das Interesse daran diesmal länger vorhält – ich bin da aber guter Dinge.

Die neuen Spaßmacher: VandyVape auf der GEN3, Troll auf der Fuchai 213 Plus

In diesem Fall muss für den Troll aber noch eine andere, etwas kürzere Box ins Haus. Das Auge dampft schließlich mit, und so ein kurzer Tröpfler auf einer Box im “Standard-Maß” sieht einfach mal gepflegt unpassend aus. Da ist die neue GEN3 von Wismec sowohl von den Proportionen als auch von der Laufzeit (3 Akkus) her schon ganz gut für einen Tröpfler geeignet, aber vielleicht geht es ja noch ein bisschen kompakter. Aber keine Sorge – kommt Zeit, kommt passende Box. 😉

 

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Driptips – einfach nur ein Mundstück?

“10 Euro für ein Mundstück? Die spinnen ja!” war mein erster Gedanke, als ich als Einsteiger in einem Berliner Dampfshop vor dem Driptip-Angebot stand.  Zehn Euro, das wäre ja mehr, als mein ganzer Verdampfer gekostet hat!

Nun, man ahnt, dass ich damals etwas schlichtere Geräte nutzte – und ich weiß, dass ich nicht der einzige Neudampfer mit dieser Reaktion bin. 😉

Irgendwann bin ich dann über meinen Schatten gesprungen und habe tatsächlich zwei Driptips gekauft, und für eines habe ich ganze 5 Euro ausgegeben!

Die ersten eigenen Driptips – damals mein ganzer Stolz!

Nun ja, diese beiden Driptips waren ihren Preis wert, mehr aber auch nicht. Dass man für wirklich gute Mundstücke etwas mehr investieren muss wurde aber spätestens klar, als die Geräte etwas mehr – und auch etwas kostenintensiver – und der Geschmack besser wurde. Bald war man nicht nur bereit, deutlich größere Beträge für ein Driptip auszugeben, sondern es entstand auch nach und nach eine kleine Driptip-Sammlung…

Es begann mit den Edelstahl-Driptips von Old Sam…

Fuzzi, Adam, Ben und Benny – die Old Sams

…aber bald wurde es farbenfroher und das Material lippenschmeichelnder, denn wir entdeckten die Dampfwürmchen:

Farbenfrohe Unikate aus Acryl – die Dampfwürmchen

Aber es gibt ja auch Geräte, die spezielle Driptips haben wollen wie der BT oder der Gelite – und auch da wurde man recht schnell fündig:

Spezialanfertigungen für den BT und den Gelite und dazwischen ein Allrounder

Mittlerweile wird eigentlich bei jedem neuen Gerät das Original-Mundstück sofort ausgetauscht – nicht nur, weil die eigenen einfach angenehmer sind, auch weil der Trend immer mehr zur Individualisierung geht.

Ach ja, braucht man wirklich andere, teurere und dann auch noch so viele Driptips? Naja, man braucht sie nicht unbedingt. Aber was heißt schon “brauchen”… 😉

 

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(G)Elite aus Hessen

Seit einem halben Jahr will ich ja schon ein paar Zeilen zum Gelite², dem aktuellen Verdampfer der kleinen hessischen Manufaktur German Stil Vapor, schreiben. Aber zum einen ist unser Zeitproblem immer noch nicht gelöst, zum anderen gibt es einfach Geräte, bei denen man hin und her überlegt, aber nie so die richtigen Worte zum Einstieg findet. So auch in diesem Fall, weshalb wir heute mal das Pferd von hinten aufzäumen:

Eigentlich ist der Gelite² ein “Unding”. Das fängt mit seinem Namen an – wie zum Geier spricht man das richtig aus? Dann passt er mit seinen 26mm Durchmesser und seiner wuchtigen Erscheinung nur auf ganz wenige Akkuträger – bei kleineren Boxen steht er über oder die Proportionen sind unstimmig. Die Verdampferkammer ist eigentlich viel zu groß, um richtig guten Geschmack herauszukitzeln. Er ist mit 200 € Anschaffungswiderstand einer der teuersten Verdampfer auf dem Markt und man bekommt ihn, da er nur in recht kleinen Batches gefertigt wird, nur mit viel Glück. Also eigentlich alles Gründe, sich dieses Gerät nicht zu kaufen. Warum machen es dann trotzdem so viele Leute?

