Die SVD – toller Akkuträger mit Macke

Die itaste SVD von der chinesischen Firma Innokin ist ein geregelter Akkuträger, der eigentlich alles bietet: Er ist teleskopierbar (kann also mit Akkugrößen von 18350 bis 18650 betrieben werden), verfügt über eine Variable Volt und Watt-Einstellbarkeit, kann den Widerstand des Verdampfers messen und mit Verdampfern ab 1 Ohm betrieben werden. Im Prinzip also all das, was ein – leicht fortgeschrittener – Dampfer so braucht. Das Aussehen ist natürlich Geschmackssache, aber mir gefällt mein “Steam Punk” ausgesprochen gut – auch wenn ich allein von der Optik her durchaus auch schlichte Geräte mag.

itaste SVD

Alles in Allem also ein Akkuträger, der alles kann, gut aussieht und Spaß macht. Dass Verdampfer unter einem Ohm nicht befeuert werden oder dass bei 15 Watt Schluss ist – all das ist mir schnuppe, auch das “Linkshänder-Display” stört mich, obwohl ich Rechtshänder bin, nicht. Aber da ist ja noch, die meisten SVD-Besitzer werden es wissen, das Problem mit dem Feuertaster. Zwar hat der immer mal wieder sein Aussehen geändert, aber eine Kinderkrankheit ist ihm leider geblieben: Er zickt! Ist der Druckpunkt anfangs problemlos zu erkennen wird die ganze Sache mit der Zeit eine recht schwammige Angelegenheit und man braucht schon ein wenig Fingerspitzengefühl, um den Punk zum Feuern zu bewegen. Das alleine wäre zwar etwas lästig, aber, meinem durchaus vorhandenen Fingerspitzengefühl sei Dank, machbar. Wesentlich nerviger ist die Tatsache, dass sich das Gerät gerne mal abstellt. “Dann mach das Ding eben wieder an und gut is'” mag jetzt der unbedarfte Leser denken, aber der Dampfer will nun mal – zuverlässig – dampfen und nicht ständig nur klicken. Und eben diese – mangelnde – Zuverlässigkeit ist es, die mich ernsthaft darüber nachdenken lässt, mir einen weiteren Akkuträger, eventuell auch gebraucht, anzuschaffen. Auch wenn es eine solche “eierlegende Wollmilchsau” kein zweites mal gibt, jedenfalls nicht zu dem Preis. Oder hat der geneigte Leser einen Tipp für mich?

Hexenküche (1) – die Ergebnisse

Vor knapp vier Wochen hatte ich ja das erste mal selbst gemischt, und da wird’s doch mal höchste Zeit, die Ergebnisse vorzustellen. Nun ist das ja immer im wahrsten Sinne des Wortes eine Geschmackssache: Was mir schmeckt muss nicht unbedingt einem anderen schmecken und umgekehrt, und auch bei den Schnuten geht die Vorliebe – auch bei der Dampferei – mitunter weit auseinander. 😉

Aromen
Mocca, Cappuccino und Traube (alle Inawera), Waffel, Cassis (beide Dampfdorado), Haselnuss, Mandarine (beide Flavourart)

Mit dem Selbstmischen ist das so eine Sache: Nicht nur, dass man die Aromen – im Gegensatz zu fertigen Liquids – auch in den Offlineshops vorher nicht testen kann, nein, über Erfolg oder Misserfolg kann schon mal ein Zehntel Milliliter entscheiden. Manchmal hat man schon beim ersten Mischversuch Glück (und wird wahrscheinlich trotzdem weiterhin ausprobieren, ob ein halber ml mehr oder weniger nicht vielleicht doch noch etwas leckerer ist), manche Aromen legt man nach dem dritten Versuch beiseite und hakt es als Erfahrungszuwachs ab. Zu letzterem gehörten bei mir Traube und Cappuccino: Ein Geschmack ist bei Traube auch bei stolzen 5% eher rudimentär zu erahnen, bei Cappuccino hingegen schon – allerdings eher nach Seifenlauge. Die Mandarine macht sich so langsam, sollte allerdings sehr sparsam angemischt werden: Alles über 3% hat eher Ähnlichkeit mit ner Mandarinenschale. Cassis und Waffel hingegen gehören bereits jetzt zu meinen Favourites: Cassis als süß-saures Fruchtcocktail, Waffel ist ein wunderbarer Kuchen-Ersatz: Angenehm, aber nicht zu süß, und ganz ohne Kalorien. 😉 Bei beiden Aromen ist allerdings die Reifungszeit zu beachten: Cassis sollte man fünf, Waffel mindestens acht Tage stehen lassen!

