Dann eben nur Toast mit Ketchup

Für manchen Dampferfreak ist dies ein ziemlich teures Quartal, so auch für mich. Was müssen da aber auch drei Topgeräte in kürzester Zeit auf dem Markt erscheinen?

Es fing an mit dem Taifun BT – ein absoluter Muss-Kauf! Ein komplett neues System ist per se schon mal interessant, und wenn es dann noch für wickelfaule Menschen wie mich bestens geeignet ist… Nun, die Begeisterung für den BT hat nicht nachgelassen, im Gegenteil. Eigentlich bräuchte man allein zum Austesten aller Möglichkeiten noch einen zweiten, quasi als Spielwiese, aber da kamen ja “dummerweise” noch ein paar andere Geräte raus…

Kurz darauf erschien nämlich der zweite Batch des Gelite². Für mich kein unbedingter Pflichtkauf – auch wenn ich bislang der einzige im Laden war, der kein GSV-Produkt dampfte. Ich konnte das Gerät schon längerer Zeit bei unseren Jungs testen, und so war klar, dass der Gelite² für meine Settings deutlich besser geeignet ist als sein Vorgänger, der Genius², den ja Benedikt dampft. Erstes Zwischenfazit: Mit dem Gelite² kann man nicht nur üppig Wolken schieben, sondern man hat auch – bei moderateren Settings (zur Zeit eine Ribbon Dual-Coil mit 0.37 Ohm, befeuert mit schlanken 85 Watt) – einen hervorragenden Geschmacksverdampfer. Hin und wieder ist er eine kleine Zicke was den Nachfluss angeht, aber die Lernkurve bei einem solch komplexen Gerät ist nun mal etwas flacher, und das Problem(chen) scheine ich auch so langsam in den Griff zu bekommen.

Tja, und dann kündigte Stattqualm den SQuape Emotion an – quasi den Nachfolger meines ersten Selbstwicklers und besten Geschmacksverdampfers aller Zeiten. Damit war auch dieses Gerät ein “Muss-Kauf”, und bei einem solchen – die Dampferfreaks wissen es – kann man  keinesfalls bis zum zweiten Batch warten. 😉 Nun werden wir – versteht sich ja, dass beide Schnuten einen brauchten – den neuen SQuape erst mal auf Herz und Nieren Backe und Lunge testen, mal sehen, ob er den ersten Eindruck – ein ganz klares wow! – bestätigt.

Jetzt hoffe ich nur, dass ich nicht so schnell einen schönen Akkuträger für den Gelite² finde – der Boxer Mod ist lediglich ein Provisorium – ansonsten gibt es eben zwei Monate nur Toast mit Ketchup zu den Mahlzeiten… 😉

 

Es sammelt sich…

Irgendwie scheint sich über die Jahre doch das ein oder andere an Dampfgeräten anzusammeln… 😉

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(Hintere Reihe von links: Reuleaux DNA 200 mit SQuape Rs, Dani Extreme V2 mit SQuape Rs, Dani Extreme V2 mit Change V1, Reuleaux DNA 200 mit SQuape R.
Mittlere Reihe von links: Blackwood, Kayfun 3.1, SQuape 1, FeV 3 mit Glas-Kit, Taifun GT.
Vordere Reihe von links: Kayfun 4, Kronos 1, Genius², Vapor Giant Mini 2.0)

Leckerer Schweizer

“Selbstwickeln – muss ich nicht haben, wäre mir zu anstrengend” habe ich gesagt. “High End-Verdampfer, brauche ich nicht, die Deltas kommen da geschmacklich ran” habe ich gesagt. Tja, und nun…

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Dass ich mir irgendwann einen guten Selbstwickler holen würde, das war schon etwas länger klar, wobei ich ursprünglich den FeV präferiert hatte, gefolgt vom Kayfun 4. Dann ließ mich vor einigen Tagen ein Kunde “probedampfen”, und schon war klar, es würde der SQuape werden – und gestern habe ich ihn mir tatsächlich gegönnt. 🙂 Natürlich sind die Deltas nachwievor “großes Verdampferkino”, und bei Fertigverdampfern gibt es meiner Meinung nach keine besseren, aber… Was der SQuape an Geschmack bietet haut einen nur noch um! Zumal er gestern mit einem neuen Leckerlie eingedampft wurde, nämlich Himbeerjoghurt von Dark Burner.

