Die SVD – toller Akkuträger mit Macke

Die itaste SVD von der chinesischen Firma Innokin ist ein geregelter Akkuträger, der eigentlich alles bietet: Er ist teleskopierbar (kann also mit Akkugrößen von 18350 bis 18650 betrieben werden), verfügt über eine Variable Volt und Watt-Einstellbarkeit, kann den Widerstand des Verdampfers messen und mit Verdampfern ab 1 Ohm betrieben werden. Im Prinzip also all das, was ein – leicht fortgeschrittener – Dampfer so braucht. Das Aussehen ist natürlich Geschmackssache, aber mir gefällt mein “Steam Punk” ausgesprochen gut – auch wenn ich allein von der Optik her durchaus auch schlichte Geräte mag.

itaste SVD

Alles in Allem also ein Akkuträger, der alles kann, gut aussieht und Spaß macht. Dass Verdampfer unter einem Ohm nicht befeuert werden oder dass bei 15 Watt Schluss ist – all das ist mir schnuppe, auch das “Linkshänder-Display” stört mich, obwohl ich Rechtshänder bin, nicht. Aber da ist ja noch, die meisten SVD-Besitzer werden es wissen, das Problem mit dem Feuertaster. Zwar hat der immer mal wieder sein Aussehen geändert, aber eine Kinderkrankheit ist ihm leider geblieben: Er zickt! Ist der Druckpunkt anfangs problemlos zu erkennen wird die ganze Sache mit der Zeit eine recht schwammige Angelegenheit und man braucht schon ein wenig Fingerspitzengefühl, um den Punk zum Feuern zu bewegen. Das alleine wäre zwar etwas lästig, aber, meinem durchaus vorhandenen Fingerspitzengefühl sei Dank, machbar. Wesentlich nerviger ist die Tatsache, dass sich das Gerät gerne mal abstellt. “Dann mach das Ding eben wieder an und gut is'” mag jetzt der unbedarfte Leser denken, aber der Dampfer will nun mal – zuverlässig – dampfen und nicht ständig nur klicken. Und eben diese – mangelnde – Zuverlässigkeit ist es, die mich ernsthaft darüber nachdenken lässt, mir einen weiteren Akkuträger, eventuell auch gebraucht, anzuschaffen. Auch wenn es eine solche “eierlegende Wollmilchsau” kein zweites mal gibt, jedenfalls nicht zu dem Preis. Oder hat der geneigte Leser einen Tipp für mich?

High End – damals und heute

High End light damalsDamals, als man die Musik noch nicht auf kleinen Mobiltelefonen im MP3-Format abspielte sondern erbittert darum stritt, ob CDs wirklich die Musik so gut wiedergeben wie Schallplatten, war “Hifi” noch ein ernsthaftes Hobby, das auch mich gepackt hatte. Natürlich war auch der High End-Bereich interessant, auch wenn klar war, dass man sich diese Produkte niemals würde leisten können. Dennoch genoss man es natürlich, wenn man auf der jährlichen High End-Messe die Geräte zu Augen – und vor allem zu Ohren – bekam, von denen man schon immer mal in den Fachzeitschriften (ja, diese Papier-Dinger, die Älteren werden sich erinnern) gelesen hatte. Letzten Endes war man im Alltag aber mit der heimischen, deutlich preiswerteren und dennoch guten Anlage ganz zufrieden.

High End light heuteÄhnlich ist es heute beim Dampfen: Als relativer Anfänger erfreut man sich, wenn man das eGo-Einsteigerset “überwunden hat” an den – erschwinglichen und für den Preis absolut guten – Produkten wie den Twist (bei den Akkus) oder den eVod (bei den Verdampfern). Und so nach und nach kommt ja das ein oder andere etwas höherpreisige Produkt auch noch hinzu. In die absoluten High End-Sphären hingegen wird man, allein schon aus monetären Gründen, niemals vordringen. Was einen aber nicht davon abhält, sich hin und wieder mal Videos von so manchen Hightechgeräten anzusehen und ein wenig vor sich hin zu schwärmen. So wie damals halt. Und auch heute ist man letzten Endes mit seinem eigenen Equipment doch ganz zufrieden. Also im großen und ganzen… 😉

Die Komponenten meiner damaligen, im oberen Foto abgebildeten Musikanlage: NAD CD-Player, Mission Cyrus II Vollverstärker, Sony MiniDisc-Player, Onkyo Tape. Meinen Thorens Plattenspieler hatte ich kurz zuvor verkauft. *melancholisch soifzend*

Sparen oder nicht?

Kost ja alles Geld...Eine häufige Frage bei – potentiellen – Neudampfern ist die, ob man mit dem Dampfen im Gegensatz zu den Kippen Geld sparen kann. Darauf gibt es eine glasklare Antwort: Kommt drauf an! 😉

Da ich zu meinem “Pyromanenzeiten” relativ wenig geraucht und dazu noch selbstgedreht habe gibt es bei mir natürlich kaum Einsparpotential. Anders sieht es bei den (vormaligen) Vielrauchern aus, vor allem wenn sie fertige Kippen gekauft haben. Natürlich kommt es dann auch auf die Dampfgewohnheiten an: Bin ich ein Dauernuckler oder nutze ich die Dampfe nur alle zwei Stunden mal? Welche Dampfausstattung habe ich? Eher die einfachen Einsteigerprodukte, bei denen sich der Liquidverbrauch in Grenzen hält oder nutze ich doch schon besseres Equipment, bei dem der Liquiddurchfluss und somit der Verbrauch wesentlich höher ist? Dampfe ich eher leichte, fruchtige Liquids oder die pappsüßen, dickflüssigen Sorten, die den Verdampferköpfen ziemlich zusetzen und häufigeres Auswechseln erfordern? Kaufe ich fertige Liquids oder mache ich mir die Arbeit und mische selbst? All das muss bei der Frage, ob man im Gegensatz zum Kippenrauchen Geld spart, beachtet werden.

