E-Zigaretten explodieren nicht!

Immer wieder geistern unsinnige, schlecht recherchierte Berichte über angeblich “explodierende E-Zigaretten” durch die Presse und halten Raucher vom Umstieg aufs Dampfen ab. Deshalb noch mal zum Mitschreiben Nachschauen:

Studien – mal so, mal so

Ein Grund für die Unsicherheit, ob man das Dampfen regulieren sollte oder nicht, besteht angeblich in der Abwesenheit von Langzeitstudien. Dennoch gibt es natürlich schon einige Untersuchungen zum Thema Dampfen, und es werden sicher noch weitere folgen. In unregelmäßigen Abständen wollen wir die ein oder andere Dampfer-Studie hier zumindest erwähnen:

Eine etwas ältere Studie (2012) von griechischen Forschern belegt, dass die elektronische Zigarette Herz und Gefäßen weniger schadet als eine herkömmliche Kippe. Sie meinen sogar: Die E-Kippe kann Rauchern beim Aufhören helfen. (Ärztezeitung online vom 27.August 2012)

Etwas neuer ist die Studie eines deutschen Forscherteams, das untersucht hat, inwiefern E-Zigaretten die Raumluftqualität beeinträchtigen. Und obwohl sich das Resultat eigentlich eher positiv liest…

Zuvor hatten Kritiker vor allem vor einem möglichen, hohen Anstieg der krebserregenden und giftigen Stoffe Formaldehyd, Akrolein und Azeton gewarnt. Ein entsprechender Schadstoffanstieg konnte jedoch weder für diese noch für andere Stoffe nachgewiesen werden, mit der Ausnahme von Aluminium und den PAHs. [Bericht auf Liuid-News.de]

…scheinen die Forscher bemüht, das Ergebnis eher negativ wirken zu lassen und arbeiten mit vielen “Könntes” und “Eventuells”. Einen ausführlichen Artikel dazu findet man auf der – übrigens sehr empfehlenswerten – Seite Liquid-News.de.

Pressesplitter (2)

Hamburger Abendblatt: Neue Studie: Kein Passivrauchen bei E-Zigaretten

Keine Giftstoffe im Dampf von elektrischen Zigaretten: Das ist das Ergebnis einer Studie des Wessling Laboratoriums in Altenberge. Das Labor testete auf vier typische Schadstoffe, die beim Verbrennen von Tabak entstehen und sich auch im Zigaretten-Qualm nachweisen lassen. Außerdem wurde untersucht, ob sich in der Atemluft eines eZigaretten-Dampfers Spuren des Liquid-Bestandteils Propylenglykol befinden. Das Resultat des Gutachtens: Alle getesteten Stoffe liegen unterhalb der Nachweisgrenze und stellen somit keine Belastung für die Raumluft oder Nichtraucher in der Umgebung dar.

Vielleicht sollte man sich das Fazit der Studie ausdrucken und immer dabei haben, falls man wieder mal von unwissenden Nichtdampfern empört angeschaut und ob der “Belastung für die armen Nichtraucher” angemoppert wird. 😉

(Quelle: Hamburger Abendblatt via Dampfzeichen)

Liquid-News: England lässt TV-Werbung für e-Zigaretten zu

Knapp 50 Jahre, nach dem die “Advertising Standard Authority” in England das Werbeverbot für Tabakzigaretten erlassen hat, setzt man sich dort jetzt offenbar mit der Werbung für e-Zigaretten auseinander:

Dieselbe Institution hat nun zugestanden, dass die dem Verbot zugrunde liegenden Argumente nicht nahtlos auf die elektronischen Zigaretten übertragbar sind. In Konsequenz werden die entsprechenden Anordnungen im Hinblick auf die potenzielle Bewerbung von eCigarettes im Fernsehen neu überdacht. In Kürze soll eine entsprechende Regulierung betreff Druck-, Online- und Fernsehwerbung für eZigaretten veröffentlicht werden.

Ein Werbespot für die eZigarettenmarke “Vype” von Nicoventures, Tochter von British American Tobacco, läuft bereits seit Mitte Februar im Britischen Fernsehen, allerdings noch etwas zurückhaltend:

Ganz offensichtlich wurde im Spot auf die Visualisierung des Dampfens an sich verzichtet, um das Schlupfloch im britischen Werbekodex nicht zu gefährden. So macht British American Tobacco auch den notwendigen Kompromiss, im Fernsehspot von der “puren Befriedigung für Dampfer” zu sprechen, während in der Onlineversion des Spots von “Rauchern” die Rede ist.

(Quelle: Liquid-News.de)