Einschränkungen im Wohnzimmer

In einigen Bundesländern sind Dampfshops ja (noch bzw. wieder) geöffnet. Ob das im Hinblick auf die Eindämmungsversuche des Coronavirus’ sinnvoll ist, darüber könnte man natürlich diskutieren – schließlich gibt es ausreichend Online-Shops, über die man sich seinen “Stoff” besorgen kann, und eine umfangreiche Beratung dürfen die geöffneten Läden momentan sowieso nicht bieten. Auf der anderen Seite möchte vielleicht doch gerade jetzt der ein oder andere Raucher aufs Dampfen umsteigen, und da ist eine, wenn auch eher theoretische Beratung – Probenuckeln geht nun mal gerade nicht – beim Fachhändler immer noch sinnvoller als wenn sich ein Einsteiger auf gut Glück irgend ein Gerät im Netz bestellt, mit dem er am Ende nicht klar kommt. Außerdem freut sich bestimmt mancher Dampfer, wenn er seine Lieblingsaromen in seinem Lieblingsladen bekommt – und damit ganz nebenbei auch den kleinen Einzelhändler vor Ort unterstützen kann.

In Mecklenburg-Vorpommern dürfen die Dampfshops seit dieser Woche wieder öffnen, natürlich nur unter strenger Einhaltung der zur Zeit üblichen Auflagen. Für uns bedeutet das, es darf sich nur ein Kunde im Laden aufhalten, dies auch erst nach Einlass und mit dem gebotenen Sicherheitsabstand. Das Probieren von Liquids ist ebensowenig möglich wie das Testen der Geräte, und der gewohnte, gemütliche Schnack bei zwei bis fünf Tassen Kaffee fällt erst recht aus. Also eigentlich ist all das, was den kleinen Stammoffliner um die Ecke eben ausmacht, nicht möglich. Und trotzdem sind viele Dampfer froh, wenn sie ihre Aromen und sonstige Dampfutensilien eben persönlich einkaufen, ein paar Worte wechseln und, sofern möglich, die ein oder andere Hilfe in Anspruch nehmen können.

Schön sind diese Einschränkungen natürlich nicht, aber wir nehmen es möglichst mit Humor und freuen uns jetzt schon alle zusammen auf die Zeiten, in denen der Stamm-Öffi wieder das sein darf, was er für viele Dampfer eigentlich ist, nämlich das zweite Wohnzimmer.