Aegis – der neue Volksakkuträger?

Es ist ungefähr vier Jahre her, da sah man gefühlt jeden Dampfer mit dem gleichen Akkuträger rumlaufen, nämlich der Releaux von Wismec. Spätestens, als sie nicht nur mit dem DNA 200-Chip sondern mit einem deutlich preiswerteren Joytech-Chip ausgeliefert – und damit für jeden erschwinglich – wurde kam kaum ein Dampfer, der etwas mehr Wolken schieben wollte, ohne diese Box aus. Während einige seiner Nachfolger schon bald am 510er-Anschluss und der Elektronik schwächelten galt der Urtyp – bis auf den schnell abblätternden Lack – als quasi unkaputtbar, und selbst heute wird dieser Akkuträger noch in der freien Wildbahn angetroffen.

Natürlich gab es auch später noch Akkuträger, die sich allgemeiner Beliebtheit erfreuten, aber ein richtiges “Volksgerät” ist seitdem nicht mehr darunter – was sicher auch an der stetig wachsenden Auswahl liegt.

Seit geraumer Zeit schickt sich nun Geekvape an, mit der Aegis-Serie in Wismecs Fußstapfen zu treten. War der Urtyp mit einem 26650er-Akku noch eher ein Geheimtipp, kennt fast jeder den Nachfolger, die Aegis Legend. Nun für zwei 18650er Akkus ausgelegt bietet sie nicht nur bei der Leistung (bis zu 200 Watt) sondern auch bei der Kapazität all das, was Otto Normaldampfer benötigt, wenn er eine gute Stromquelle für seinen Lungenzieher sucht. Nicht nur das, gilt die Box doch als (fast) unkaputtbar, ist stoß-, staub und spritzwassergeschützt (nach IP67), also auch für den Gebrauch für unterwegs geeignet – die Angst, dass das gute Stück besser nur auf dem heimischen Wohnzimmertisch steht weil es sonst am Lack, am Anschluss oder gar der Elektronik Schaden nehmen könnte, entfällt.

Geekvape Aegis Legend – die Box für unterwegs

Natürlich ist die Legend nicht für grazile, kleinere Hände gemacht. Einen Schönheitspreis wird sie auch eher nicht einheimsen (wobei die “limited Magnesium Edition” hier noch mal Pluspunkte sammelt), und in die Hosentasche passt “der Klopper” schon mal gar nicht. Aber er liegt trotz seiner Maße unheimlich gut in der Hand, die Tasten verfügen über einen angenehmen Druckpunkt, und der Chip funktioniert zuverlässig und verzichtet weitestgehend auf unnötigen Schnickschnack.

Für denjenigen, der auf die Vorteile der Box nicht verzichten will, es aber ein bis zwei Nummern kleiner mag, hat Geekvape noch die Aegis Mini (fest verbauter Akku mit 2200mAh, bis zu 80 Watt) oder die Aegis Solo (für einen 18650er Akku, bis 100 Watt) im Programm. Für die breite Masse sind die beiden Geräte meiner Meinung nach nicht geeignet, aber auch die beiden “Kleinen” haben bereits ihren festen Fankreis.

Aegis Solo (links) und Aegis Mini (rechts)

So richtig durchstarten könnte Geekvape jetzt aber mit dem aktuellen Modell, der Aegis X. Wie ihr Vorgänger ist sie “gut gepolstert” (und auch stoß-, staub- und spritzwassergeschützt), und zumindest von einer Seite erinnert sie auch optisch sehr stark an die Legend. Allerdings wurden zwei Dinge gravierend verbessert: Zum einen ist sie kleiner geworden, zum anderen verfügt sie endlich über ein deutlich größeres Display, das auch von über 25jährigen Dampfern problemlos abgelesen werden kann:

Aegis Legend (links) und ihr Nachfolger, die Aegis X

Ich muss allerdings gestehen, dass mein erster Eindruck zwiegespalten war, wirkt das Gerät doch auf den ersten Blick wie aus zwei unterschiedlichen Boxen zusammengeklöppelt; beim näheren Betrachten merkt man aber schnell, dass das Gerät doch aus einem Guss ist.

Die zwei Seiten der Medaille, nein, der Aegis X

Das 2,4 Zoll große OLED-Display hat drei verschiedene “Templates” an Bord, jedes davon kommt zusätzlich mit unterschiedlichen Farbvarianten daher. Die Helligkeit des Displays kann man einstellen, die Range reicht von “leidlich dezent” bis “kurzfristige Erblindung”.

Wie die Legend bietet auch die Aegis X verschiedene Modi an, inklusive Temperatur- und Bypass-Modus. Neu sind die vier Memorypunkte, die man sich einrichten kann, so dass man bei der Nutzung mehrerer Verdampfer (oder auch beim alltäglichen Durchglühen der Coil) nichts an der Leistung verstellen muss sondern ganz einfach, nach drei Klicks auf den Feuertaster, mit der Plus- oder Minustaste das gewünschte Profil wählt. Wenn man nach drei Klicks auf den Feuerbutton die Plus- und Minustaste für drei Sekunden gleichzeitig hält gelangt man übrigens ins Untermenu – anfangs vielleicht etwas ungewohnt, aber bei näherem Betrachten sinnvoll, da man die dort hinterlegten Werte doch nur sehr selten verstellt.