Natürlich benötigt man auch erst mal eine Grundausstattung, die je nach Modell, Zusatzausstattung und Liquidmenge auch mal knapp am dreistelligen Bereich kratzen kann. Ist man damit eingedeckt (und mit seiner Ausstattung zufrieden) fallen an laufenden Kosten eigentlich nur noch Geld für Liquid und Ersatzcoils an, also ist es auf Dauer schon möglich, ein paar Euronten zu sparen. Voraussetzung: Man hat sich nicht mit dem HWV, dem Haben-will-Virus angesteckt. Der ist in Dampferkreisen ziemlich weit verbreitet und auch nur schwer heilbar. 😉 (Näheres zum HWV vielleicht mal in einem anderen Beitrag.)

Ich hatte das große Glück, dass meine Dampferleidenschaft in unmittelbarer Nähe zu Weihnachten und Geburtstag begann, so konnte ein wenig der Erst- (und auch der Zweitausstattung) geschenketechnisch abgedeckt werden. Außerdem ist es ganz praktisch, dass Benedikt schon ein wenig vor mir mit dem Dampfen anfing und mir so nicht nur mit vielen Tipps weiterhelfen konnte sondern auch mit dem ein oder anderen von ihm “abgelegten” Equipment. 😉

Es gibt also keine klare Antwort auf die Frage, ob Dampfen preiswerter ist als das herkömmliche Kipperauchen. Ich würde die Geldersparnis jedenfalls nicht als Hauptmotivation für den Umstieg empfehlen, aber wenn man langfristig ein paar Euro dadurch sparen kann ist es immerhin ein netter Nebeneffekt.

Frischer Kaffee

Kaffeetrinker wissen: Die Kaffeemaschine muss regelmäßig gereinigt und hin und wieder müssen auch ein paar Teile ausgetauscht werden, sonst schmeckt das leckere Zeug bald nach pieseliger Plörre. Wenn man, wie ich, seit geraumer Zeit den Frühstückskaffee dampft und nicht mehr trinkt, gilt Ähnliches.

Innokin-Kaffeemaschine, auseinandergenommen, gereinigt, neu bestückt.
Innokin-Kaffeemaschine, auseinandergenommen, gereinigt, neu bestückt.

Schon schmeckt der Kaffee wieder richtig gut und der Tag kann beginnen… 🙂

Kanger Mini T3S: Schraube locker oder was?

Bevor ich für mich den EVOD entdeckte war ich ein recht großer Freund des Mini T3S von Kanger. Preis in Ordnung, Dampfentwicklung und auch Geschmack sind völlig okay. Allerdings haben zwei meiner Minis offensichtlich eine Schraube locker ein Problem: Von Zeit zu Zeit scheint sich der Verdampferkopf vom Sockel zu lösen. Sollte der Mini gerade nicht in Benutzung sein merkt man es an der kleinen Liquidpfütze, die sich unter dem Verdampfer bildet; hat man ihn in Benutzung bemerkt man natürlich den fehlenden Kontakt: Keine Erhitzung, kein Dampf mehr. Dreht man dann die Verdampfereinheit aus dem Tank hält man nur noch den Verdampfersockel in der Hand, der Kopf steckt weiterhin im Tank fest:

minibreak

Eine siffige Angelegenheit ist das, wenn man mit spitzen Fingern erst mal den Verdampferkopf aus dem Tank “fischen”, den ganzen Sums sauber machen und dann wieder zusammenschrauben darf. Nun kann es sich natürlich um eine “Montagsproduktion” handeln, ein weiterer Mini arbeitet hier seit Monaten problemlos vor sich hin, dennoch halte ich mich mit Empfehlungen für dieses Modell gerade zurück. Dann lieber zum EVOD greifen, der in einer ähnlicher Preisklasse liegt, noch besser dampft und zumindest bislang bei mir noch nicht mit irgendwelchen Zickereien aufgefallen ist. Ein Hoch auf die Vielfalt – solange es sie noch gibt…

Erste richtlinienkonforme Starterkits tauchen auf

Fast zeitgleich mit der Verabschiedung der Tabakproduktrichtlinie bringt Green Smoke ein E-Zig-Starterkit raus, das vollkommen den Anforderungen dieser Richtlinie entspricht – und lässt diese von Bloggern und anderen aktiven Internetusern bewerben. Erst Anfang Februar diesen Jahres hatte Altria, der Mutterkonzern von Marlboro, Green Smoke aufgekauft. Nun stellt sich natürlich die Frage: Wusste oder ahnte der Konzern, wie die Richtlinie letztlich aussieht und hat sich entsprechend rechtzeitig gewappnet? Oder haben die Konzerne – wie ja bereits von den einen gemunkelt, von den anderen als Verschwörungstheorie belächelt – den EU-Politikern die Richtlinie diktiert?

Die Schnuten sind sich nicht ganz einig, ob hinter der Frage eine Einflussnahme oder professionelle Markteinschätzung zu vermuten ist, aber letztlich muss sich jeder seine Meinung selbst bilden, und manchmal ist Wahrheit auch nicht ganz schwarz/weiß. Hill Billie ist jedenfalls ohne es zu bemerken auf einen “netten Werbezug” aufgesprungen, hatte in einem ersten Video dieses Einsteigerset noch gelobt, dieses Lob aber, nachdem er von den Hintergründen erfuhr, revidiert.