Ganz einfach: Der Gelite² ist einer der geilsten Verdampfer überhaupt! Das fängt beim Material und vor allem der Materialstärke an – jedes einzelne Gerät wird gefühlt aus einem kompletten Stahlträger gedengelt. Das hat sein Gewicht, aber du weißt, selbst wenn das Ding aus Hüfthöhe auf den Boden fällt gehen höchstens die Fliesen kaputt. Auf dem Deck kann man so ziemlich alles an abgedrehten Coils anbringen was das Bastlerherz begehrt – oder man setzt einfach eine schlichte Dualcoil drauf. Die Befüllung über das Ventil ist absolut praktisch (jedenfalls solange man nicht die unsäglichen Flaschenverschlüsse nutzt, die gerade bei englischen Herstellern so in Mode sind), und völlig egal, ob man ihn mit Leistung satt in die Lunge zieht oder eher einen moderaten Zug möchte – das Ding schmeckt einfach hervorragend!

Nein, ein Schnäppchen ist der Gelite² nicht. Nicht nur der Anschaffungswiderstand des Verdampfers selbst ist üppig, man benötigt auch einen guten Akkuträger, bei dem Leistung und Proportionen passen. Wer es ungeregelt und ein bisschen größer mag nutzt den GSV-eigenen Tube, den Real Stil – vorausgesetzt er hatte Glück, eines der doch recht seltenen Exemplare zu ergattern. Ansonsten bleiben einem eigentlich nur eher preisintensive Akkuträger übrig – wie zum Beispiel die G-Class.

Der Hang zur Individualisierung macht natürlich auch vor GSV-Produkten nicht halt – das Standard-Driptip wird entweder mit einem aus der hauseigenen Kollektion oder mit individuelleren Versionen, zum Beispiel einem Dampfwürmchen aus Acryl, ersetzt. Oder man setzt einen farbigen Akzent, zum Beispiel mit den angebotenen Messing-Shields und Driptips. Und die neuen Tankshields, bei denen man endlich auch bei nicht optimalen Lichtverhältnissen sehen kann, wie viel Liquid noch im Tank ist, sind eigentlich Pflicht.

Fazit: Wer einen kleinen, schlanken Verdampfer sucht ist beim Gelite² ebenso raus wie jemand, der ausschließlich auf Backe dampft. Allen anderen kann ich dieses Schmuckstück nur wärmstens ans Herz legen, denn der Gelite² ist für mich das absolute Non-plus-ultra aller Verdampfer, die zur Zeit auf dem Markt sind. Und eine Augenweide obendrein!

Gelite² von German Stil Vapor, 199,90€ (gedreht) bis 214,90€ (poliert), erhältlich bei GSV direkt oder in ausgewählten Dampfshops. Die Verfügbarkeit ist reine Glückssache, also wenn man die Möglichkeit hat – zuschlagen!

 

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Dampferträume

Ein Dampfgerät besteht in der Regel aus einem Akkuträger und einem Verdampfer. Natürlich kann man jetzt sagen, es reicht beim Akkuträger vollkommen aus, dass er die notwendige Leistung ausgibt und dass die Kapazität ausreicht, schließlich muss das Ding nur Strom liefern, und Strom ist ja überall gleich.

Zum einen wissen wir aber, dass Letzteres so nicht stimmt – jedenfalls nicht gefühlt – und zum anderen besteht eine schöne Kombi eben aus mehr als aus der Summe der Geräte: Nicht nur, dass neben den oben genannten Kriterien auch die Proportionen und die Farbgebung stimmig sein sollte, eine Traumkombi muss einfach den gewissen Kick haben.

Bei dieser Kombi zum Beispiel sind sowohl Leistung als auch Kapazität der Stromquelle eher mäßig ausreichend, und auch die Proportionen stimmen nur so leidlich:

 

Anders ist es bei der folgenden Kombi – die wichtigen Parameter Leistung und Kapazität sind passend, die Proportionen sind stimmig und auch farblich harmoniert es zumindest einigermaßen:

Der Kick des Besonderen stellt sich hier allerdings nicht ein, sprich: Keine Traumkombi sondern einfach “nur” ein (guter) Verdampfer auf einer (ebenfalls guten) Box.