Der absolute Clou des neuen Aegis-Modells ist aber ein ganz anderer: Selten habe ich einen Akkuträger erlebt, der besser in der Hand liegt! Ob der abgerundeten Flächen und der – wenn auch nur leicht – verringerten Größe ist die Box ein absoluter Handschmeichler!

Gefällige Kombi: Aegis X mit Taifun GT IV

Einen kleinen Nachteil muss aber einfach jedes Gerät haben: Hundertprozentig in den Vorteil von Handlichkeit und großem Display kommen nur die Linkshänder! Der Rechtshänder muss, wenn er das Display ständig im Blick haben will, den Daumen zum Feuern nutzen, dafür entgeht ihm aber die perfekte Rundung der Rückseite der Box. Oder er nutzt den Zeigefinger zum Feuern, sieht dann aber das Display nicht. Mich stört weder das eine noch das andere sonderlich, trotzdem ertappe ich mich immer häufiger dabei, wie ich mit der linken Hand zur Dampfe greife. Ob in absehbarer Zeit die Aegis X noch als “Rechtshänderbox” auf den Markt kommt entzieht sich meiner Kenntnis, aber allerspätestens dann hätte sie das Zeug zu einem absoluten Volksakkuträger. 😉

Geekvape Aegis, Aegis Solo, Aegis Mini, Aegis Legend, Aegis X (von links)

In jedem Fall ist es der Firma Geekvape mit ihren Produkten bereits jetzt gelungen, dem ein oder anderen arrivierten Boxen-Hersteller das Wasser zu reichen, wenn nicht gar abzugraben. Wollen wir hoffen, dass der Hersteller das jetzige Niveau auch bei seinen weiteren Produkten hält – Wismec ist das bei seinen Boxen leider nicht gelungen.

Geekvape Aegis X
Maße: 90 x 56 x 31mm (H/B/T)
Gewicht: 178g (ohne Akkus)
Für Verdampfer bis 27mm geeignet
5 bis 200 Watt Ausgangsleistung, 0,1 bis 12 Volt Ausgangsspannung
ca. 70€

Double Barrel – Purist mit kleinem Schönheitsfehler

Gefühlt erscheinen heute immer noch fünf neue Akkuträger pro Woche auf dem Markt. Wirklich Neues bieten sie eher nicht – wie auch, die Technik ist weitgehend ausgereizt – und auch bei der Optik tut sich nicht viel, ein bisschen was Buntes hier, ein paar Abrundungen dort, ansonsten ist von einer Revolution am Boxenhimmel zur Zeit wenig zu sehen.

Eine der wenigen Ausnahmen ist der Double Barrel von Squid Industries. Zum einen ist die Optik ungewöhnlich – sie ist einer doppelläufigen Büchse nachempfunden, deren “Läufe” natürlich als Akkuaufnahme dienen. Zum anderen ist der Akkuträger sehr puristisch gehalten – ein kleines Rad an der Seite, ein eher winziges Display oben neben dem 510er-Anschluss, und fertig. Auch auf einen USB-Anschluss hat man verzichtet – die Akkus sollen gefälligst extern geladen werden (sinnvoll!), und Hoffnungen auf ein eventuelles Chip-Update werden so gar nicht erst geweckt.

Foto: Projekt Eulchen

Aber eben dieser Minimalismus ist, neben der Optik, die hervorstechende Eigenschaft des Double Barrel. Mit dem Rad – dessen Rastpunkte angenehm “klicki” sind – verstellt man, in angenehmen 1-Watt-Schritten, die Leistung, zudem dient das Rad als Feuertaster – hier ist der Druckpunkt zwar recht leicht, aber nicht schwammig. Mit den klassischen fünf Klicks wird das Gerät ein- und ausgeschaltet, mit vier Klicks wird der AT gesperrt, und mit drei Klicks lässt sich das Display flippen, so dass es sowohl von Daumen- als auch Fingerfeurern gut abgelesen werden kann – jedenfalls wenn es draußen nicht zu hell ist und der Dampfer generell über gute Augen verfügt, denn das Display ist sowohl klein als auch recht dunkel.

Ein klassisches Menü gibt es nicht – wozu auch, Squid verzichtet auf alles vermeintlich Unnötige. Temperatursteuerung? Nö. Eigene Leistungskurven? Nö. Eine Auswahl an Display-Hintergründen? Schon gar nicht. Hier wird sich auf das Wesentliche konzentriert, schließlich ist ein Akkuträger nichts weiter als die Stromquelle für den Verdampfer.

