Doch ‘ne Tube…

“Och nö, eine Tube würde ich mir nicht mehr kaufen. Mit nur einem Akku, dann muss ich ja im Stundentakt wechseln, außerdem sind Boxen einfach praktischer…” sprach der Stef bis vor ein paar Tagen.

Aber wenn die Dani 25 unter dem gepimpten Kayfun 5² so wunderschön aussieht, dann kann man gar nicht anders:

Erst recht nicht, wenn das “Akku-Problem” Dank 20700er oder 21700er Akkus gar keines ist. 35 Watt auf einer Fused Clapton-Singlecoil, da reicht ein 20700er Akku mit über 4000mAh tatsächlich den ganzen Tag.

Gut, die kleinste und leichteste Kombi ist es nicht: 25mm Durchmesser, 19cm Länge und 332 Gramm, da merkt man schon, was man in der Hand hält. Aber die Kombi macht einfach riesigen Spaß, zumal der Kayfun 5² mit dem neuen PEI-Tank auch optisch wieder eine Augenweide ist. Und die nunmehr 7,5ml Fassungsvermögen sind auch nicht zu verachten.

Fazit: Mal wieder eine richtige Traumkombi!

 

Driptips – einfach nur ein Mundstück?

“10 Euro für ein Mundstück? Die spinnen ja!” war mein erster Gedanke, als ich als Einsteiger in einem Berliner Dampfshop vor dem Driptip-Angebot stand.  Zehn Euro, das wäre ja mehr, als mein ganzer Verdampfer gekostet hat!

Nun, man ahnt, dass ich damals etwas schlichtere Geräte nutzte – und ich weiß, dass ich nicht der einzige Neudampfer mit dieser Reaktion bin. 😉

Irgendwann bin ich dann über meinen Schatten gesprungen und habe tatsächlich zwei Driptips gekauft, und für eines habe ich ganze 5 Euro ausgegeben!

Die ersten eigenen Driptips – damals mein ganzer Stolz!

Nun ja, diese beiden Driptips waren ihren Preis wert, mehr aber auch nicht. Dass man für wirklich gute Mundstücke etwas mehr investieren muss wurde aber spätestens klar, als die Geräte etwas mehr – und auch etwas kostenintensiver – und der Geschmack besser wurde. Bald war man nicht nur bereit, deutlich größere Beträge für ein Driptip auszugeben, sondern es entstand auch nach und nach eine kleine Driptip-Sammlung…

Es begann mit den Edelstahl-Driptips von Old Sam…

Fuzzi, Adam, Ben und Benny – die Old Sams

…aber bald wurde es farbenfroher und das Material lippenschmeichelnder, denn wir entdeckten die Dampfwürmchen:

Farbenfrohe Unikate aus Acryl – die Dampfwürmchen

Aber es gibt ja auch Geräte, die spezielle Driptips haben wollen wie der BT oder der Gelite – und auch da wurde man recht schnell fündig:

Spezialanfertigungen für den BT und den Gelite und dazwischen ein Allrounder

Mittlerweile wird eigentlich bei jedem neuen Gerät das Original-Mundstück sofort ausgetauscht – nicht nur, weil die eigenen einfach angenehmer sind, auch weil der Trend immer mehr zur Individualisierung geht.

Ach ja, braucht man wirklich andere, teurere und dann auch noch so viele Driptips? Naja, man braucht sie nicht unbedingt. Aber was heißt schon “brauchen”… 😉

 

Familienzusammenführung

Ich bin ja seit langer Zeit ein begeisterter SQuapianer. Und als Dampferfreak ist man immer auch ein bisschen Sammler. Entsprechend groß war die Freude, als es zu Weihnachten von Benedikt den “Ur-SQuape” gab! Jetzt ist die Tankfamilie von Stattqualm komplett. 🙂

Von links: SQuape (2012), SQuape R (2014), SQuape Rs (2015), SQuape X (2016), SQuape E (2017). Ja, nicht nur technisch, auch beim Design hat man sich in der Schweiz weiterentwickelt. 😉

 

(G)Elite aus Hessen

Seit einem halben Jahr will ich ja schon ein paar Zeilen zum Gelite², dem aktuellen Verdampfer der kleinen hessischen Manufaktur German Stil Vapor, schreiben. Aber zum einen ist unser Zeitproblem immer noch nicht gelöst, zum anderen gibt es einfach Geräte, bei denen man hin und her überlegt, aber nie so die richtigen Worte zum Einstieg findet. So auch in diesem Fall, weshalb wir heute mal das Pferd von hinten aufzäumen:

Eigentlich ist der Gelite² ein “Unding”. Das fängt mit seinem Namen an – wie zum Geier spricht man das richtig aus? Dann passt er mit seinen 26mm Durchmesser und seiner wuchtigen Erscheinung nur auf ganz wenige Akkuträger – bei kleineren Boxen steht er über oder die Proportionen sind unstimmig. Die Verdampferkammer ist eigentlich viel zu groß, um richtig guten Geschmack herauszukitzeln. Er ist mit 200 € Anschaffungswiderstand einer der teuersten Verdampfer auf dem Markt und man bekommt ihn, da er nur in recht kleinen Batches gefertigt wird, nur mit viel Glück. Also eigentlich alles Gründe, sich dieses Gerät nicht zu kaufen. Warum machen es dann trotzdem so viele Leute?

Ganz einfach: Der Gelite² ist einer der geilsten Verdampfer überhaupt! Das fängt beim Material und vor allem der Materialstärke an – jedes einzelne Gerät wird gefühlt aus einem kompletten Stahlträger gedengelt. Das hat sein Gewicht, aber du weißt, selbst wenn das Ding aus Hüfthöhe auf den Boden fällt gehen höchstens die Fliesen kaputt. Auf dem Deck kann man so ziemlich alles an abgedrehten Coils anbringen was das Bastlerherz begehrt – oder man setzt einfach eine schlichte Dualcoil drauf. Die Befüllung über das Ventil ist absolut praktisch (jedenfalls solange man nicht die unsäglichen Flaschenverschlüsse nutzt, die gerade bei englischen Herstellern so in Mode sind), und völlig egal, ob man ihn mit Leistung satt in die Lunge zieht oder eher einen moderaten Zug möchte – das Ding schmeckt einfach hervorragend!

Nein, ein Schnäppchen ist der Gelite² nicht. Nicht nur der Anschaffungswiderstand des Verdampfers selbst ist üppig, man benötigt auch einen guten Akkuträger, bei dem Leistung und Proportionen passen. Wer es ungeregelt und ein bisschen größer mag nutzt den GSV-eigenen Tube, den Real Stil – vorausgesetzt er hatte Glück, eines der doch recht seltenen Exemplare zu ergattern. Ansonsten bleiben einem eigentlich nur eher preisintensive Akkuträger übrig – wie zum Beispiel die G-Class.

Der Hang zur Individualisierung macht natürlich auch vor GSV-Produkten nicht halt – das Standard-Driptip wird entweder mit einem aus der hauseigenen Kollektion oder mit individuelleren Versionen, zum Beispiel einem Dampfwürmchen aus Acryl, ersetzt. Oder man setzt einen farbigen Akzent, zum Beispiel mit den angebotenen Messing-Shields und Driptips. Und die neuen Tankshields, bei denen man endlich auch bei nicht optimalen Lichtverhältnissen sehen kann, wie viel Liquid noch im Tank ist, sind eigentlich Pflicht.

Fazit: Wer einen kleinen, schlanken Verdampfer sucht ist beim Gelite² ebenso raus wie jemand, der ausschließlich auf Backe dampft. Allen anderen kann ich dieses Schmuckstück nur wärmstens ans Herz legen, denn der Gelite² ist für mich das absolute Non-plus-ultra aller Verdampfer, die zur Zeit auf dem Markt sind. Und eine Augenweide obendrein!

Gelite² von German Stil Vapor, 199,90€ (gedreht) bis 214,90€ (poliert), erhältlich bei GSV direkt oder in ausgewählten Dampfshops. Die Verfügbarkeit ist reine Glückssache, also wenn man die Möglichkeit hat – zuschlagen!

 

Dann eben nur Toast mit Ketchup

Für manchen Dampferfreak ist dies ein ziemlich teures Quartal, so auch für mich. Was müssen da aber auch drei Topgeräte in kürzester Zeit auf dem Markt erscheinen?

