Zahn der Zeit

Juli 2015:

August 2017:

Alles wurde ein bisschen mehr: Falten, Augenringe, Bauch- und Sortimentsumfang. Sonst eigentlich alles beim alten… 😉

 

Früher reichten 10ml Liquid bei zwei Tanks aus, um fünf Tage zu dampfen.

Heute reicht es, um nach ner frischen Wicklung die Watte zu befeuchten – wenn man sparsam ist. 😉

Zugegeben, ein klein wenig hinkt der Vergleich. 😉

 

Intersteam – aller Anfang ist schwer

Eine Dampfermesse direkt vor der Haustür – da sind wir natürlich dabei! Wobei die Haustüre dann auch 240 Kilometer entfernt liegt, weshalb wir beschlossen, entspannt am Samstag Abend anzureisen und die Messe nur am Sonntag zu besuchen, was – soviel schon mal vorab – auch vollkommen ausreichend war.

Die Location war passend gewählt – sie hat Flair, ist groß genug, und es ist mehr als angenehm, auch mal kurz draußen Luft schnappen und ein wenig den Blick auf die Spree genießen zu können.

Es waren relativ wenig Aussteller vertreten, aber eine Messe muss ja auch wachsen können. Kleine Modder oder Hardwareschmieden fehlten – der TPD2 geschuldet – leider, aber auch einige der “Großen” schienen lieber noch ein Jahr abwarten zu wollen. Immerhin gab es neben den “üblichen Verdächtigen” auch ein paar Aromenhersteller, die man bislang noch nicht kannte.

Ein bisschen verwundert waren wir ob des eher überschaubaren Besucherandrangs – wobei man auch bedenken muss, dass wir nur am Sonntag Nachmittag da waren. Dennoch: Entweder wurde die Messe (zu) schlecht beworben, oder Berlin ist eben doch eine Raucherstadt. Wobei es mittlerweile wesentlich mehr Shops in Berlin gibt als noch vor drei, vier Jahren – Potential für eine wachsende Dampfercommunity ist also vorhanden.

Die Kombination aus Wenig Ausstellern und wenig Besuchern brachte aber auch den Vorteil mit sich, dass man ohne Drängelei und Warten probieren und mit den Händlern ins Gespräch kommen konnte.

Ein großes Ärgernis war die extrem laute Musik – einige Aussteller hatten wohl den DJ in sich entdeckt. Entspannter war die Bühnenshow des Steamteams, was allerdings das Volk auch erst so richtig goutierte, als das Freibier die Giveaways in die Menge geschleudert wurden.

Unser Fazit:
Aller Anfang ist schwer, aber die Messe hat sicherlich Potential, und wir werden sehen, wie sich das ganze in den nächsten Jahren entwickelt. Wir wären 2018 auf jeden Fall wieder dabei, vielleicht dann mit etwas mehr Besuchern, mehr Ausstellern und einem dann ernst zu nehmenden B2B-Bereich.

 

 

Heimarbeit

Anmischtag. Auf dass man auch an einem langen Wochenende bloß keine Entzugserscheinungen bekomme! 😉

Alles anders – der Taifun BT

Lange bevor der Hype um den neuen Taifun BT so extrem wurde hatten wir uns jeder ein Exemplar vorbestellt. Schließlich klang die neue Art der “Wicklung”, nämlich Mesh statt normalen Heizdraht zu nutzen, mehr als interessant, und man wollte ja wissen, wie das so funktionieren würde. Abgesehen davon schien diese neue Methode gerade für wickelfaule Menschen – wie den Stef – die Erfüllung sämtlicher Dampferträume. 😉

Jetzt nutzen wir den BT seit knapp zwei Wochen und können ein erstes Fazit ziehen:

Alles anders!

Irgendwie ist beim BT alles anders als bei bisherigen Dampfgeräten: Statt eine Wicklung aus altbekanntem Draht mit pieseligen Schrauben auf dem Deck zu befestigen wird jetzt ein Edelstahlgeflecht in zwei Posts geklemmt; statt wie bislang vorsichtig die Watte durch die Wicklung zu ziehen und penibel zu verlegen wird jetzt einfach Watte hinein gestopft. Klingt sehr einfach, ist es auch – jedenfalls wenn man den Bogen – im wahrsten Sinne – erst mal raus hat. Aber: Selbst altgediente Dampfer, die schon tausende mal ihre Geräte gewickelt haben, fangen quasi bei null an! Zum Glück fand man schon sehr schnell diverse Videos mit Anleitungen und Tipps im Netz, und wer wirklich will, kann mit ein bisschen Training den BT mindestens so schnell dampfbereit bekommen wie jeden anderen Selbstwickler auch – wenn nicht gar deutlich schneller.

