Kriemhild-Mod – eine “Sagenhafte” Allianz

Bislang war die Kooperation vom chinesischen Hersteller Vapefly mit den “German 103” ausschließlich auf Verdampfer ausgelegt. Nun kam – nach leichter, Coronabedingter Verzögerung – der erste gemeinsam entwickelte Akkuträger auf den Markt: Der Kriemhild-Mod.

Er ist natürlich auch im Set mit dem Kriemhild-Verdampfer erhältlich, und obwohl diese Kombi nicht nur optisch ein Genuss ist befassen wir uns an dieser Stelle ausschließlich mit dem Akkuträger; vielleicht wird der Verdampfer ja noch in einem separaten Beitrag behandelt – verdient hätte er es allemal.

Ausgelegt ist der Mod für zwei 21700er-Akkus, er kann allerdings auch, mit den beigelegten Adapterhülsen, mit zwei 18650ern betrieben werden. Von der Nutzung mit zwei 20700ern raten wir ab – es ist zwar problemlos möglich, allerdings klappert das Gerät dann heftiger als eine Kinderrassel.

Was sofort auffällt: Der Akkuträger ist, obwohl für 21700er gebaut, klein – meines Wissens der kleinste auf dem Markt für diesen Akkutyp, und durchaus schlanker als so mancher 18650er-Mod:

Größenvergleich: SX Mini T-Class, Kriemhild-Mod, Geekvape Aegis X (v.l.)

Beim Thema Akku wären wir dann auch bei einer weiteren Besonderheit dieses Mods: Anstelle von Seitenklappen mit Magneten oder einer Klappe auf der Unterseite hat man sich für einen Akkuschlitten entschieden. Einerseits schön, ein bisschen futuristisch und allemal besser als eine dieser pieseligen Plaste-Klappen, deren Halterung bereits beim zweiten Abstellen auf dem Tisch zerbröselt, andererseits sehe ich hier auch eine potentielle Gefahr: Wie lange die Schienen aus Plastik den Schlitten halten wird erst die Zeit zeigen. Die ersten User beschwerten sich schon über ein leichtes Spiel, in diesen Fällen empfiehlt es sich, den Schlitten ganz leicht zusammenzudrücken, schon sitzt er perfekt.

Akkuschlitten mit zwei 21700ern, links daneben die Adapterhülsen für 18650er Akkus

Der Kriemhild-Mod liegt ob seiner Rundung unheimlich gut in der Hand und ist für “Daumenfeuerer” ein Genuss. Der große Feuertaster hat einen schönen Klickpunkt und ist auch nicht ganz so empfindlich, wenn man mit dem Daumen oder Daumengelenk mal nicht die Mitte trifft. Ob das Schwarz des Tasters jetzt gerade eine optische Schönheit darstellt – je nun. So richtig edel sieht die Box in schwarz-gold aus, silber und gunmetal sind auch durchaus gelungen, lediglich die schwarze Version fällt deutlich ab.

Die Farbvarianten des Kriemhild-Mods

An der Verarbeitung gibt es nicht auszusetzen, ebensowenig an der Technik: Angeblich kommt hier ein leicht modifizierter Chip von Geekvape zum Einsatz, der schon in der Aegis X verbaut wurde und sich dort auch nach langer, intensiver Nutzung als absolut zuverlässig erweist. Er verfügt über einen Leistungs- (VW) sowie Temperaturmodus mit anpassbaren Kurven, darüberhinaus über die mittlerweile fast üblichen Arbeitsmodi für das Preheat: soft, standard und strong. Auf eine Bypass-Funktion wird verzichtet.

Das Display gibt alle wichtigen Informationen auf einen Blick preis und lässt sich selbst für alte Männer sehr gut ablesen. Natürlich ist ein DNA-Chip hier deutlich variabler bei den Einstellungsmöglichkeiten, aber auch wesentlich komplizierter und vor allem teurer.

Das Display: Alle wichtigen Daten gut ablesbar

Den ein oder anderen wird es freuen, dass ein USB-C Anschluss verbaut wurde. Praktisch ist, dass dieser durch einen Plastikmöppel vor Staub geschützt wird, weniger praktisch allerdings ist die Tatsache, dass man zum Abnehmen desselben sehr spitze Finger benötigt. Da ich meine Akkus ausschließlich extern lade ist mir sowohl das eine als auch das andere aber ziemlich egal. 😉

Ein nettes Gimmick ist der Kriemhild-Schriftzug auf der Rückseite, der beim Feuern leuchtet – was man allerdings, da man die Box wohl ausschließlich mit dem Daumen bedient und darum die Rückseite von der Hand umschlossen ist, niemals sieht.