Foto: Projekt Eulchen

Da kommen wir aber auch zum einzigen kleinen Schönheitsfehler, den der Double Barrel mit sich bringt: Das Ansprechverhalten! Der Purist will so richtig nur puristische Coils befeuern – mehrfach getwistete, dreimal ummantelte, vierfach verknotete Fahrradspeichen, die nun mal ziemlich träge sind, mag die Elektronik nur sehr zögerlich in Gang bringen – und über eine Preheat-Funktion verfügt der Akkuträger (natürlich) nicht. Wer also im Alltag die modernen, feisten, mitunter eher Schmuckstücken gleichenden Coils nutzt, muss schon sehr geduldig sein oder auf schlichtere Drähte wechseln, sonst macht der Barrel nur mäßig Spaß.

Eine weitere Eigenschaft dieses Akkuträgers: Er ist zwar sehr schlank, aber auch üppig schwer. 218 Gramm bringt das Teil auf die Waage – ohne Akkus! Muss man schon mögen. Dafür liegt er sehr gut in der Hand und fühlt sich (nicht nur) ob des Gewichts sehr wertig an.

Fazit: Wer das etwas Ausgefallene liebt, wer das Puristische mag, wer gerne etwas schwerere Geräte in der Hand hält und dann auch noch eher klassische Drähte nutzt, der wird mit dem Double Barrel richtig Spaß haben. Wen einen dieser Punkte stört sollte sich die Anschaffung dieses Geräts noch mal gut überlegen, und ihn am besten – wie schon häufiger erwähnt – auf dem Stammtisch oder im Offliner des Vertrauens mal ausprobieren.

Double Barrel, Squid Industries
Maße: 92 x 43 x 25mm; 25mm-Verdampfer sitzen bündig
Gewicht: 218g
Maximale Ausgangsleistung: 150 Watt
Akkus: 2 x 18650er
Farben: Viel Buntes und schwarz
Preis: ca. 85€

Dicke Backen machen: Der GTR

Die Schnutsche Begeisterung für den Taifun GT IV hält ungebrochen an, er ist auch nach fast einem Jahr unsere absolute Lieblings-Dampfe.

Für das ultimative “Backedampfen” ist er allerdings nicht gemacht. Wenn man hin und wieder doch mal richtig “oldschooled”, also MTL dampfen, und dazu gerne beim gleichen Hersteller bleiben möchte, dann kommt man um den vor Kurzem erschienenen Taifun GTR wohl nicht herum. Ein 23mm- Singlecoiler, eher schlicht im Erscheinungsbild, aber dafür mit tollen “inneren Werten”.

Ich habe ihn, wie wahrscheinlich fast alle, in der “Special Edition” erworben, inklusive zweier Tabakaromen (die ich bis zum heutigen Tage noch nicht angemischt habe) und einer “handmade Coil” von DO-Coils, die man aber getrost in ihrer Verpackung belassen kann – sie taugt leider gar nix ist nicht gerade ein geschmackliches Highlight.

Der GTR verfügt über ein Topfill-System (ganz ohne Gewinde!) und über eine neuartige, aus zwei Kanälen bestehende Liquidcontrol. Der Luftzug lässt sich variabel einstellen (je zwei Luftlöcher mit 1,0 und 1,2mm, die in mehreren Kombinationen genutzt werden können), und bei der Wattierung kann man, Taifun-typisch, eigentlich nichts falsch machen, so dass der GTR im Handling extrem entspannt ist. Anstelle aus Glas besteht der Tank aus Polysulfon (PSU), ein Werkstoff, der auch extrem hohen Temperaturen und sämtlichen Chemikalien trotzen soll – trotzdem vermeide ich die üblichen “aggressiven” Liquids.

Entscheidend ist aber der Geschmack, und da bietet der Kleine wahrlich Großes! Bestückt mit einer SS316 Finefused Clapton liefert der GTR Geschmack auf höchstem Niveau, egal ob man mentholige, fruchtige oder süße Liquids bevorzugt. Nach einigen Wochen Dark Menthol von Tom Klark fließt zur Zeit das Feenchen von Nebelfee durch den GTR, und ich muss sagen: Absolut auf den Punkt getroffen!

Als Stromquelle habe ich mich für einen Akkuträger aus dem gleichen Hause entschieden, nämlich für den Skarabäus Pro, der – zusammen mit dem Adam von Old Sam – eine herrlich stimmige Kombi ergibt:

Der Skarabäus Pro ist eine halbmechanische Tube, also nicht regelbar, aber mit einem Hochleistungs-MosFet inklusive Temperatursensor ausgestattet und verfügt über diverse Schutzvorkehrungen gegen Überlastung, Spannungsabfall, Verpolung und Tiefenentladung. Das Highlight des Akkuträgers ist aber ganz klar der verschleißfreie “magnetoptische” Taster – ein haptisches Erlebnis! Ausgelegt ist der Skarabäus Pro für einen 18650er-Akku, was bei einem “Backedampfer” wie dem GTR aber allemal ausreicht, um einige Stunden Dampfspaß zu haben.