Das – oben nicht abgebildete, weil bereits leergemischte – Himbeere von Capella kannten wir bereits, es ist nachwievor mein Abend-Dauer-Liquid: Leicht süßlich, erfrischend, fluffig. Allerdings braucht das Liquid nach einer gewissen Zeit eine Auffrischung, der Geschmack verflüchtigt sich doch recht schnell. Aber so viel wie ich das Zeug gerade dampfe… Leider muss das Aroma, zumindest für mich, mit stolzen 12% angemischt werden, was das Ganze nicht gerade preiswert macht.

Mocca kam erst später dazu und ist noch nicht angemischt, und bei Haselnuss liegt meine letzte Hoffnung noch auf dem Faktor Zeit. Als Fazit lässt sich dennoch festhalten: Bei der ersten Mischerei direkt zwei Lieblingsaromen entdeckt, das ist doch mal gar nicht so schlecht. Mal sehen, was die nächste Mischorgie so hergibt…

Alles im traditionellen 50/40/10-Verhältnis gemischt, mit Kangers T3S, EVOD oder Nautilus gedampft.

Greensmoke – der Test

Wie geschrieben bringen seit geraumer Zeit immer mehr Tabakfirmen ihre E-Zigaretten auf den deutschen Markt. Hier ist der Name passend, die Teile haben deutlich mehr Ähnlichkeit mit normalen Pyros Tabakkippen als unsere geliebten Dampfmaschinen. GreenSmoke EinsteigersetUnd diese kleinen Dinger sollen was taugen? Konnte ich mir, nachdem ich mittlerweile doch schon etwas höherwertige Dampfen nutze, kaum vorstellen. Aber Versuch macht kluch, und so habe ich mir ein Starter Kit von GreenSmoke kommen lassen. Das Package kommt in einer ansprechenden Optik daher und beinhaltet einen kurzen und einen langen Akku, ein Ladegerät, ein Wandadapter, eine – auf englisch gehaltene – Bedienungsanleitung und ein Pack mit fünf Cartomizern. Standardmäßig kommt dieses “Varietypack” in fünf Geschmackssorten mit 1,8% Nikotin daher. Dieses 18er-Nikotin dürfte für Rauchumsteiger eine geeignete Dosis sein, für mich, der gerade seine Nikotindosis senkt, ist das mittlerweile ein wenig heftig, weshalb ich mir noch ein Fünferpack mit 6er-Nikotin und der Geschmacksrichtung Menthol-Ice dazu bestellt habe.

Optik und Handling

Wie eine PyroDie Zig ähnelt von der Optik her einer “normalen Kippe”, was sicherlich einige Raucher eher lockt als riesige Dampfmaschinen. Allerdings ist sie, vor allem mit dem längeren Akku, größer und schwerer als eine Pyro – lässiges Fluppe im Mundwinkel hängen klappt also nur mit sehr ausgeprägter Lippenmuskulatur. 😉 Andererseits ist das Handling für jemanden, der normalerweise eine SVD in der Hand hält, doch eher… je nun, sagen wir mal putzig. Da kommen Erinnerungen an das eGo-Set hoch, und irgendwie fühlt sich die Greensmoke etwas verloren in der Hand an. Ebenfalls ungewohnt für uns Dampfer – aber durchaus ein Vorteil für die Umsteiger: Es gibt keinen Feuertaster! Einfach ziehen, und schon dampft es!

Und was können diese kleinen Dinger jetzt?

Macht durchaus DampfAlso erstmal machen sie Dampf, und zwar gar nicht so schlecht. Natürlich darf man den Dampf nicht mit dem einer selbstgewickelten Quattruppelcoil auf einem mechanischen Akkuträger vergleichen, aber mit den in der Szene bekannten Einsteigersets können sie durchaus mithalten. Sehr ungewohnt ist für einen Dampfer das Mundstück, das nicht so lippenschmeichelnd ist wie viele der gewohnten Driptipps, aber wahrscheinlich kommt dies gerade Umsteigern entgegen. Und der Geschmack? Nun, der ist bekanntlich Geschmackssache, aber das von mir als erstes getestete Menthol ist angenehm frisch, schmeckt nicht zu künstlich und ist auch nicht zu aufdringlich.