Eine perfekt aufeinander abgestimmte Kombi ist hingegen die folgende, wobei die Farbgebung hier sicherlich nicht jedermanns Geschmack trifft:

Trotzdem löst diese farbenfrohe Kombi ein häufiges “will auch!” aus und ist, auch ob des recht entspannten Preisgefüges, hier in der Region keine Seltenheit mehr. 😉

Absolut stimmig ist diese Kombination, weshalb es auch nicht verwundert, dass man sie so recht häufig sieht: Es passt einfach alles, was beim Gelite² vor allem bei den Proportionen – und der damit verbundenen Handlichkeit – gar nicht so einfach ist.

Zugegeben, der finanzielle Anschaffungswiderstand bei dieser Kombi ist üppig, aber das bringen manche Träume ja leider so mit sich.

Einerseits schwierig, andererseits auch dankbar sind die Kombinationen mit Tubes. Für alle, die seit höchstens zwei Jahren dampfen: Das sind diese langen, eigentlich ziemlich unpraktischen Röhren, die früher üblich waren und die man heute kaum noch findet.

Unsere absolute Traumkombi war die Dani V2 mit dem SQuape Rs – hier stimmte einfach alles, Understatement inklusive! Der Rs hat im Emotion mittlerweile einen würdigen Nachfolger gefunden, der sich in Kombination mit der Dani aber kaum hinter dem früheren König verstecken muss:

 

Sehr schön sind auch Tube-Kombinationen komplett aus Edelstahl, wie der Kayfun 5 (rechts) und der Kayfun Prime (links) auf der Dani – natürlich mit Old Sam-Driptips versehen. Allerdings empfiehlt es sich, Vollstahltanks im Temperaturmodus zu dampfen, dann ist der Geschmack, wenn der Tank leer ist – und das geht bei den 2ml im Prime recht schnell – wenigstens nicht ganz so “rustikal”. 😉

 

Und dann gibt es natürlich noch die Kombinationen, die von Hand veredelt wurden und nun wirkliche Schönheiten darstellen, und die eigentlich schon fast zu schön – und zu wertvoll – für die Alltagsnutzung sind:

 

Natürlich liegt Schönheit immer im Auge des Betrachters, außerdem sind die Geschmäcker ja bekanntlich verschieden, weshalb es sich über die Frage, ob es sich nun um eine Traumkombi handelt oder nicht, herrlich streiten lässt.

Wie sehen es denn unsere Leser? Wie sehen eure Traumkombis aus?

 

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Die Krone dem König

Natürlich benötigt man nicht unbedingt einen sündhaft teuren Selbstwickler um zu dampfen; man benötigt noch nicht mal unbedingt einen Selbstwickler. Der Cleito für Lungedampfer oder der Nautilus für Backehörnchen sind absolut leckere Fertigcoiler, mit denen das Dampfen richtig Spaß machen und auch lecker sein kann. Dennoch wird ein “richtiger Dampfernerd” Fertigcoiler nur in Ausnahmefällen dampfen, kommen sie doch von Geschmack, Verarbeitung und Flexibilität her nie ganz an einen guten Selbstwickler ran.

Auch beim Fertigcoiler, den wir heute vorstellen möchten, muss man Kompromisse machen: Es sind gerade mal zwei verschiedene Coils – 0.25 und 0.5 Ohm Edelstahl-Parallel-Coils – verfügbar, das Material ist eher dünn, und das Gewinde der Topcap läuft alles andere als butterweich, zumal das Abschrauben des Deckels zur Befüllung heutzutage schon nicht mehr State of the Art ist.

Aber: vom Geschmack her haben wir noch keinen Fertigcoilverdampfer gefunden, der ähnlich gut oder gar besser schmeckt, dafür schon viele Selbstwickler, die diesem Gerät deutlich unterlegen sind! Es handelt sich um das neueste Baby von Uwell, den Crown III. Die beiden Vorgänger, Crown I und II, bestachen schon durch guten Geschmack, waren allerdings hierzulande eher unbekannt, dazu waren sie, vor allem aber die Coils, nur schwierig zu bekommen. Mittlerweile hat sich der gute Geschmack aber wohl bei den Händlern rumgesprochen, immer mehr Shops führen den Crown III im Sortiment. Und das ist auch gut so.