Nett aber eigentlich nutzlos – der leuchtende Kriemhild-Schriftzug auf der Rückseite

Die – durchaus hübsche – Uhr, die im “Leerlauf” auf dem Display erscheint, sieht man hingegen, allerdings ist sie dermaßen hell, dass man abends im Dämmerlicht auf der Couch liegend schon mal kurzfristig im Augenwinkel erblindet. 😉

Bei mir befeuert der Kriemhild-Mod zur Zeit den GT IV, allerdings nur bis zum Erscheinen des “Simurg”, der von seinen Proportionen her wohl noch etwas besser zur Box passt. Dann wird Kriemhild auch wieder mit zwei 21700er-Akkus betrieben – zur Zeit läuft sie hier mit zwei 18650ern, ja, ein Frevel, aber die 25 Gramm weniger an Gewicht machen schon einiges aus, wenn man die Kombi ständig mit sich herumschleppt.

Fazit: Der Akkuträger ist eine wirklich gelungene Kooperation von Vapefly und den German 103. Er liegt gut in der Hand, Technik und Verarbeitung stimmen, das Display ist gelungen, wesentlich mehr kann man für diesen Preis nicht erwarten. Wie immer gilt: Optik und Haptik sind ganz persönliche Dinge, also einfach mal den Mod beim Offliner deines Vertrauens ausprobieren.

Vapefly Kriemhild-Mod
Höhe: 91,0 mm
Breite: 47,5 mm
Tiefe: 38,6 mm
Gewicht ohne Akkus: 211 g
Gewicht mit zwei 21700er: 348 g
Ausgangsleistung: 5 bis 200 Watt
USB C-Anschluss
Preis je nach Version zwischen 80 und 90€

Nachtrag: Ein erstes Firmware-Update mit ein paar Verbesserungen ist erschienen. Ein kurzes Video dazu gibt es bei Dampfwolke7, das Update kann man sich bei Vapefly herunterladen.

Aegis – der neue Volksakkuträger?

Es ist ungefähr vier Jahre her, da sah man gefühlt jeden Dampfer mit dem gleichen Akkuträger rumlaufen, nämlich der Releaux von Wismec. Spätestens, als sie nicht nur mit dem DNA 200-Chip sondern mit einem deutlich preiswerteren Joytech-Chip ausgeliefert – und damit für jeden erschwinglich – wurde kam kaum ein Dampfer, der etwas mehr Wolken schieben wollte, ohne diese Box aus. Während einige seiner Nachfolger schon bald am 510er-Anschluss und der Elektronik schwächelten galt der Urtyp – bis auf den schnell abblätternden Lack – als quasi unkaputtbar, und selbst heute wird dieser Akkuträger noch in der freien Wildbahn angetroffen.

Natürlich gab es auch später noch Akkuträger, die sich allgemeiner Beliebtheit erfreuten, aber ein richtiges “Volksgerät” ist seitdem nicht mehr darunter – was sicher auch an der stetig wachsenden Auswahl liegt.

Seit geraumer Zeit schickt sich nun Geekvape an, mit der Aegis-Serie in Wismecs Fußstapfen zu treten. War der Urtyp mit einem 26650er-Akku noch eher ein Geheimtipp, kennt fast jeder den Nachfolger, die Aegis Legend. Nun für zwei 18650er Akkus ausgelegt bietet sie nicht nur bei der Leistung (bis zu 200 Watt) sondern auch bei der Kapazität all das, was Otto Normaldampfer benötigt, wenn er eine gute Stromquelle für seinen Lungenzieher sucht. Nicht nur das, gilt die Box doch als (fast) unkaputtbar, ist stoß-, staub und spritzwassergeschützt (nach IP67), also auch für den Gebrauch für unterwegs geeignet – die Angst, dass das gute Stück besser nur auf dem heimischen Wohnzimmertisch steht weil es sonst am Lack, am Anschluss oder gar der Elektronik Schaden nehmen könnte, entfällt.

Geekvape Aegis Legend – die Box für unterwegs

Natürlich ist die Legend nicht für grazile, kleinere Hände gemacht. Einen Schönheitspreis wird sie auch eher nicht einheimsen (wobei die “limited Magnesium Edition” hier noch mal Pluspunkte sammelt), und in die Hosentasche passt “der Klopper” schon mal gar nicht. Aber er liegt trotz seiner Maße unheimlich gut in der Hand, die Tasten verfügen über einen angenehmen Druckpunkt, und der Chip funktioniert zuverlässig und verzichtet weitestgehend auf unnötigen Schnickschnack.