Ganz billig ist dieser Spaß nicht, die Geräte werden nun mal in Deutschland gefertigt, aber die Verarbeitung und das haptische, optische und geschmackliche Erlebnis lassen einen den üppigen Anschaffungswiderstand schnell verschmerzen. 😉 Ein weiterer, smokerstore-typischer Nachteil ist leider die Verfügbarkeit – wer mit dieser Kombi (oder auch nur mit Teilen davon) liebäugelt sollte zuschlagen, wenn er die Geräte beim Offliner des Vertrauens sieht.

Taifun GTR, Smokerstore
Höhe: 40mm (ohne Driptip)
Durchmesser: 23mm
Preis: 149,- €

Skarabäus Pro, Smokerstore
Höhe: 93 mm
Durchmesser: 23mm
Preis: 169,- €

Eine wahre (G)Evolution

Seitdem das Gerücht umhergeht, dass Heiko und Toto von German Stil Vapor an einem neuen 23mm-Verdampfer arbeiten, wuchs die Spannung. Was würde es werden? Ein verkleinerter Gelite? Eine überarbeiteter Genius? Nun, es wurde – ein Mesh-Verdampfer!

‘Warum nur?’ fragte sich der GSV-Fan – hatte sich doch nach dem Taifun BT die Mesh-Technik, zumindest bei Selbstwicklern, nicht wirklich durchsetzen können. Das Interesse sank nach der Ankündigung jedenfalls deutlich, erst recht, als die erste Wickelanleitung im Netz auftauchte: Zum Meshen das halbe Deck ausbauen, dabei gefühlte 20 Schrauben lösen (und natürlich wieder befestigen), und mindestens ein komplettes Schaf würde pro Wattierung dran glauben müssen. Geordert wurde der Gevolution² natürlich dennoch – ist ja ein GSV-Produkt – aber so richtig viel erwarteten wir nicht.

Und dann kam er an, der Gevolution…

Das erste, das beim Auspacken auffällt: Er ist klein! 3mm weniger Durchmesser als der Gelite², gerade mal 67 mm hoch, für GSV-Verhältnisse also geradezu filigran. Aber hübsch ist der Kleine geworden, mit stimmigen Proportionen, und zumindest optisch gefällt das Teil schon mal!

Der Kleine und sein großer Bruder – Gevolution² und Gelite²

Das zweite, das man beim Auspacken feststellt: Es wurde kein Mesh beigelegt! Ernsthaft Jungs? Ein kleines Tütchen mit ausreichend Mesh für 2 oder 3 Wicklungen liegen jedem China-Billig-Kracher bei!

Gevolution² mit Zubehör, Zertifikat und Anleitung – aber ohne Mesh

Also flugs ein Streifen Mesh aus alten BT-Beständen geschnappt (200er Kanthal), der Wickelanleitung gefolgt, und dabei festgestellt, dass es auf der Anleitung viel komplizierter wirkt als es in der Praxis letztendlich ist. Auf das Durchglühen des Meshs vor dem Wickeln verzichten wir – das funktioniert im Gerät selbst nämlich bestens, natürlich bevor man die Watte einlegt!

Meshung und Wattierung – Fotos by Manumodz

Dann kommt endlich der erste Dampftest, und weiter geht’s mit den Überraschungen: Der Zug ist weitaus geschlossener als von den anderen GSV-Geräten gewohnt. Der Dampf ist wesentlich wärmer als beim Taifun BT. Und der Geschmack ist – schlichtweg brillant! Sehr intensiv, auch kleine Noten werden herausgekitzelt, und von flach keine Spur! Die Ankündigung von GSV, dass der Gevolution² ein “geschmacklicher Hammer” sei, können wir nur bestätigen!

Natürlich wird nun fleißig experimentiert, mit unterschiedlichen Mesh-Sorten und -breiten, mit der Wattierung, mit der Größe der Schlaufe und natürlich mit der Airflow. Hier zeigt sich dann, dass der Gevolution² für ein Mesh-System doch sehr flexibel ist.

Ich persönlich bevorzuge einen maximal breiten Mesh-Streifen aus 300er Edelstahl mit recht weiter Schlaufe (also auch viel Watte) und der indirekten Airflow – so ergibt sich eine für mich perfekte Kombination aus angenehm leichtem Zug und hervorragendem Geschmack.

Stefans Mopfung

Aber da Zugverhalten und Geschmack nun mal ganz individuell sind lautet die Empfehlung auch bei diesem Verdampfer: Spielen, ausprobieren, experimentieren. Und ja, es lohnt sich!

Mesh – da war doch was (ein kleiner Exkurs)

Vor zwei Jahren hatte bereits ein Mesh-Verdampfer aus deutscher Herstellung einen Mesh-Hype ausgelöst, nämlich der Taifun BT. Der Hype war allerdings recht schnell wieder verflogen. Nicht, dass der BT per se schlecht war, aber die Nachteile – sehr kalter Dampf, mäßig pointierter Geschmack, wenig Möglichkeiten zum Experimentieren, vor allem aber ständiger Kampf gegen Hotspots – wogen meist mehr als die durchaus vorhandenen Vorteile, die dieses System mit sich bringt: Edelstahlgewebe springen nicht nur deutlich schneller an als kleine Drahtwicklungen – vor allem als die heute üblichen mehrfach geflochtenen, ummantelten, von tibetanischen Waisenkindern fußgeklöppelten Megacoils – sondern halten auch länger und sind meist schneller angebracht.