Optisch ist der Crown eher schlicht und unauffällig – jedenfalls sofern man nicht die “Multicolor-Variante” nutzt. 😉 Fürs reine Backedampfen ist er kaum geeignet, ein absoluter Wolkenschieber ist er auch nicht. Aber er hat einen guten Zug, ist eher smooth, und kann vor allem geschmacklich absolut überzeugen!

Ich habe den Crown III jetzt seit vier Wochen im Dauereinsatz, das bevorzugte Setting ist die 0.5er Coil mit entspannten 72 Watt bei halb geöffneter Airflow. Und im Gegensatz zu allen bisherigen Fertigcoilern ist es keine Nutzung um des Testenwollens, sondern weil das Gerät einfach geil ist! Kein Blubbern, kein Siffen, keinerlei Nachflussprobleme, dafür eine gute, dichte Dampfentwicklung und ein absolut klarer, vielschichtiger, superguter Geschmack, den ich bislang nur bei perfekt gewickelten Highend-Verdampfern erlebt habe!

Natürlich ist der Liquidverbrauch üppig, das Driptip zu kurz und die Ersatzcoils mit fünf bis sechs Euro das Stück nicht gerade preiswert. Natürlich kommen Material und Verarbeitung nicht an SQuape, Gelite oder ähnliche Hochkaräter heran. Aber wer einfach Wert auf besten Geschmack legt benötigt nicht mehr zwangsläufig einen Selbstwickler sondern ist mit dem Crown III bestens bedient.

Uwell Crown III, Durchmesser 24,5mm (es gibt auch eine Miniversion mit 22,5mm), Fassungsvermögen 5ml, Preis ca. 40 Euro.

 

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Geile Boxenluder

Bei den Verdampfern gehen wir ja wenig Kompromisse ein – da müssen es einfach die besten sein, Selbstwickler aus europäischer Produktion wie der SQuape​ von Stattqualm, Kayfun von Svoemesto, Genius oder Gelite von GSV. Eine kleine Ausnahme ist der Crown 3 von Uwell, dazu die Tage aber mal mehr.

Etwas komplizierter gestaltet sich jedoch das Finden adäquater Akkuträger. Es gibt nur sehr wenige, die uns sowohl vom Chip als auch von der Verarbeitung her so überzeugen, dass wir den üppigen Preis, der für solche Geräte aufgerufen werden, bereit sind zu bezahlen. Eigentlich kommen da zur Zeit nur Akkuträger von Dicodes in Frage, allerdings sind diese in der Leistung eher zurückhaltend: 40 bis 60 Watt Ausgangsleistung sind zwar für Backedampfgeräte allemal ausreichend, aber wenn ein BT oder ein Gelite befeuert werden sollen ist das einfach zu wenig. Natürlich gibt es dann noch die Geräte mit DNA- oder Yihi-Chips, die die nötige Leistung bereit stellen, aber häufig überzeugt bei diesen Geräten die Verarbeitung nicht, und da hält sich die Bereitschaft, 200 Euro oder mehr auszugeben, in Grenzen. Glücklicherweise ist das aber auch gar nicht nötig – mittlerweile sind die Akkuträger von der “chinesischen Stange” in Verarbeitung, Zuverlässigkeit und Optik richtig, richtig gut!

Exemplarisch dafür drei Boxen, die wir schon seit einiger Zeit selbst nutzen:
Fuchai 213 plus, Wismec P218 und die Sigelei KAOS Spectrum. Alle werden von zwei 18650er Akkus gespeist und können bis knapp über 200 Watt ausgeben.