Für denjenigen, der auf die Vorteile der Box nicht verzichten will, es aber ein bis zwei Nummern kleiner mag, hat Geekvape noch die Aegis Mini (fest verbauter Akku mit 2200mAh, bis zu 80 Watt) oder die Aegis Solo (für einen 18650er Akku, bis 100 Watt) im Programm. Für die breite Masse sind die beiden Geräte meiner Meinung nach nicht geeignet, aber auch die beiden “Kleinen” haben bereits ihren festen Fankreis.

Aegis Solo (links) und Aegis Mini (rechts)

So richtig durchstarten könnte Geekvape jetzt aber mit dem aktuellen Modell, der Aegis X. Wie ihr Vorgänger ist sie “gut gepolstert” (und auch stoß-, staub- und spritzwassergeschützt), und zumindest von einer Seite erinnert sie auch optisch sehr stark an die Legend. Allerdings wurden zwei Dinge gravierend verbessert: Zum einen ist sie kleiner geworden, zum anderen verfügt sie endlich über ein deutlich größeres Display, das auch von über 25jährigen Dampfern problemlos abgelesen werden kann:

Aegis Legend (links) und ihr Nachfolger, die Aegis X

Ich muss allerdings gestehen, dass mein erster Eindruck zwiegespalten war, wirkt das Gerät doch auf den ersten Blick wie aus zwei unterschiedlichen Boxen zusammengeklöppelt; beim näheren Betrachten merkt man aber schnell, dass das Gerät doch aus einem Guss ist.

Die zwei Seiten der Medaille, nein, der Aegis X

Das 2,4 Zoll große OLED-Display hat drei verschiedene “Templates” an Bord, jedes davon kommt zusätzlich mit unterschiedlichen Farbvarianten daher. Die Helligkeit des Displays kann man einstellen, die Range reicht von “leidlich dezent” bis “kurzfristige Erblindung”.

Wie die Legend bietet auch die Aegis X verschiedene Modi an, inklusive Temperatur- und Bypass-Modus. Neu sind die vier Memorypunkte, die man sich einrichten kann, so dass man bei der Nutzung mehrerer Verdampfer (oder auch beim alltäglichen Durchglühen der Coil) nichts an der Leistung verstellen muss sondern ganz einfach, nach drei Klicks auf den Feuertaster, mit der Plus- oder Minustaste das gewünschte Profil wählt. Wenn man nach drei Klicks auf den Feuerbutton die Plus- und Minustaste für drei Sekunden gleichzeitig hält gelangt man übrigens ins Untermenu – anfangs vielleicht etwas ungewohnt, aber bei näherem Betrachten sinnvoll, da man die dort hinterlegten Werte doch nur sehr selten verstellt.

Der absolute Clou des neuen Aegis-Modells ist aber ein ganz anderer: Selten habe ich einen Akkuträger erlebt, der besser in der Hand liegt! Ob der abgerundeten Flächen und der – wenn auch nur leicht – verringerten Größe ist die Box ein absoluter Handschmeichler!

Gefällige Kombi: Aegis X mit Taifun GT IV

Einen kleinen Nachteil muss aber einfach jedes Gerät haben: Hundertprozentig in den Vorteil von Handlichkeit und großem Display kommen nur die Linkshänder! Der Rechtshänder muss, wenn er das Display ständig im Blick haben will, den Daumen zum Feuern nutzen, dafür entgeht ihm aber die perfekte Rundung der Rückseite der Box. Oder er nutzt den Zeigefinger zum Feuern, sieht dann aber das Display nicht. Mich stört weder das eine noch das andere sonderlich, trotzdem ertappe ich mich immer häufiger dabei, wie ich mit der linken Hand zur Dampfe greife. Ob in absehbarer Zeit die Aegis X noch als “Rechtshänderbox” auf den Markt kommt entzieht sich meiner Kenntnis, aber allerspätestens dann hätte sie das Zeug zu einem absoluten Volksakkuträger. 😉

Geekvape Aegis, Aegis Solo, Aegis Mini, Aegis Legend, Aegis X (von links)

In jedem Fall ist es der Firma Geekvape mit ihren Produkten bereits jetzt gelungen, dem ein oder anderen arrivierten Boxen-Hersteller das Wasser zu reichen, wenn nicht gar abzugraben. Wollen wir hoffen, dass der Hersteller das jetzige Niveau auch bei seinen weiteren Produkten hält – Wismec ist das bei seinen Boxen leider nicht gelungen.