Das Anbringen des Mesh-Streifens ist beim Gevolution² zwar umständlicher als beim BT, dafür sitzt das Mesh wirklich bombenfest. Besonders begeistert sind wir von der kleinen “Fahne”, die hinter der Brücke bleibt und einem das Neuwattieren oder auch nur das erneute Anziehen der Watte extrem vereinfacht. Auch ist die beim Gevolution² angewandte “Spanngurttechnik” um Längen zuverlässiger – keine Hotspot-anfälligen Stellen an den Posts, kein Nachstopfen – einspannen, anziehen, und fertig. Und geschmacklich liegt der Gevolution², das müssen wir klar sagen, deutlich über dem BT.

Ein klein wenig Kritik

Natürlich ist kein Gerät perfekt, auch beim Gevolution² gibt es, wenn auch kleine, Kritikpunkte: Zum Beispiel das Befüllventil – so praktisch das auch für konventionelle Flaschen ist, bei den heute leider üblichen Chubby Gorilla-Flaschen hat man nur die Wahl zwischen wahnsinnig werden und dem Umfüllen in andere Flaschen – wir empfehlen letzteres.
Außerdem ist da noch das Fassungsvermögen des Tanks. Gut, das ist immer zu gering, aber hier ist der Tank mit 4ml wirklich etwas knapp gehalten, zumal das – sehr schmale – Glas am oberen Tankende sitzt und es so nach drei, vier Zügen wirkt, als wäre der Tank wieder leer. Ist er zwar nicht, aber die Jungs von GSV arbeiten bestimmt trotzdem schon an einer Tankverlängerung, nicht wahr?!
Der letzte Kritikpunkt betrifft das Driptip: Nicht, dass das mitgelieferte ein schlechtes ist, im Gegenteil. Das große Aber: Es ist keine genormte Aufnahme, das heißt, Fremddriptip geht (mal wieder) nicht. Bitte, liebe Hersteller, liefert in solchen Fällen immer einen Adapter auf ein gängiges Format mit!

Eine häufig gesehene Kombi: Gevolution² auf einer Lostvape Paranormal DNA 250-C

Ansonsten gibt es an dem Gerät nichts zu kritisieren. Die Verarbeitung ist auf gewohntem GSV-Niveau, der Nachfluss läuft hervorragend, und der Spaßfaktor ist üppig. Erwähnen sollte man an dieser Stelle vielleicht noch mal, dass der Gevolution ein reiner Mesh-Verdampfer ist! Die Nutzung von herkömmlichen Coils ist zwar theoretisch möglich, allerdings läuft man Gefahr, sich die Abdeckplatte zu verbiegen. Bleibt schließlich noch der – stolze – Preis von 189€ zu erwähnen. Ja, auch der Gevolution² ist kein Schnäppchen, aber das ist nun mal ein adäquater Preis für in Deutschland entwickelte und gefertigte Produkte in Kleinserien.

Wer braucht den Gevolution² nun?

Tja, was heißt schon brauchen? MTL-Dampfer brauchen sich keine Gedanken zu machen, ob sie schon mal mit dem Sparen anfangen sollen, ebensowenig diejenigen, die per se bei herkömmlichen Drahtwicklungen bleiben wollen. Alle, die einen der leckersten Verdampfer, der zur Zeit auf dem Markt ist, ihr eigen nennen wollen, sollten versuchen, einen Gevolution² mal bei Freunden, auf Stammtischen oder im Offliner des Vertrauens zur Probe zu dampfen. Und dann heißt es eigentlich nur noch auf den zweiten Batch zu warten…

Das Fazit

Wieder einmal hat es German Stil Vapor geschafft, die Dampferwelt – inklusive der Dampfschnuten – zu verblüffen, und wir müssen bei Heiko und Toto von GSV wirklich Abbitte leisten! Dass man aus einem Mesh-Verdampfer so viel Geschmack herauskitzeln kann war bis vor Kurzem eigentlich unvorstellbar. Dazu kommen die innovative Umsetzung, die wie gewohnt gute Verarbeitung und – ja, auch das Auge dampft mit – die gefällige Optik.

Ob der Gevolution² jetzt bei den Selbstwicklern eine neue Mesh-Welle lostreten wird – bei den Fertigcoilern wird ja Mesh, unserer Meinung nach bislang völlig zu Unrecht, immer beliebter – oder doch nur ein Nischenprodukt bleibt wird die Zeit zeigen, ebenso wie sich der Gevolution² im mehrmonatigen Dauergebrauch schlägt. Eines steht schon mal fest: Der Gevolution² ist ein hervorragender Verdampfer, der sogar meinem momentanen Referenzgerät, dem GT IV, locker das Wasser reichen kann!

Wer lieber bewegte Bilder mag: Ein ausführliches Review zum Gevolution² findet man bei Obis Dampfersofa.