Von links: Sigelei KAOS, Wismec P218, Fuchai 213 Plus

Jede dieser Boxen hat so ihre speziellen Vorzüge in der Optik und Haptik: Die Fuchai ist mittlerweile schon ein Dauerbrenner, schlicht und doch elegant, seit der Plus-Version auch mit Farbdisplay, und einfach absolut zuverlässig. Die Wismec ist ein bisschen auffälliger, wirkt präsenter, der Feuertaster geht über die gesamte Seite (muss man halt mögen) und mit der Arcticfox-Software sind bei den Einstellungsmöglichkeiten und dem Display kaum Grenzen gesetzt. Die KAOS letztendlich ist eher die “jugendliche” Box – bei Bedarf auch in kunterbunt mit viel Leucht und Blink – und liegt durch ihre Rundungen sehr gut in der Hand. Außerdem sind das gut lesbare Farbdisplay und der große Feuertaster ein absoluter Pluspunkt.

Natürlich sind diese “Chinakracher” keine Produkte für die Ewigkeit, aber bei einem Preis zwischen 60 und 80 Euro erwarte ich das auch nicht. Die Fuchais laufen allerdings schon seit über einem Jahr im Dauerbetrieb, und weder am Lack noch an der Funktion gibt es bislang Verschleißerscheinungen.
Auf alle drei Boxen passen problemlos Verdampfer bis 26mm, wobei sie alle unter einem Gelite schon etwas verloren wirken. Wer Giga-Verdampfer wie zum Beispiel den Aromamizer Plus hat, der muss weiter suchen, aber für alle Tanks in Standardmaßen sind die Boxen absolut geeignet.

Sollten natürlich eines Tages deutsche Highend-Boxen mit adäquater Leistung auf den Markt kommen ist es nicht ausgeschlossen, dass davon auch eine oder zwei den Weg in unsere Sammlung finden. 😉 Bis dahin sind wir allerdings mit den jetzigen Boxen mehr als zufrieden.

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Dann eben nur Toast mit Ketchup

Für manchen Dampferfreak ist dies ein ziemlich teures Quartal, so auch für mich. Was müssen da aber auch drei Topgeräte in kürzester Zeit auf dem Markt erscheinen?

Es fing an mit dem Taifun BT – ein absoluter Muss-Kauf! Ein komplett neues System ist per se schon mal interessant, und wenn es dann noch für wickelfaule Menschen wie mich bestens geeignet ist… Nun, die Begeisterung für den BT hat nicht nachgelassen, im Gegenteil. Eigentlich bräuchte man allein zum Austesten aller Möglichkeiten noch einen zweiten, quasi als Spielwiese, aber da kamen ja “dummerweise” noch ein paar andere Geräte raus…

Kurz darauf erschien nämlich der zweite Batch des Gelite². Für mich kein unbedingter Pflichtkauf – auch wenn ich bislang der einzige im Laden war, der kein GSV-Produkt dampfte. Ich konnte das Gerät schon längerer Zeit bei unseren Jungs testen, und so war klar, dass der Gelite² für meine Settings deutlich besser geeignet ist als sein Vorgänger, der Genius², den ja Benedikt dampft. Erstes Zwischenfazit: Mit dem Gelite² kann man nicht nur üppig Wolken schieben, sondern man hat auch – bei moderateren Settings (zur Zeit eine Ribbon Dual-Coil mit 0.37 Ohm, befeuert mit schlanken 85 Watt) – einen hervorragenden Geschmacksverdampfer. Hin und wieder ist er eine kleine Zicke was den Nachfluss angeht, aber die Lernkurve bei einem solch komplexen Gerät ist nun mal etwas flacher, und das Problem(chen) scheine ich auch so langsam in den Griff zu bekommen.

Tja, und dann kündigte Stattqualm den SQuape Emotion an – quasi den Nachfolger meines ersten Selbstwicklers und besten Geschmacksverdampfers aller Zeiten. Damit war auch dieses Gerät ein “Muss-Kauf”, und bei einem solchen – die Dampferfreaks wissen es – kann man  keinesfalls bis zum zweiten Batch warten. 😉 Nun werden wir – versteht sich ja, dass beide Schnuten einen brauchten – den neuen SQuape erst mal auf Herz und Nieren Backe und Lunge testen, mal sehen, ob er den ersten Eindruck – ein ganz klares wow! – bestätigt.