Geekvape Aegis X
Maße: 90 x 56 x 31mm (H/B/T)
Gewicht: 178g (ohne Akkus)
Für Verdampfer bis 27mm geeignet
5 bis 200 Watt Ausgangsleistung, 0,1 bis 12 Volt Ausgangsspannung
ca. 70€

Double Barrel – Purist mit kleinem Schönheitsfehler

Gefühlt erscheinen heute immer noch fünf neue Akkuträger pro Woche auf dem Markt. Wirklich Neues bieten sie eher nicht – wie auch, die Technik ist weitgehend ausgereizt – und auch bei der Optik tut sich nicht viel, ein bisschen was Buntes hier, ein paar Abrundungen dort, ansonsten ist von einer Revolution am Boxenhimmel zur Zeit wenig zu sehen.

Eine der wenigen Ausnahmen ist der Double Barrel von Squid Industries. Zum einen ist die Optik ungewöhnlich – sie ist einer doppelläufigen Büchse nachempfunden, deren “Läufe” natürlich als Akkuaufnahme dienen. Zum anderen ist der Akkuträger sehr puristisch gehalten – ein kleines Rad an der Seite, ein eher winziges Display oben neben dem 510er-Anschluss, und fertig. Auch auf einen USB-Anschluss hat man verzichtet – die Akkus sollen gefälligst extern geladen werden (sinnvoll!), und Hoffnungen auf ein eventuelles Chip-Update werden so gar nicht erst geweckt.

Foto: Projekt Eulchen

Aber eben dieser Minimalismus ist, neben der Optik, die hervorstechende Eigenschaft des Double Barrel. Mit dem Rad – dessen Rastpunkte angenehm “klicki” sind – verstellt man, in angenehmen 1-Watt-Schritten, die Leistung, zudem dient das Rad als Feuertaster – hier ist der Druckpunkt zwar recht leicht, aber nicht schwammig. Mit den klassischen fünf Klicks wird das Gerät ein- und ausgeschaltet, mit vier Klicks wird der AT gesperrt, und mit drei Klicks lässt sich das Display flippen, so dass es sowohl von Daumen- als auch Fingerfeurern gut abgelesen werden kann – jedenfalls wenn es draußen nicht zu hell ist und der Dampfer generell über gute Augen verfügt, denn das Display ist sowohl klein als auch recht dunkel.

Ein klassisches Menü gibt es nicht – wozu auch, Squid verzichtet auf alles vermeintlich Unnötige. Temperatursteuerung? Nö. Eigene Leistungskurven? Nö. Eine Auswahl an Display-Hintergründen? Schon gar nicht. Hier wird sich auf das Wesentliche konzentriert, schließlich ist ein Akkuträger nichts weiter als die Stromquelle für den Verdampfer.

Foto: Projekt Eulchen

Da kommen wir aber auch zum einzigen kleinen Schönheitsfehler, den der Double Barrel mit sich bringt: Das Ansprechverhalten! Der Purist will so richtig nur puristische Coils befeuern – mehrfach getwistete, dreimal ummantelte, vierfach verknotete Fahrradspeichen, die nun mal ziemlich träge sind, mag die Elektronik nur sehr zögerlich in Gang bringen – und über eine Preheat-Funktion verfügt der Akkuträger (natürlich) nicht. Wer also im Alltag die modernen, feisten, mitunter eher Schmuckstücken gleichenden Coils nutzt, muss schon sehr geduldig sein oder auf schlichtere Drähte wechseln, sonst macht der Barrel nur mäßig Spaß.

Eine weitere Eigenschaft dieses Akkuträgers: Er ist zwar sehr schlank, aber auch üppig schwer. 218 Gramm bringt das Teil auf die Waage – ohne Akkus! Muss man schon mögen. Dafür liegt er sehr gut in der Hand und fühlt sich (nicht nur) ob des Gewichts sehr wertig an.

Fazit: Wer das etwas Ausgefallene liebt, wer das Puristische mag, wer gerne etwas schwerere Geräte in der Hand hält und dann auch noch eher klassische Drähte nutzt, der wird mit dem Double Barrel richtig Spaß haben. Wen einen dieser Punkte stört sollte sich die Anschaffung dieses Geräts noch mal gut überlegen, und ihn am besten – wie schon häufiger erwähnt – auf dem Stammtisch oder im Offliner des Vertrauens mal ausprobieren.