Gevolution², German Stil Vapor, ab 189,- €, der erste Batch ist bereits ausverkauft, der zweite soll angeblich im Frühsommer 2019 erscheinen.

 

Es sammelt sich weiter

2013 haben wir mit dem Dampfen begonnen, und wie das so ist, wenn die Leidenschaft geweckt wird, sich dazu die Technik immer weiter verbessert,  sammelt sich so einiges an:

Altes und Neues vereint – und wahrscheinlich liegt noch das ein oder andere Altgerät in der Ladenvitrine, in irgendeiner Schublade oder unter dem ein oder anderen Gerümpelberg. 😉

Das letzte “Gruppenbild” entstand vor dreieinhalb Jahren, mal sehen, ob für das nächste Foto der Platz auf dem Balkon noch ausreicht. 😉

 

Loop 1.5 und VGOD – Tröpflertraum in schwarz

Den ein oder anderen Tröpfler habe ich in den letzten Jahren ja schon getestet, in unterschiedlichen Preisklassen, mit den unterschiedlichsten Decks, und mit ebenso unterschiedlichen Geschmacksentwicklungen. Viele schöne Geräte waren dabei, aber am Ende galt die Empfehlung in Punkto Preis-Geschmacksverhältnis immer wieder dem 22mm-Troll V2. Nun aber scheint dieser – schon in die Jahre gekommene – Tröpfler tatsächlich einen würdigen Nachfolger gefunden haben: Den Loop 1.5 von Geekvape!

Er verfügt über ein – etwas spezielles – postless Deck, eine sehr durchdachte Luftführung und eine extrem tiefe Wanne.

Man kann ihn als Single- oder Dualcoiler (sinnvoller) und auch als Squonker betreiben. Die Topcap sitzt weder zu fest noch zu locker, die beiden beigefügten Driptips sind angenehm (ein Adapter auf 510er liegt auch bei), der Zug ist schön offen, und vor allem fabriziert der Loop einen wirklich hervorragenden Geschmack!


Meine Stromquelle für den Loop ist die 200 Watt-Box von VGOD. Diese hatte ich mir vor einiger Zeit bestellt weil mir die Optik gefiel, dafür hatte ich es sogar in Kauf genommen, dass es die Box nur im Kit mit einem Fertigcoiler (!) gibt – der zwar weder optisch noch geschmacklich schlecht ist, aber eben auch vollkommen unnötig.

Die Box ist vielleicht etwas sehr Akku-hungrig, feuert aber brav wie sie soll, verfügt über ein aufgeräumtes Display, und weder von der technischen noch von der optischen Seite gibt es was zu moppern.

Nach einiger Zeit im Dauertest überwog für mich bei der VGOD 200 allerdings ein gravierender Nachteil, weshalb die Box eigentlich bereits als nicht alltagstauglich ausgemustert war: Sie ist einfach nicht ergonomisch! Sie ist wahlweise zu groß oder zu klein, dabei so kantig, dass man ständig unangenehme Druckstellen an der Handfläche hat. Dazu mag ein Feuertaster auf der Oberseite zwar schick aussehen, aber praktisch ist das, zumal bei den Maßen dieser Box, nicht.

Für den Loop habe ich die Box aber wieder ausgegraben. Nicht nur, dass sie von der Leistung und von der Optik her perfekt zum Loop passt, auch fällt, da ich einen Tröpfler meist nur eine gewisse Zeit am Stück nutze, die mangelnde Handschmeichlichkeit der Box hier nicht sonderlich ins Gewicht. Was wieder mal zeigt, dass sich irgendwann für jeden Topf ein passender Deckel findet.

Der Loop, um auf das eigentliche Thema zurück zu kommen, hat sich in den Wochen des Testens jedenfalls als absolut praktischer und geschmacklich hervorragender Tröpfler erwiesen und ist mittlerweile zu meinem Alltagsdripper geworden. Welche Stromquelle nun da drunter steckt ist eigentlich egal, allerdings sollte sie über ausreichende Kapazität verfügen – der Loop macht halt viel Spaß, und man möchte ja nicht alle Stunde den Akku wechseln.


Geekvape Loop 1.5, 25mm, ca. 35€

 

Die wilde Brunhilde

Das Hypegerät 2019 steht bereits seit Jahresbeginn fest, es ist natürlich die Brunhilde, das Gemeinschaftsprojekt von 103 deutschen Dampfern und dem chinesischen Hersteller Vapefly. Extrem gehypt und ebenso extrem gedisst – kaum ein Dampfer kam in den letzten Wochen um die wilde Hilde rum. Wir natürlich auch nicht:

Die Brunhilde von Vapefly

Das besondere an der Hilde ist zum einen die Kooperation von Dampfern und chinesischem Hersteller, wobei der ein oder andere unkt, dass die Brunhilde ja lediglich ein geklontes Sammelsurium von anderen Verdampfern sei. Ich sehe es eher so, dass die Macher durch gute Ansätze und Systeme inspiriert wurden und diese dann perfektioniert haben. Abgesehen davon ist es heute kaum noch möglich, ein völlig neues System zu bauen – alles gab es schon mal irgendwo.
Zum anderen ist das besondere der Preis – schlanke 50 Euro für einen durchdachten, gut verarbeiteten Topcoiler, das ist mal eine Ansage, zumal man auch beim mitgelieferten Zubehör nicht geizig war.