Der “Langzeittest”

Nachdem sich die ersten Eindrücke gesetzt hatten wollte ich auch mal ausprobieren, ob ich einen Tag lang ausschließlich mit den Greensmokes dampfen kann. Würde das irgendwann langweilig? Käme die Lust auf eine Kippe zurück? Kippe und Kaffee - wie zu alten ZeitenWas taugen die Akkus? (Der kleiner Akku hält angeblich bis zu vier, der große bis zu fünf Stunden – was auch nötig ist, wenn die Ladezeit drei bis vier Stunden beträgt.) Also begann der Tag, wie zu früheren Zeiten, mit Kaffee und “Kippe”… Die “Testkonfiguration”: Mocha-Liquid mit 18er Nikotin. Durch die – für mich – hohe Nikotindosis verfiel ich schnell wieder in “alte Rauchgewohnheiten”: Kein Dauernuckeln, sondern dann ein paar Züge nehmen, wenn man das Gefühl hat, den Nikotinspeicher wieder füllen zu müssen. Zum Mocha-Geschmack sei gesagt: Kaffee- und Schokoladenliquids gehören zu den am schwierigsten herzustellenden Aromen. So sollte es also nicht verwundern, dass mir das Liquid bald zu süß wurde, aber wie gesagt – alles Geschmackssache. Viel wichtiger aber: Den ganzen Tag über trat kein Verlangen nach ner Pyro auf! Allerdings wurde das Verlangen nach der Dampfe spätestens am Nachmittag doch recht groß. Den Akku habe ich an diesem Tag übrigens nicht leerbekommen, auch die Mocha-Kartusche nicht – was allerdings bei sehr intensivem Dampfen wieder anders aussehen dürfte. Und ja, abends gab es auch wieder meine geliebte Dampfe…

Die Kosten

Das Einsteigerkit kostet knapp 60 Euronten, ist also nicht gerade ein Schnäppchen. Allerdings ist alles dabei, was man zum Dampfen mit den Greensmokes benötigt, Folgekosten fallen dann nur noch für die Kartuschen an. Ein Fünferpack davon kostet derzeit € 13,95, nach Angaben des Herstellers entspricht dies 7,5 Schachteln herkömmlicher Tabakkippen. Nun kann sich also jeder ausrechnen, wie viel Geld er gegenüber der Tabakraucherei spart – jedenfalls theoretisch, denn die realen Kosten hängen natürlich immer vom Dampfverhalten ab.

Was fällt sonst noch so auf?

Cartomizer in BlisternZur Zeit werden auch Cartomizer mit 24er-Nikotin angeboten – was nicht konform zur neuen EU-Verordnung ist. Auch sind die Inhaltsstoffe weder auf den Blistern noch auf der Verpackung aufgeführt.

Etwas anstrengend ist im Dunklen die Leuchtdiode: Sie ist hell. Sehr hell! Wenn man abends bei gedimmtem Licht mit der GreenSmoke dampfen möchte überlegt man sich schon, eine Sonnenbrille aufzusetzen…

Für wen lohnt sie sich?

Für den UmsteigerVor allem zwei Faktoren dürften die Greensmoke für Umsteiger interessant machen: Zum Einen die große Ähnlichkeit mit ner Kippe, sowohl vom Aussehen als auch vom Handling her, zum Anderen ihre Schlichtheit: Kein Liquid nachfüllen, kein Siffen, keine regelmäßige Verdampferreinigung. Einfach Cartomizer auf den Akku schrauben und losdampfen. Dass man, gerade mit 18er- oder, solange noch erhältlich, 24er-Nikotin mit diesen Teilen zumindest eine gute Ergänzung zur Pyro findet kann ich mir gut vorstellen. Ob man dauerhaft den Umstieg schafft? Diese Frage könnten wohl nur umsteigewillige, langjährige Raucher beantworten. Na, Interesse?