Double Barrel, Squid Industries
Maße: 92 x 43 x 25mm; 25mm-Verdampfer sitzen bündig
Gewicht: 218g
Maximale Ausgangsleistung: 150 Watt
Akkus: 2 x 18650er
Farben: Viel Buntes und schwarz
Preis: ca. 85€

Doch ‘ne Tube…

“Och nö, eine Tube würde ich mir nicht mehr kaufen. Mit nur einem Akku, dann muss ich ja im Stundentakt wechseln, außerdem sind Boxen einfach praktischer…” sprach der Stef bis vor ein paar Tagen.

Aber wenn die Dani 25 unter dem gepimpten Kayfun 5² so wunderschön aussieht, dann kann man gar nicht anders:

Erst recht nicht, wenn das “Akku-Problem” Dank 20700er oder 21700er Akkus gar keines ist. 35 Watt auf einer Fused Clapton-Singlecoil, da reicht ein 20700er Akku mit über 4000mAh tatsächlich den ganzen Tag.

Gut, die kleinste und leichteste Kombi ist es nicht: 25mm Durchmesser, 19cm Länge und 332 Gramm, da merkt man schon, was man in der Hand hält. Aber die Kombi macht einfach riesigen Spaß, zumal der Kayfun 5² mit dem neuen PEI-Tank auch optisch wieder eine Augenweide ist. Und die nunmehr 7,5ml Fassungsvermögen sind auch nicht zu verachten.

Fazit: Mal wieder eine richtige Traumkombi!

 

Mal was Leichtes

Auch wenn die warme Jahreszeit noch auf sich warten lässt gönne ich mir jetzt mal was Leichtes. Genauer gesagt 188g leicht:

Die Tesla WYE wurde aus Polycarbonat / ABS gefertigt und ist mit 66 Gramm der zur Zeit leichteste Akkuträger für zwei 18650er. Mein erster Eindruck, als ich die Box in die Hand nahm: Billiger Plastekeks! Aber dem ist mitnichten so: Der bewährte Tesla-Chip haut bis zu 200 Watt raus (maximal 8,4 Volt) und verfügt über alles, was Mensch zum Dampfen so braucht – inklusive einer recht fein einstellbaren Boost- bzw. Preheatfunktion und Temperatursteuerung. Natürlich gibt es modernere, größere Displays, natürlich sollte man rein aus optischen und “umfallerischen” Gründen kein extremes Schwergewicht auf die Box packen, aber die WYE besticht halt in erster Linie durch ihr extrem niedriges Gewicht und ist so vor allem bei längeren Ausflügen eine prima Alternative zu den deutlich schwereren Standardkloppern.

Dampfer, die gerne etwas Farbe in ihr Leben bringen wollen – und ich gehöre bekanntlich dazu – sollten bei der Box in jedem Fall fündig werden:

Ich nutze die Box jetzt schon ein paar Tage und bin immer noch ein wenig erstaunt, wenn ich die Kombi aus WYE und Troll in die Hand nehme. Mal sehen, ob ich sie extra festbinden muss wenn hier der nächste Sturm kommt… 😉

Passend zum Sommerlich-Leichten gibt es leckeren O-Saft, und zwar das O.J. von Psycho Bunny, angemischt mit entspannten 10% und 1,5mg Nikotin.

Bei so viel Leichtigkeit sollte also der richtige Schritt in Richtung Bikini-Figur getan sein, fehlt nur noch das Bikini-Wetter…

 

Geile Boxenluder

Bei den Verdampfern gehen wir ja wenig Kompromisse ein – da müssen es einfach die besten sein, Selbstwickler aus europäischer Produktion wie der SQuape​ von Stattqualm, Kayfun von Svoemesto, Genius oder Gelite von GSV. Eine kleine Ausnahme ist der Crown 3 von Uwell, dazu die Tage aber mal mehr.

Etwas komplizierter gestaltet sich jedoch das Finden adäquater Akkuträger. Es gibt nur sehr wenige, die uns sowohl vom Chip als auch von der Verarbeitung her so überzeugen, dass wir den üppigen Preis, der für solche Geräte aufgerufen werden, bereit sind zu bezahlen. Eigentlich kommen da zur Zeit nur Akkuträger von Dicodes in Frage, allerdings sind diese in der Leistung eher zurückhaltend: 40 bis 60 Watt Ausgangsleistung sind zwar für Backedampfgeräte allemal ausreichend, aber wenn ein BT oder ein Gelite befeuert werden sollen ist das einfach zu wenig. Natürlich gibt es dann noch die Geräte mit DNA- oder Yihi-Chips, die die nötige Leistung bereit stellen, aber häufig überzeugt bei diesen Geräten die Verarbeitung nicht, und da hält sich die Bereitschaft, 200 Euro oder mehr auszugeben, in Grenzen. Glücklicherweise ist das aber auch gar nicht nötig – mittlerweile sind die Akkuträger von der “chinesischen Stange” in Verarbeitung, Zuverlässigkeit und Optik richtig, richtig gut!