Es fing an mit dem Taifun BT – ein absoluter Muss-Kauf! Ein komplett neues System ist per se schon mal interessant, und wenn es dann noch für wickelfaule Menschen wie mich bestens geeignet ist… Nun, die Begeisterung für den BT hat nicht nachgelassen, im Gegenteil. Eigentlich bräuchte man allein zum Austesten aller Möglichkeiten noch einen zweiten, quasi als Spielwiese, aber da kamen ja “dummerweise” noch ein paar andere Geräte raus…

Kurz darauf erschien nämlich der zweite Batch des Gelite². Für mich kein unbedingter Pflichtkauf – auch wenn ich bislang der einzige im Laden war, der kein GSV-Produkt dampfte. Ich konnte das Gerät schon längerer Zeit bei unseren Jungs testen, und so war klar, dass der Gelite² für meine Settings deutlich besser geeignet ist als sein Vorgänger, der Genius², den ja Benedikt dampft. Erstes Zwischenfazit: Mit dem Gelite² kann man nicht nur üppig Wolken schieben, sondern man hat auch – bei moderateren Settings (zur Zeit eine Ribbon Dual-Coil mit 0.37 Ohm, befeuert mit schlanken 85 Watt) – einen hervorragenden Geschmacksverdampfer. Hin und wieder ist er eine kleine Zicke was den Nachfluss angeht, aber die Lernkurve bei einem solch komplexen Gerät ist nun mal etwas flacher, und das Problem(chen) scheine ich auch so langsam in den Griff zu bekommen.

Tja, und dann kündigte Stattqualm den SQuape Emotion an – quasi den Nachfolger meines ersten Selbstwicklers und besten Geschmacksverdampfers aller Zeiten. Damit war auch dieses Gerät ein “Muss-Kauf”, und bei einem solchen – die Dampferfreaks wissen es – kann man  keinesfalls bis zum zweiten Batch warten. 😉 Nun werden wir – versteht sich ja, dass beide Schnuten einen brauchten – den neuen SQuape erst mal auf Herz und Nieren Backe und Lunge testen, mal sehen, ob er den ersten Eindruck – ein ganz klares wow! – bestätigt.

Jetzt hoffe ich nur, dass ich nicht so schnell einen schönen Akkuträger für den Gelite² finde – der Boxer Mod ist lediglich ein Provisorium – ansonsten gibt es eben zwei Monate nur Toast mit Ketchup zu den Mahlzeiten… 😉

 

Es sammelt sich…

Irgendwie scheint sich über die Jahre doch das ein oder andere an Dampfgeräten anzusammeln… 😉

sammlung2015-12

(Hintere Reihe von links: Reuleaux DNA 200 mit SQuape Rs, Dani Extreme V2 mit SQuape Rs, Dani Extreme V2 mit Change V1, Reuleaux DNA 200 mit SQuape R.
Mittlere Reihe von links: Blackwood, Kayfun 3.1, SQuape 1, FeV 3 mit Glas-Kit, Taifun GT.
Vordere Reihe von links: Kayfun 4, Kronos 1, Genius², Vapor Giant Mini 2.0)

Leckerer Schweizer

“Selbstwickeln – muss ich nicht haben, wäre mir zu anstrengend” habe ich gesagt. “High End-Verdampfer, brauche ich nicht, die Deltas kommen da geschmacklich ran” habe ich gesagt. Tja, und nun…

squape1

Dass ich mir irgendwann einen guten Selbstwickler holen würde, das war schon etwas länger klar, wobei ich ursprünglich den FeV präferiert hatte, gefolgt vom Kayfun 4. Dann ließ mich vor einigen Tagen ein Kunde “probedampfen”, und schon war klar, es würde der SQuape werden – und gestern habe ich ihn mir tatsächlich gegönnt. 🙂 Natürlich sind die Deltas nachwievor “großes Verdampferkino”, und bei Fertigverdampfern gibt es meiner Meinung nach keine besseren, aber… Was der SQuape an Geschmack bietet haut einen nur noch um! Zumal er gestern mit einem neuen Leckerlie eingedampft wurde, nämlich Himbeerjoghurt von Dark Burner.