Ich nutze die wilde Hilde jetzt seit gut fünf Wochen, also genügend Zeit um die ersten Eindrücke niederzuschreiben.

Die Verarbeitung:

Solide! Lediglich der O-Ring an der Driptipaufnahme ist etwas zu dünn (unschön, wenn man sein Driptip oder gar den 510er Adapter zu verlieren droht) und der ein oder andere Docht sitzt etwas spack in seinem Loch, was eventuell für Probleme mit dem Nachfluss sorgt. Für beides gibt es Lösungen (anderes Driptip oder anderen O-Ring; zwei Litzen pro Docht rausnehmen, nix entkernen!), ansonsten habe ich schon Verdampfer made in Europe erlebt, die weitaus schlechter verarbeitet waren!

Das Deck mit der 3D-Airflow im Postblock

Das Handling

Coils rein, Watte durchziehen, umklappen, auf die Dochte legen, mit Liquid befüllen – und die Hilde ist einsatzbereit.

Die recht durchdachte Airflow bietet dem User eine weite Range, dennoch ist die Hilde nicht für den MTL-Gebrauch gemacht – sie möchte gut Leistung haben, und mit meinen 70 Watt befeuere ich sie noch sehr zurückhaltend. Der Liquidverbrauch ist entsprechend üppig, aber wer heutzutage bei einem DL-Dualcoiler etwas anderes erwartet ist selbst schuld.

Noch eine Anmerkung zur Befüllöffnung: Nach anfänglichen Problemen bin ich mittlerweile von dieser recht begeistert. Flasche gerade ansetzen, mutig drücken, und das Ding sabbert so gut wie nicht. Man sollte nur immer dran denken, anschließend das Tankshield wieder zurück zur Airflow zu drehen…

Feuer frei!

Der Geschmack:

Die Brunhilde wird gerne mit ähnlichen Dual-Topcoilern wie dem Gelite², dem Corona und dem Vapor Giant Extreme verglichen, nur um die bekanntesten zu nennen. Sowohl im Handling als auch Geschmack kommt sie da am ehesten an den Gelite von GSV ran – natürlich mit deutlich weniger Materialaufwand. Den Vapor Giant toppt die Hilde locker, der Corona ist in diesem Segment allerdings geschmacklich unerreicht.

Natürlich gibt es bessere Geschmacksverdampfer, in erster Linie sei der GT IV genannt, der für mich zur Zeit leckerste RTA, aber da kann man auch Äpfel mit Kirschen vergleichen – jo, ist beides Obst. 😉

Abgesehen davon ist ja auch der Spaß, den ein Gerät bringt, ein großer Faktor – und Spaß macht die wilde Hilde definitiv.

Fazit:

Das Gerät ist absolut stimmig in Punkto Verarbeitung, Handling und Geschmack, vor allem zu diesem Preis, und somit finde ich den Hype um die Brunhilde durchaus gerechtfertigt! Allerdings muss man schon der richtige Dampfertyp für diese Performance sein – und bereit, sich mit der wilden Hilde auseinanderzusetzen.

Brauche ich die Brunhilde nun?

Wenn du ausgewiesener Backedampfer bist, dann nicht. Und wenn du zu den Leuten gehörst die meinen, ein Selbstwickler, dazu ein Topcoiler, müsste sofort, immer und überall problemlos funktionieren, dann auch nicht.

Wenn du hingegen Topcoiler mit offenem Zug magst, oder einen solchen schon immer mal ausprobieren möchtest, dann solltest du bei der Hilde zuschlagen – zu diesem Preis gibt es derzeit nichts besseres!

Stefans Hilde auf der Paranormal mit passendem Driptip

Noch eine abschließende Anmerkung zu einer Frage, die ich zuletzt von einigen Dampfern gehört habe, nämlich ob die deutlich teureren High End-Geräte aus deutscher (oder schweizer) Herstellung noch eine Existenzberechtigung haben, wenn man ein solches Gerät aus China jetzt für einen Bruchteil des Anschaffungswiderstandes bekommen kann. Die Antwort ist ein ganz klares ja! Zum einen wäre da der bereits oben erwähnte Spaßfaktor, der in meinen Augen zum Beispiel bei einem Gelite nochmal ein Stück höher ist, was auch, aber nicht nur an der deutlich dickeren Materialstärke liegt. Zum anderen: Ohne die “Vorarbeit” von Smokerstore, German Stil Vapor oder meinetwegen auch Vapor Giant gäbe es die Brunhilde wohl gar nicht. Eine Brunhilde ist halt keine S-Klasse, aber mit einem Opel Astra kommt man auch schnell und bequem ans Ziel.