Exemplarisch dafür drei Boxen, die wir schon seit einiger Zeit selbst nutzen:
Fuchai 213 plus, Wismec P218 und die Sigelei KAOS Spectrum. Alle werden von zwei 18650er Akkus gespeist und können bis knapp über 200 Watt ausgeben.

Von links: Sigelei KAOS, Wismec P218, Fuchai 213 Plus

Jede dieser Boxen hat so ihre speziellen Vorzüge in der Optik und Haptik: Die Fuchai ist mittlerweile schon ein Dauerbrenner, schlicht und doch elegant, seit der Plus-Version auch mit Farbdisplay, und einfach absolut zuverlässig. Die Wismec ist ein bisschen auffälliger, wirkt präsenter, der Feuertaster geht über die gesamte Seite (muss man halt mögen) und mit der Arcticfox-Software sind bei den Einstellungsmöglichkeiten und dem Display kaum Grenzen gesetzt. Die KAOS letztendlich ist eher die “jugendliche” Box – bei Bedarf auch in kunterbunt mit viel Leucht und Blink – und liegt durch ihre Rundungen sehr gut in der Hand. Außerdem sind das gut lesbare Farbdisplay und der große Feuertaster ein absoluter Pluspunkt.

Natürlich sind diese “Chinakracher” keine Produkte für die Ewigkeit, aber bei einem Preis zwischen 60 und 80 Euro erwarte ich das auch nicht. Die Fuchais laufen allerdings schon seit über einem Jahr im Dauerbetrieb, und weder am Lack noch an der Funktion gibt es bislang Verschleißerscheinungen.
Auf alle drei Boxen passen problemlos Verdampfer bis 26mm, wobei sie alle unter einem Gelite schon etwas verloren wirken. Wer Giga-Verdampfer wie zum Beispiel den Aromamizer Plus hat, der muss weiter suchen, aber für alle Tanks in Standardmaßen sind die Boxen absolut geeignet.

Sollten natürlich eines Tages deutsche Highend-Boxen mit adäquater Leistung auf den Markt kommen ist es nicht ausgeschlossen, dass davon auch eine oder zwei den Weg in unsere Sammlung finden. 😉 Bis dahin sind wir allerdings mit den jetzigen Boxen mehr als zufrieden.

Dicodes No 6 – der perfekte Handschmeichler

“Wenn ich mal eine schöne Highend-Box aus Deutschland finde, mit 2 Akkus, die ansatzweise bezahlbar ist, dann ist das meine” – sagte ich vor nicht allzu langer Zeit. Zwar erfreue ich mich nachwievor an meinem Reuleaux, aber wenn man einmal “High End made in Germany” gewohnt ist…

Dann erschienen vor ein paar Wochen die beiden Boxen von Dicodes: Die Dani-Box und die Dicodes No 6. Von Dicodes-Geräten bin ich ja schon seit langem ein großer Freund, und jetzt eine Box mit dem nochmals verbesserten Chip, außerdem mit Dreiknopf-Menüführung… Gut, die Maximalleistung von 60 Watt ist jetzt, verglichen mit einigen anderen, aktuellen Modellen aus China, nicht der Reißer, aber üppig Leistung benötige ich ja sowieso nur für den Tröpfler, für meine anderen Geräte wären auch 40 Watt völlig ausreichend. Wenn, ja wenn da nicht nur der eine Akku wäre!

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“Nimm doch die No 6, da ist immerhin ein 26650er drin” meinte der Benedikt. Och nö, brauche ich ja wieder andere Akkus, außerdem ist das mit dem großen Akku direkt wieder so ne Riesenbox… Und durch die Form kannst du die nur in der rechten Hand halten… Nee, da muss ich wohl weitersuchen.

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Handschmeichler

Tja, und dann kam sie an, die Dicodes No 6. Nix war’s mit riesig! Die Form der Box ist genial – sie liegt extrem gut in der Hand, ist perfekt für “rechtshändige Fingertaster”, aber auch in der linken Hand liegt sie gut, wenn sie dann auch eher mit dem Daumen bedient werden möchte. Außerdem sieht das Teil auch noch absolut edel aus, und schon war es um mich geschehen. Voreingestellte und noch erweiterbare Temperaturkoeffizienten, gefederter Pluspol, umfangreiche Einstellungsmöglichkeiten wie vom Dani gewohnt, allerdings mit der Dreiknopf-Menuführung noch ein Stück einfacher – und das ohne externe Software und einen PC. Und weder über die Verarbeitung noch über die Zuverlässigkeit muss man ein Wort verlieren.