Jetzt hoffe ich nur, dass ich nicht so schnell einen schönen Akkuträger für den Gelite² finde – der Boxer Mod ist lediglich ein Provisorium – ansonsten gibt es eben zwei Monate nur Toast mit Ketchup zu den Mahlzeiten… 😉

 

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Intersteam – aller Anfang ist schwer

Eine Dampfermesse direkt vor der Haustür – da sind wir natürlich dabei! Wobei die Haustüre dann auch 240 Kilometer entfernt liegt, weshalb wir beschlossen, entspannt am Samstag Abend anzureisen und die Messe nur am Sonntag zu besuchen, was – soviel schon mal vorab – auch vollkommen ausreichend war.

Die Location war passend gewählt – sie hat Flair, ist groß genug, und es ist mehr als angenehm, auch mal kurz draußen Luft schnappen und ein wenig den Blick auf die Spree genießen zu können.

Es waren relativ wenig Aussteller vertreten, aber eine Messe muss ja auch wachsen können. Kleine Modder oder Hardwareschmieden fehlten – der TPD2 geschuldet – leider, aber auch einige der “Großen” schienen lieber noch ein Jahr abwarten zu wollen. Immerhin gab es neben den “üblichen Verdächtigen” auch ein paar Aromenhersteller, die man bislang noch nicht kannte.

Ein bisschen verwundert waren wir ob des eher überschaubaren Besucherandrangs – wobei man auch bedenken muss, dass wir nur am Sonntag Nachmittag da waren. Dennoch: Entweder wurde die Messe (zu) schlecht beworben, oder Berlin ist eben doch eine Raucherstadt. Wobei es mittlerweile wesentlich mehr Shops in Berlin gibt als noch vor drei, vier Jahren – Potential für eine wachsende Dampfercommunity ist also vorhanden.

Die Kombination aus Wenig Ausstellern und wenig Besuchern brachte aber auch den Vorteil mit sich, dass man ohne Drängelei und Warten probieren und mit den Händlern ins Gespräch kommen konnte.

Ein großes Ärgernis war die extrem laute Musik – einige Aussteller hatten wohl den DJ in sich entdeckt. Entspannter war die Bühnenshow des Steamteams, was allerdings das Volk auch erst so richtig goutierte, als das Freibier die Giveaways in die Menge geschleudert wurden.

Unser Fazit:
Aller Anfang ist schwer, aber die Messe hat sicherlich Potential, und wir werden sehen, wie sich das ganze in den nächsten Jahren entwickelt. Wir wären 2018 auf jeden Fall wieder dabei, vielleicht dann mit etwas mehr Besuchern, mehr Ausstellern und einem dann ernst zu nehmenden B2B-Bereich.

 

 

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Alles anders – der Taifun BT

Lange bevor der Hype um den neuen Taifun BT so extrem wurde hatten wir uns jeder ein Exemplar vorbestellt. Schließlich klang die neue Art der “Wicklung”, nämlich Mesh statt normalen Heizdraht zu nutzen, mehr als interessant, und man wollte ja wissen, wie das so funktionieren würde. Abgesehen davon schien diese neue Methode gerade für wickelfaule Menschen – wie den Stef – die Erfüllung sämtlicher Dampferträume. 😉

Jetzt nutzen wir den BT seit knapp zwei Wochen und können ein erstes Fazit ziehen:

Alles anders!

Irgendwie ist beim BT alles anders als bei bisherigen Dampfgeräten: Statt eine Wicklung aus altbekanntem Draht mit pieseligen Schrauben auf dem Deck zu befestigen wird jetzt ein Edelstahlgeflecht in zwei Posts geklemmt; statt wie bislang vorsichtig die Watte durch die Wicklung zu ziehen und penibel zu verlegen wird jetzt einfach Watte hinein gestopft. Klingt sehr einfach, ist es auch – jedenfalls wenn man den Bogen – im wahrsten Sinne – erst mal raus hat. Aber: Selbst altgediente Dampfer, die schon tausende mal ihre Geräte gewickelt haben, fangen quasi bei null an! Zum Glück fand man schon sehr schnell diverse Videos mit Anleitungen und Tipps im Netz, und wer wirklich will, kann mit ein bisschen Training den BT mindestens so schnell dampfbereit bekommen wie jeden anderen Selbstwickler auch – wenn nicht gar deutlich schneller.