Nun werde ich also ums “tägliche” Selbstwickeln nicht mehr herumkommen – die erste Wicklung gab es von Benedikt quasi als Geburtstagsgeschenk – und ich bin mal gespannt, wie ich mich dabei anstellen werde. 😉

Was nicht ganz so passt ist der Akkuträger: Der SQuape wird von meiner Sigelei 100W befeuert, einem wirklich zuverlässigen Gerät, das man allerdings nicht gerade als grazil und elegant beschreiben würde, und so rein optisch nicht direkt zu meinem neuen Schmuckstück passt:

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Eigentlich gehört unter den SQuape ein schicker Tubemod. Bis 30 Watt (womit – zum Glück – die Provari ausfällt), entspannter Menuführung (also auch kein BEC pro) und optisch passend. So richtig hat mir da noch kein Gerät gefallen, aber im Augenblick wäre die Anschaffung eines solchen Akkuträgers sowieso nicht drin. Aber mal sehen, was da so in den nächsten Monaten an neuen schicken Tubemods rauskommt. Wie, HWV? Ach was! 😉

Weihnachtsgeschenk

Einer von vielen schönen Aspekten beim Betreiben eines eigenen Dampferladens ist der, dass man täglich die interessantesten und schönsten Dampfgeräte in den Händen halten, sich damit befassen und sie mitunter auch testen kann. Und, ab und zu, zum Beispiel zu Weihnachten, sich eines dieser schönen Geräte auch selbst gönnt.

So habe ich mir jetzt, bereits ein bisschen vor der Zeit und auch etwas üppiger als geplant, mein Weihnachtsgeschenk gemacht. Obwohl ich eigentlich immer ein Freund der Tubemods war konnte ich mich in den letzten Wochen immer mehr von den unbestrittenen Vorzügen von Boxmods überzeugen – so nutze ich seit ein paar Wochen ja selbst ein “Böxchen”, nämlich den iStick. Der ist vor allem für unterwegs nachwievor mein Gerät der Wahl, aber ab und an möchte man ja doch mal etwas mehr Power zur Verfügung haben – zum Beispiel um den Aspire Atlantis oder den neuen Kayfun zu nutzen. Und so habe ich mir jetzt eine Sigelei 100W Box gegönnt! Zugegeben, ein bisschen Spielerei – aber eine, die richtig Spaß macht. 🙂 Als kleines Zusatzschmankerl gab es dann noch für meinen Delta endlich ein gutes Drip Tip, logischerweise von Old Sam, und zwar das Ben 2Tone:

weihnachtsgeschenk1

 

Jetzt ist der HWV erst mal befriedigt kann ich die Weihnachtstage kräftig mit Volldampf genießen – natürlich mit leckerem weihnachtlichen Liquid, zum Beispiel Vanillekipferl oder Glühwein. 🙂

High End – damals und heute

High End light damalsDamals, als man die Musik noch nicht auf kleinen Mobiltelefonen im MP3-Format abspielte sondern erbittert darum stritt, ob CDs wirklich die Musik so gut wiedergeben wie Schallplatten, war “Hifi” noch ein ernsthaftes Hobby, das auch mich gepackt hatte. Natürlich war auch der High End-Bereich interessant, auch wenn klar war, dass man sich diese Produkte niemals würde leisten können. Dennoch genoss man es natürlich, wenn man auf der jährlichen High End-Messe die Geräte zu Augen – und vor allem zu Ohren – bekam, von denen man schon immer mal in den Fachzeitschriften (ja, diese Papier-Dinger, die Älteren werden sich erinnern) gelesen hatte. Letzten Endes war man im Alltag aber mit der heimischen, deutlich preiswerteren und dennoch guten Anlage ganz zufrieden.

High End light heuteÄhnlich ist es heute beim Dampfen: Als relativer Anfänger erfreut man sich, wenn man das eGo-Einsteigerset “überwunden hat” an den – erschwinglichen und für den Preis absolut guten – Produkten wie den Twist (bei den Akkus) oder den eVod (bei den Verdampfern). Und so nach und nach kommt ja das ein oder andere etwas höherpreisige Produkt auch noch hinzu. In die absoluten High End-Sphären hingegen wird man, allein schon aus monetären Gründen, niemals vordringen. Was einen aber nicht davon abhält, sich hin und wieder mal Videos von so manchen Hightechgeräten anzusehen und ein wenig vor sich hin zu schwärmen. So wie damals halt. Und auch heute ist man letzten Endes mit seinem eigenen Equipment doch ganz zufrieden. Also im großen und ganzen… 😉

Die Komponenten meiner damaligen, im oberen Foto abgebildeten Musikanlage: NAD CD-Player, Mission Cyrus II Vollverstärker, Sony MiniDisc-Player, Onkyo Tape. Meinen Thorens Plattenspieler hatte ich kurz zuvor verkauft. *melancholisch soifzend*