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Das Display

Gibt es auch Nachteiliges? Vielleicht das obenliegende Display, das zwar größer als beim Dani und bei Helligkeit perfekt ist, aber im Dunklen selbst bei niedrigster Stufe noch unangenehm hell leuchtet. Zwar kann man einstellen, ob es nur nach, während und nach dem Zug oder gar nicht leuchtet, aber dazu muss man doch ins erweiterte Menu klicken. Eine einfache Tastenkombination für einen Stealth-Modus würde das ganze abrunden. Und natürlich ist der Anschaffungswiderstand nicht klein – 230 Euronten muss man für die Box abdrücken. Aber die ist das Gerät wert, und wenn man dazu noch gerade Geburtstag hatte…

Die Box sieht unter vielen Verdampfern richtig gut aus…

Dicodes No.6 mit SQuapeR, Kayfun Mini 3 und Kronos
Dicodes No.6 mit SQuapeR, Kayfun Mini 3 und Kronos

…und würde bestimmt hervorragend zum SQuapeX passen. Btw: Hat eigentlich schon jemand ein Mittel gegen den HWV gefunden? 😉

Wäre dann nur noch die Sache mit dem einen Akku – und die hat sich quasi erledigt: Dass man mit einem 26650er locker 1 1/2 Tage über die Runden kommt – jedenfalls bei meinen Settings – hätte ich nicht gedacht. Wenn dann noch in Bälde die avisierte passende Ladeschale rauskommt…

Fazit: Eine absolut schicke, perfekt verarbeitete Box, die richtig gut in der Hand liegt und, sofern man keine extrem hohe Leistung benötigt, riesigen Spaß macht!

iStick – eine kleine Erfolgsgeschichte

Damals, vor langer, langer Zeit, als der Dampfer, der sich keinen “luxuriösen Akkuträger” wie zum Beispiel eine Vamo leisten konnte oder wollte, mit einem Twist oder Spinner seine Verdampfer befeuerte, brachte die Firma Eleaf plötzlich eine unscheinbare Box heraus: Den iStick. Klein, handlich, mit fest verbautem Akku mit sagenhaften 2200mAh, aufladbar über ein Mikro-USB-Kabel. Eine kleine Box für nen schlanken Taler, die sogar über eine variable Watt-Einstellung verfügte! Gut, der 510er Anschluss des Gerätes entpuppte sich bald als mittel stabil, und der Spruch “Klappern gehört zum Handwerk” sollte ob der wackeligen Tasten eine völlig neue Bedeutung erhalten, aber damals – es war übrigens Herbst 2014 – war das Gerät eine kleine Sensation, und bei Eleaf hätte man sich wohl nicht gedacht, dass damit das Dampfen im Ein- und Aufsteigerbereich ein Stück weit revolutioniert und eine ganze iStick-Familie folgen würde.

Volksdampfe Ende 2014: iStick 20 und Delta. Volksdampfe 2016: iStick 40TC und Cubis
Volksdampfe Ende 2014: iStick 20 und Delta. Volksdampfe Frühjahr 2016: iStick 40TC und Cubis

Bereits kurze Zeit später erschien schon der Nachfolger: Die Box konnte nun 30 Watt ausgeben und bekam die berühmte “Schnabel-Topcap” verpasst – damit passten auch etwas breitere verdampfer ohne Überstand. Die Tasten wackelten nun etwas weniger, ansonsten blieb eigentlich alles beim alten.

Einiges mehr hatte der iStick 50 zu bieten: Nicht nur nochmal 20 Watt mehr, sondern auch die doppelte Kapazität! Mit 4400 mAh konnte man auch mit etwas mehr Power über den Tag kommen. Die Maße des Geräts nahmen allerdings auch zu, und dem ein oder anderen war das schon zu schwer – dabei lag der 50er ziemlich gut in der Hand. Der 510er-Anschluss und der Taster… aber das kannte man ja schon. Zusätzlich kam noch der iStick Mini heraus: Mit seinen maximal 10 Watt (eine kleine Sonderausführung mit 20 Watt gab und gibt es auch) und den 1000 mAh war es eher ein Zweitgerät, man fand ihn aber bald, häufig in Kombination mit dem GS16s-Tank, in der ein oder anderen Dampferinnenhandtasche.

iStick Mini, iStick 30, iStick 50
iStick Mini, iStick 30, iStick 50

Im Juli 2015 brachte Eleaf den iStick 40TC heraus, der nun nicht nur über einen Temperaturmodus verfügte – offiziell nur Nickel, aber mit einem kleinen Trick (im ausgeschalteten Zustand 20 Sekunden lang die Power und die Up-Taste gedrückt halten) konnte man auch die Titan-Unterstützung aktivieren – nein, das Gerät wurde auch zuverlässiger, und Eleaf spendierte seinem neuen Baby endlich einen vernünftigen 510er-Anschluss. Der iStick 40TC ist auch heute noch bei Ein- und Aufsteigern ein beliebtes Gerät – zu Recht!