Meshung und Stopfung des BT

Wirklich alles anders!

Aber nicht nur die Art der Wicklung ist neu – eigentlich ist alles, wirklich alles anders! Die Range, in der man das Gerät betreiben kann, ist so groß wie nirgends (alles zwischen 70 und 250 Watt ist mit der selben Wicklung machbar); der Dampf ist ungewohnt kühl; je nach “Meshung” ist der Flash kaum spürbar – dafür der Nikotinkater am nächsten Tag um so mehr – und der Liquidverbrauch ist immens! Um auszuprobieren, wie lange man mit einer “Meshung und Stopfung” dampfen kann ohne sie erneuern zu müssen, reichte die bisherige Zeit nicht, aber angeblich soll man ja monatelang dampfen können ohne etwas austauschen zu müssen. Wir werden sehen – und berichten. 😉

Und im Alltag?

Im Alltag ist der BT bislang absolut zuverlässig – kein Siffen, kein Blubbern, kein Liquidabriss. Das Nachfüllen ist – bei dem Liquidverbrauch aber auch dringend nötig – ein Traum: Topcap ab, Flasche im Post ansetzen, fertig! Der Geschmack hängt auch beim BT von der “Meshung und Stopfung” ab: Mit der Stärke, Höhe und Weite des Meshs flasht der BT mehr oder weniger spürbar, wichtiger für den Geschmack ist allerdings die Menge der Watte: Wird zu heftig gestopft ist der Geschmack ein wenig flach, wenn die Watte “fluffig” verlegt ist schmeckt das Teil erstklassig.

Bleibt noch das Aussehen, das ja nun wirklich immer Geschmackssache ist. Unser erster Eindruck beim Betrachten der Fotos war “naja, etwas 2014, eben typisch Taifun”. Als wir das Gerät dann live sahen war klar, dass man eher von einer zeitlosen Eleganz sprechen kann, sowohl Größe als auch Bauart lassen den BT auf jedem Akkuträger gefällig aussehen.

Taifun BT auf Fuchai 213+, Noisy Cricket 2, Dicodes Dani Box

Alles anders – ist das jetzt gut oder schlecht?

Weder noch – anders ist einfach anders. Wer “schon immer so”, also herkömmlich wickelt und nichts Neues ausprobieren möchte, für den ist der BT halt nichts. Für Dampfer, die gerne mit den unterschiedlichsten Wicklungen experimentieren, wird er sicherlich auch nur mäßig interessant sein, da die Experimentiermöglichkeiten relativ übersichtlich sind. Ebenso wenig ist der BT für Backedampfer geeignet, und Menschen, die moderaten Liquidverbrauch bevorzugen, sollten sich das Gerät auch nicht zulegen.

Wer hingegen Neuem gegenüber aufgeschlossen ist, mal etwas völlig anderes dampfen möchte, gerne direkt auf Lunge zieht und trotzdem smoothen Flash mag, wen der eher üppige Liquidverbrauch nicht stört, der könnte mit dem Taifun BT sehr glücklich werden!

Probedampfen nach der neuen “Stopfung”: Läuft!

Uns persönlich macht der BT einfach großen Spaß, und zumindest beim Stef fühlen sich die anderen Dampfen gerade ein wenig vernachlässigt. Interessant wird es jetzt werden, ob dieses Prinzip von anderen Herstellern aufgegriffen wird – Dampfer experimentieren bereits jetzt, mal mehr, mal weniger erfolgreich, mit Meshwicklungen in anderen Geräten – oder ob dieses System einzigartig oder gar eine Eintagsfliege bleibt. Wir sind gespannt.

Jetzt freut sich zumindest einer der beiden Schnuten auf den Driptip-Adapter, und als Wunsch hätten wir dann noch die 15ml-Tankerweiterung. 😉

Diesmal nur an der Farbe des Akkuträgers (und des Liquids) zu unterscheiden: Die Schnuten-BTs

Momentan ist der Taifun BT überall vergriffen, der nächste Batch soll gerüchteweise Ende Juni erscheinen. Preis: 139,-€.

 

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