Vapefly Brunhilde, 49,90€, in der Special Edition nen Zehner teurer.

Oldschool-Drippen mit dem BTD

Ich bin ja ein großer Fan des GT IV, dazu tröpfle ich mitunter sehr gerne. Wenn dann Smokerstore einen Tröpfler ankündigt, dessen Deck mehr oder weniger auf dem GT IV basiert, dann ist klar, dass ein solches Exemplar bald den Weg zu den Schnuten findet.

Wenn man dann endlich den Neuen aus der – eher unscheinbaren – Papprolle rausholt stellt man sich recht spontan die Frage “und wo ist jetzt der Rest?” 😉

Ja wo isser denn?

Der Taifun BTD ist klein. Sehr! Klein! 22mm Durchmesser (dazu gibt es allerdings einen Zierring auf 25mm) und gerade mal 26mm hoch – inklusive Driptip! Aber bekanntlich kommt es ja nicht auf die Größe an sondern auf den Geschmack.

Das Deck – ausreichend Platz, aber nicht für Monstercolis geeignet

Der BTD ist ein Singlecoil-Tröpfler, der, gemessen an seiner Größe, durchaus Platz für auch etwas dickere Coils bietet – für Monstercoils ist die Aufnahme allerdings nicht gemacht. Solche sind aber generell für dieses Gerät nicht geeignet, die Luftführung ist dazu viel zu zurückhaltend, und es würde auch deutlich zu heiß werden.

Vielmehr hat man beim BTD ein schönes Retro-Feeling: Kleines Deck, relativ kleine Coils, kleine Luftlöcher (2 x 1 oder 2 x 2, jeweils 2mm), wenig Leistung (ich befeure den Kleinen gerade mit 48 Watt bei 0,25 Ohm) – dafür aber einen richtig guten Geschmack! Ähnlich wie der GT IV hebt der BTD, jedenfalls in meinem momentanen Setting, sehr die süßen Noten, weshalb ich ihn gerade gerne mit entsprechenden Liquids (OJ von Psycho Bunny, Salted Caramel Machiato von Barista) betröpfel.

Driptip, Topcap, Base, Zierring

Der BTD kommt standardmäßig mit einem Squonkerpin an, aber da die Quetscherei nachwievor nicht mein Ding ist nutze ich ihn mit der mitgelieferten “normalen” Schraube als klassischen Tröpfler.

Ein kleines Minus gibt es für das Driptip: Es ist klein. Sehr, sehr klein – und zwar sowohl vom Durchmesser her als auch von der Länge. Nun kann man zwar auch andere Driptips nutzen, diese sollten allerdings nur eine sehr kurze Aufnahme haben, da man ansonsten schnell den Ultem-Isolator im Inneren der Topcap beschädigen kann.

Driptip, klein, Topcap mit Ultem-Isolator

So bleiben einem eigentlich nur die aus dem Hause Smokerstore angebotenen Alternativen, was ich persönlich schade finde. Allerdings passt das Driptip recht gut zum Rest des Gerätes – und verstärkt auch noch mal das leichte Retro-Feeling, das einem bei der Nutzung des BTD überkommt.

Etwas schwierig ist es, eine passende Stromquelle für den BTD zu finden – auf den meisten Boxen sieht der Kleine doch sehr verloren aus. Zur Zeit thront er auf meiner Steampunk Nano, aber über kurz oder lang werde ich wohl nach einem etwas kleineren Schuh Ausschau halten müssen.

Taifun BTD auf der Tesla Steampunk Nano

Fazit: Wer einen gut verarbeiteten Tröpfler sucht, der mehr Wert auf Geschmack als auf riesige Wolken legt, oder wer wieder ein bisschen “oldschooled” tröpfeln möchte, dem kann ich den BTD wärmstens empfehlen. Mir ist der “kleine Schieter” jedenfalls schon ans Herz gewachsen, dabei hat die Experimentierwut noch gar nicht richtig begonnen. 🙂

Taifun BTD, Smokerstore, 129 €

 

Stilvoller Stilbruch

Es gibt Dampfkombis, die passen einfach – da stimmt sowohl optisch als auch von der Leistung und der (Preis)Klasse her alles, sie sind wie füreinander geschaffen. Und dann gibt es Kombis, bei denen ganz offensichtlich irgendwas nicht passt, die aber trotzdem stimmig aussehen. So etwas zum Beispiel:


SQuape E[motion] auf einem iStick Pico S – ein klassischer Schweizer Highend-Verdampfer auf einem eher futuristisch anmutenden chinesischen Akkuträger von der Stange, ein 22er Tank auf einem 25er Anschluss. Also alles in allem  ein klares No Go.

Und trotzdem ist diese Kombi stimmig: Sowohl farblich als auch von der Leistung und der Kapazität her passen diese beiden Geräte perfekt zueinander, die Kombi liegt angenehm in der Hand, und auch die Proportionen stimmen.

Es handelt sich also um einen klaren Stilbruch – allerdings mit Stil. 😉 Und da Schönheit bekanntlich sowieso im Auge des Betrachters liegt…