E-Zig vs. DampfeIch für meinen Teil möchte aber mehr experimentieren, mehr probieren, mehr… ja, sag’s doch einfach, mehr spielen! Ich möchte ab und zu neue Liquids mischen, ich möchte abends meditativ meine Verdampfer reinigen, ich möchte neue Hardware ausprobieren, mehr Dampf und mehr Geschmack rauskitzeln – und ich glaube, so geht es den meisten eingefleischten Dampfern. Für eben jene ist die Greensmoke – und wohl auch ähnliche Produkte – sicher höchstens als “Notdampfe” geeignet. Umsteiger hingegen könnten mit diesen Teilen entweder einfach ihrer Nikotinsucht ohne Tabakverbrennung frönen – oder den Einstieg ins “erwachsene Dampfen” finden.

Fazit:

FazitDie Greensmoke bietet eine praktische Alternative zur Tabakzigarette, sie ist einfach im Handling, benötigt keine ernsthafte Pflege. Umsteiger, die selbst das Nachfüllen des Liquids als zu umständlich ansehen, können damit durchaus glücklich werden. Leute die mehr von einer E-Zig erwarten, aber auch “altgediente Dampfer”, die Modifikationsmöglichkeiten, viiiel Dampf und eine größere Auswahl an Liquids, ja, die schlichtweg Spaß an der Dampferei haben möchten, wird eine Greensmoke auf Dauer nicht befriedigen. Aber es ist ja auch kein Problem, wenn E-Zigarette und Dampfe ein friedliches Nebeneinander führen – oder sollte es zumindest in einem freien Europa nicht sein…

Kanger Mini T3S: Schraube locker oder was?

Bevor ich für mich den EVOD entdeckte war ich ein recht großer Freund des Mini T3S von Kanger. Preis in Ordnung, Dampfentwicklung und auch Geschmack sind völlig okay. Allerdings haben zwei meiner Minis offensichtlich eine Schraube locker ein Problem: Von Zeit zu Zeit scheint sich der Verdampferkopf vom Sockel zu lösen. Sollte der Mini gerade nicht in Benutzung sein merkt man es an der kleinen Liquidpfütze, die sich unter dem Verdampfer bildet; hat man ihn in Benutzung bemerkt man natürlich den fehlenden Kontakt: Keine Erhitzung, kein Dampf mehr. Dreht man dann die Verdampfereinheit aus dem Tank hält man nur noch den Verdampfersockel in der Hand, der Kopf steckt weiterhin im Tank fest:

minibreak

Eine siffige Angelegenheit ist das, wenn man mit spitzen Fingern erst mal den Verdampferkopf aus dem Tank “fischen”, den ganzen Sums sauber machen und dann wieder zusammenschrauben darf. Nun kann es sich natürlich um eine “Montagsproduktion” handeln, ein weiterer Mini arbeitet hier seit Monaten problemlos vor sich hin, dennoch halte ich mich mit Empfehlungen für dieses Modell gerade zurück. Dann lieber zum EVOD greifen, der in einer ähnlicher Preisklasse liegt, noch besser dampft und zumindest bislang bei mir noch nicht mit irgendwelchen Zickereien aufgefallen ist. Ein Hoch auf die Vielfalt – solange es sie noch gibt…

Erste richtlinienkonforme Starterkits tauchen auf

Fast zeitgleich mit der Verabschiedung der Tabakproduktrichtlinie bringt Green Smoke ein E-Zig-Starterkit raus, das vollkommen den Anforderungen dieser Richtlinie entspricht – und lässt diese von Bloggern und anderen aktiven Internetusern bewerben. Erst Anfang Februar diesen Jahres hatte Altria, der Mutterkonzern von Marlboro, Green Smoke aufgekauft. Nun stellt sich natürlich die Frage: Wusste oder ahnte der Konzern, wie die Richtlinie letztlich aussieht und hat sich entsprechend rechtzeitig gewappnet? Oder haben die Konzerne – wie ja bereits von den einen gemunkelt, von den anderen als Verschwörungstheorie belächelt – den EU-Politikern die Richtlinie diktiert?

Die Schnuten sind sich nicht ganz einig, ob hinter der Frage eine Einflussnahme oder professionelle Markteinschätzung zu vermuten ist, aber letztlich muss sich jeder seine Meinung selbst bilden, und manchmal ist Wahrheit auch nicht ganz schwarz/weiß. Hill Billie ist jedenfalls ohne es zu bemerken auf einen “netten Werbezug” aufgesprungen, hatte in einem ersten Video dieses Einsteigerset noch gelobt, dieses Lob aber, nachdem er von den Hintergründen erfuhr, revidiert.