Eine kleine Revolution folgte ein Monat später darauf mit dem iStick 100: Der Akku war nicht mehr fest verbaut, man konnte die Kiste mit zwei normalen – parallel geschalteten – 18650er Akkus betreiben! Warum man bei dieser Box allerdings wieder auf den Temperaturmodus verzichtete konnte der Hersteller wohl auch nicht beantworten, einen Preis für innovatives Design bekam Eleaf auch nicht, aber immerhin hatten die Freunde des Leistungsmodus ein extrem preiswertes Gerät gefunden, das – für damalige Verhältnisse sagenhafte – 100 Watt ausgab! Der kurz darauf erschienene iStick 60 wiederum war deutlich schlanker, kam nur noch mit einem Wechselakku daher, hatte den 510er mittig und verfügte wieder über den Temperaturmodus – diesmal auch “offiziell” mit Titan-Unterstützung. So richtige Höhenflüge erlebten beide Geräte allerdings nicht, zumal inzwischen der Mutterkonzern mit der VTC Mini eine gute Box heraus brachte, die deutlich wertiger wirkte, über ein wesentlich größeres Display verfügte und zusätzlich updatefähig war. Aber der Pluspunkt der iStick-Familie war – und ist – eben der niedrige Preis, der auch Dampfern, die nicht so viel ausgeben können (oder wollen), den Zugang zu hübschen Geräten verschafft.

Und nun hat Eleaf mit dem neuen iStick 100TC wieder eine richtig gute Box herausgebracht: Der verbaute Joyetech-Chip ist updatefähig, das Gerät liegt durch seine Form unheimlich gut in der Hand, der Feuertaster macht Spaß, und hübsch sieht die Box obendrein noch aus. Wie es mit der Zuverlässigkeit und Langlebigkeit aussieht wird sich herausstellen – Stefan testet das Gerät zur Zeit im Dauerbetrieb und ist bislang sehr begeistert.

Die iStick-Familie
Die iStick-Familie

Ein richtig großer Wurf gelang Eleaf allerdings Anfang des Jahres im Einsteigerbereich mit dem iStick Basic: Ein kleiner, handlicher Akku, in den ein Tank einfach mittels Magnet eingeklickt wird – hätte man auf die Idee nicht schon längst kommen können? Kein umständliches Schrauben mehr (bis auf die Tankbefüllung), Laden über Mikro-USB, eine Kapazität von 2300mAh, dazu eine rudimentäre Akkustandsanzeige: Eine wirklich schicke Sache. Zumal der zum Set gehörige (und auch einzeln erwerbbare) GS Air 2 ein feiner Einstiegs-Verdampfer ist: Sehr guter, regelbarer Zug, und die 0.75Ohm-Coils bieten nicht nur für einen Verdampfer dieser Preisklasse richtig guten Geschmack sondern sorgen auch für guten Flash und heftig Dampf! So macht der Einstieg in die Dampferei wirklich Spaß, und selbst Ketteraucher sollten so den Umstieg problemlos schaffen können. Wenn man dazu noch den Preis betrachtet – deutlich unter 40€ – denkt so mancher “Altdampfer” mit tiefem Seufzen und Kopfschütteln an seine Anfangstage mit einer eGo-T oder eGo-C zurück… 😉

Ideal für Einsteiger: iStick Basic
Ideal für Einsteiger: iStick Basic

Nun hörte man die ein oder andere Klage ob der Zuverlässigkeit der iStick-Familie – ja, die Geräte sind nichts für die Ewigkeit, aber welcher Dampfer behält, gerade bei der rasanten technischen Entwicklung, sein Gerät schon ewig? Aber das Preis-Leistungsverhältnis der Geräte ist einfach unschlagbar, und deshalb kann man bei den iSticks wohl durchaus von einer Erfolgsgeschichte sprechen. Eine Erfolgsgeschichte, die wahrscheinlich noch lange nicht zu Ende ist.