Nun werde ich also ums “tägliche” Selbstwickeln nicht mehr herumkommen – die erste Wicklung gab es von Benedikt quasi als Geburtstagsgeschenk – und ich bin mal gespannt, wie ich mich dabei anstellen werde. 😉

Was nicht ganz so passt ist der Akkuträger: Der SQuape wird von meiner Sigelei 100W befeuert, einem wirklich zuverlässigen Gerät, das man allerdings nicht gerade als grazil und elegant beschreiben würde, und so rein optisch nicht direkt zu meinem neuen Schmuckstück passt:

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Eigentlich gehört unter den SQuape ein schicker Tubemod. Bis 30 Watt (womit – zum Glück – die Provari ausfällt), entspannter Menuführung (also auch kein BEC pro) und optisch passend. So richtig hat mir da noch kein Gerät gefallen, aber im Augenblick wäre die Anschaffung eines solchen Akkuträgers sowieso nicht drin. Aber mal sehen, was da so in den nächsten Monaten an neuen schicken Tubemods rauskommt. Wie, HWV? Ach was! 😉

Weihnachtsgeschenk

Einer von vielen schönen Aspekten beim Betreiben eines eigenen Dampferladens ist der, dass man täglich die interessantesten und schönsten Dampfgeräte in den Händen halten, sich damit befassen und sie mitunter auch testen kann. Und, ab und zu, zum Beispiel zu Weihnachten, sich eines dieser schönen Geräte auch selbst gönnt.

So habe ich mir jetzt, bereits ein bisschen vor der Zeit und auch etwas üppiger als geplant, mein Weihnachtsgeschenk gemacht. Obwohl ich eigentlich immer ein Freund der Tubemods war konnte ich mich in den letzten Wochen immer mehr von den unbestrittenen Vorzügen von Boxmods überzeugen – so nutze ich seit ein paar Wochen ja selbst ein “Böxchen”, nämlich den iStick. Der ist vor allem für unterwegs nachwievor mein Gerät der Wahl, aber ab und an möchte man ja doch mal etwas mehr Power zur Verfügung haben – zum Beispiel um den Aspire Atlantis oder den neuen Kayfun zu nutzen. Und so habe ich mir jetzt eine Sigelei 100W Box gegönnt! Zugegeben, ein bisschen Spielerei – aber eine, die richtig Spaß macht. 🙂 Als kleines Zusatzschmankerl gab es dann noch für meinen Delta endlich ein gutes Drip Tip, logischerweise von Old Sam, und zwar das Ben 2Tone:

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Jetzt ist der HWV erst mal befriedigt kann ich die Weihnachtstage kräftig mit Volldampf genießen – natürlich mit leckerem weihnachtlichen Liquid, zum Beispiel Vanillekipferl oder Glühwein. 🙂

High End – damals und heute

High End light damalsDamals, als man die Musik noch nicht auf kleinen Mobiltelefonen im MP3-Format abspielte sondern erbittert darum stritt, ob CDs wirklich die Musik so gut wiedergeben wie Schallplatten, war “Hifi” noch ein ernsthaftes Hobby, das auch mich gepackt hatte. Natürlich war auch der High End-Bereich interessant, auch wenn klar war, dass man sich diese Produkte niemals würde leisten können. Dennoch genoss man es natürlich, wenn man auf der jährlichen High End-Messe die Geräte zu Augen – und vor allem zu Ohren – bekam, von denen man schon immer mal in den Fachzeitschriften (ja, diese Papier-Dinger, die Älteren werden sich erinnern) gelesen hatte. Letzten Endes war man im Alltag aber mit der heimischen, deutlich preiswerteren und dennoch guten Anlage ganz zufrieden.