Meshung und Stopfung des BT

Wirklich alles anders!

Aber nicht nur die Art der Wicklung ist neu – eigentlich ist alles, wirklich alles anders! Die Range, in der man das Gerät betreiben kann, ist so groß wie nirgends (alles zwischen 70 und 250 Watt ist mit der selben Wicklung machbar); der Dampf ist ungewohnt kühl; je nach “Meshung” ist der Flash kaum spürbar – dafür der Nikotinkater am nächsten Tag um so mehr – und der Liquidverbrauch ist immens! Um auszuprobieren, wie lange man mit einer “Meshung und Stopfung” dampfen kann ohne sie erneuern zu müssen, reichte die bisherige Zeit nicht, aber angeblich soll man ja monatelang dampfen können ohne etwas austauschen zu müssen. Wir werden sehen – und berichten. 😉

Und im Alltag?

Im Alltag ist der BT bislang absolut zuverlässig – kein Siffen, kein Blubbern, kein Liquidabriss. Das Nachfüllen ist – bei dem Liquidverbrauch aber auch dringend nötig – ein Traum: Topcap ab, Flasche im Post ansetzen, fertig! Der Geschmack hängt auch beim BT von der “Meshung und Stopfung” ab: Mit der Stärke, Höhe und Weite des Meshs flasht der BT mehr oder weniger spürbar, wichtiger für den Geschmack ist allerdings die Menge der Watte: Wird zu heftig gestopft ist der Geschmack ein wenig flach, wenn die Watte “fluffig” verlegt ist schmeckt das Teil erstklassig.

Bleibt noch das Aussehen, das ja nun wirklich immer Geschmackssache ist. Unser erster Eindruck beim Betrachten der Fotos war “naja, etwas 2014, eben typisch Taifun”. Als wir das Gerät dann live sahen war klar, dass man eher von einer zeitlosen Eleganz sprechen kann, sowohl Größe als auch Bauart lassen den BT auf jedem Akkuträger gefällig aussehen.

Taifun BT auf Fuchai 213+, Noisy Cricket 2, Dicodes Dani Box

Alles anders – ist das jetzt gut oder schlecht?

Weder noch – anders ist einfach anders. Wer “schon immer so”, also herkömmlich wickelt und nichts Neues ausprobieren möchte, für den ist der BT halt nichts. Für Dampfer, die gerne mit den unterschiedlichsten Wicklungen experimentieren, wird er sicherlich auch nur mäßig interessant sein, da die Experimentiermöglichkeiten relativ übersichtlich sind. Ebenso wenig ist der BT für Backedampfer geeignet, und Menschen, die moderaten Liquidverbrauch bevorzugen, sollten sich das Gerät auch nicht zulegen.

Wer hingegen Neuem gegenüber aufgeschlossen ist, mal etwas völlig anderes dampfen möchte, gerne direkt auf Lunge zieht und trotzdem smoothen Flash mag, wen der eher üppige Liquidverbrauch nicht stört, der könnte mit dem Taifun BT sehr glücklich werden!

Probedampfen nach der neuen “Stopfung”: Läuft!

Uns persönlich macht der BT einfach großen Spaß, und zumindest beim Stef fühlen sich die anderen Dampfen gerade ein wenig vernachlässigt. Interessant wird es jetzt werden, ob dieses Prinzip von anderen Herstellern aufgegriffen wird – Dampfer experimentieren bereits jetzt, mal mehr, mal weniger erfolgreich, mit Meshwicklungen in anderen Geräten – oder ob dieses System einzigartig oder gar eine Eintagsfliege bleibt. Wir sind gespannt.

Jetzt freut sich zumindest einer der beiden Schnuten auf den Driptip-Adapter, und als Wunsch hätten wir dann noch die 15ml-Tankerweiterung. 😉

Diesmal nur an der Farbe des Akkuträgers (und des Liquids) zu unterscheiden: Die Schnuten-BTs

Momentan ist der Taifun BT überall vergriffen, der nächste Batch soll gerüchteweise Ende Juni erscheinen. Preis: 139,-€.

 

Farbtupfer

Damals, als wir mit der Dampferei anfingen, gab es die Akkuträger in silber. Punkt. Heutzutage kann man auch mal ein bisschen Farbe in den Dampferalltag bringen:

Und natürlich werden die Driptips der Kombi farblich angepasst. Oder ist es doch andersrum? 😉

Detailfrage

An den Driptips sollt ihr sie erkennen!

Jaja, wenn zwei Dampfer einen ähnlichen Hardware-Geschmack haben…