High End light heuteÄhnlich ist es heute beim Dampfen: Als relativer Anfänger erfreut man sich, wenn man das eGo-Einsteigerset “überwunden hat” an den – erschwinglichen und für den Preis absolut guten – Produkten wie den Twist (bei den Akkus) oder den eVod (bei den Verdampfern). Und so nach und nach kommt ja das ein oder andere etwas höherpreisige Produkt auch noch hinzu. In die absoluten High End-Sphären hingegen wird man, allein schon aus monetären Gründen, niemals vordringen. Was einen aber nicht davon abhält, sich hin und wieder mal Videos von so manchen Hightechgeräten anzusehen und ein wenig vor sich hin zu schwärmen. So wie damals halt. Und auch heute ist man letzten Endes mit seinem eigenen Equipment doch ganz zufrieden. Also im großen und ganzen… 😉

Die Komponenten meiner damaligen, im oberen Foto abgebildeten Musikanlage: NAD CD-Player, Mission Cyrus II Vollverstärker, Sony MiniDisc-Player, Onkyo Tape. Meinen Thorens Plattenspieler hatte ich kurz zuvor verkauft. *melancholisch soifzend*

Sparen oder nicht?

Kost ja alles Geld...Eine häufige Frage bei – potentiellen – Neudampfern ist die, ob man mit dem Dampfen im Gegensatz zu den Kippen Geld sparen kann. Darauf gibt es eine glasklare Antwort: Kommt drauf an! 😉

Da ich zu meinem “Pyromanenzeiten” relativ wenig geraucht und dazu noch selbstgedreht habe gibt es bei mir natürlich kaum Einsparpotential. Anders sieht es bei den (vormaligen) Vielrauchern aus, vor allem wenn sie fertige Kippen gekauft haben. Natürlich kommt es dann auch auf die Dampfgewohnheiten an: Bin ich ein Dauernuckler oder nutze ich die Dampfe nur alle zwei Stunden mal? Welche Dampfausstattung habe ich? Eher die einfachen Einsteigerprodukte, bei denen sich der Liquidverbrauch in Grenzen hält oder nutze ich doch schon besseres Equipment, bei dem der Liquiddurchfluss und somit der Verbrauch wesentlich höher ist? Dampfe ich eher leichte, fruchtige Liquids oder die pappsüßen, dickflüssigen Sorten, die den Verdampferköpfen ziemlich zusetzen und häufigeres Auswechseln erfordern? Kaufe ich fertige Liquids oder mache ich mir die Arbeit und mische selbst? All das muss bei der Frage, ob man im Gegensatz zum Kippenrauchen Geld spart, beachtet werden.

Natürlich benötigt man auch erst mal eine Grundausstattung, die je nach Modell, Zusatzausstattung und Liquidmenge auch mal knapp am dreistelligen Bereich kratzen kann. Ist man damit eingedeckt (und mit seiner Ausstattung zufrieden) fallen an laufenden Kosten eigentlich nur noch Geld für Liquid und Ersatzcoils an, also ist es auf Dauer schon möglich, ein paar Euronten zu sparen. Voraussetzung: Man hat sich nicht mit dem HWV, dem Haben-will-Virus angesteckt. Der ist in Dampferkreisen ziemlich weit verbreitet und auch nur schwer heilbar. 😉 (Näheres zum HWV vielleicht mal in einem anderen Beitrag.)

Ich hatte das große Glück, dass meine Dampferleidenschaft in unmittelbarer Nähe zu Weihnachten und Geburtstag begann, so konnte ein wenig der Erst- (und auch der Zweitausstattung) geschenketechnisch abgedeckt werden. Außerdem ist es ganz praktisch, dass Benedikt schon ein wenig vor mir mit dem Dampfen anfing und mir so nicht nur mit vielen Tipps weiterhelfen konnte sondern auch mit dem ein oder anderen von ihm “abgelegten” Equipment. 😉

Es gibt also keine klare Antwort auf die Frage, ob Dampfen preiswerter ist als das herkömmliche Kipperauchen. Ich würde die Geldersparnis jedenfalls nicht als Hauptmotivation für den Umstieg empfehlen, aber wenn man langfristig ein paar Euro dadurch sparen kann ist es immerhin ein netter Nebeneffekt.