Endlich eine DNA200-Box mit Wechselakkus – der Reuleaux von Wismec

Seit der DNA 200-Chip auf dem Markt ist reizt er uns – ohne dass wir bis vor Kurzen geahnt hatten, wie umfangreich die Einstellungsmöglichkeiten des Chips sind. Allerdings kamen bisher sämtliche Akkuträger mit dem DNA 200 mit festverbauten LiPo-Akkus an, und das schreckte uns beide bislang ab. Seit Kurzem ist der Reuleaux (sprich: Rölo) der Firma Wismec auf dem Markt – die erste DNA 200-Box mit wechselbaren 18650er Akkus! Und da war es um uns geschehen…

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Über die Box selbst gehen die Meinungen auseinander: Natürlich ist sie nicht gerade ein Leichtgewicht, was bei drei 18650er Akkus logisch ist. Schlank und grazil wären auch nicht die Worte der Wahl – wobei wir noch Boxen mit drei Akkus kennen, die deutlich breiter, höher und auch hässlicher waren – aber wirklich groß ist sie mit ihren 83mm Höhe, 50mm Tiefe und maximal 39mm Breite auch nicht. Außerdem liegt die Box durch ihre Form, dem Reuleaux-Dreieck nachempfunden, sehr gut in der Hand. Auch über die Verarbeitung kann man nicht meckern, und das bei einem Produkt, das nicht „made in Europe“ ist.

Nun ist die Box aber auch nur der eine Teil unserer Begeisterung – der andere ist eben der verbaute DNA 200-Chip. Er kann die Verdampfer mit 200 Watt befeuern, was für uns allerdings eher selten relevant ist. Auch dass er neben den üblichen Ni200 und Titan weitere Drähte unterstützt, mit denen das temperaturgeregelte Dampfen möglich ist (V2A, V4A, Wolfram) wäre für uns nicht unbedingt ein Kaufkriterium. Es ist seine Vielfalt an Einstellungsmöglichkeiten, die überzeugt! Es gibt kaum etwas, das man nicht nach seinen Vorlieben einstellen kann: Eigene Logos oder Fehlermeldungen, die auch auf deutsch sein können. Vorwärmtemperatur und -dauer. Die Anzeige diverser Werte im Display. Helligkeit und Dimmen im Feuer- und Ruhezustand. Dass man dazu noch die Werte des Chips über PC quasi live verfolgen kann ist ein zusätzliches Schmankerl.

Der kleine Haken an der Sache: Man muss sich intensiv mit der Software des Chips befassen, ansonsten kann man diese Vielfalt nicht mal im Ansatz nutzen. Zum Glück gibt es eine große Fangemeinde, die bereits fertige Themes, Grafiken und Temperaturkurven erstellt hat und zum Download anbietet (so haben wir für den DNA 200 ein „Küstendampfer-Theme“ erstellt, das unsere werten Leser natürlich nutzen dürfen. Einfach die Datei runterladen, entpacken und dann in der eScribe-Software laden) und auch an Tutorials mangelt es nicht. Und wenn man sich einmal in die Software reingefuchst hat ist die Erstellung eigener Profile fast schon ein Kinderspiel. Das gesamte Setting kann auf dem PC abgespeichert und gegebenenfalls angepasst werden, und die acht Profile, die einem zur Verfügung stehen, sollten auch für Dampfer mit einer großen Dampfensammlung ausreichend sein.

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Um es nochmal klarzustellen: Für „Otto Normaldampfer“, der die Dampfe lediglich als Kippenersatz sieht oder „einfach nur dampfen“ will ist diese Box (und damit sämtliche DNA 200-Boxen) nichts. Wer aber zum einen über mehrere Verdampfer verfügt, gerne die Temperaturregelung nutzt und einen individuell einstellbaren und flexiblen Akkuträger sucht, für den dürfte der Reuleaux das perfekte Gerät sein – sofern er die Muße aufbringt, sich mit der Software zu befassen und es ihn nicht stört, dass „der Gerät“ doch ein paar Gramm mehr wiegt als ein iStick. Wir jedenfalls sind von dem Reuleaux extrem angetan, zumal er Stefs „Traumbox“ auch sehr nahe kommt.

Seit Kurzem wird der Reuleaux auch mit einem 200 Watt-Chip von Joyetech ausgeliefert, was den Preis der Box (mit dem DNA 200-Chip ca. 190,-€) deutlich senkt. Wer nach einem leistungsstarken Akkuträger mit viel Kapazität sucht, für den könnte auch diese Version interessant sein, auf die Vielfalt (und Zuverlässigkeit) des DNA 200 muss man dann allerdings verzichten.

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Greensmoke – der Test

Wie geschrieben bringen seit geraumer Zeit immer mehr Tabakfirmen ihre E-Zigaretten auf den deutschen Markt. Hier ist der Name passend, die Teile haben deutlich mehr Ähnlichkeit mit normalen Pyros Tabakkippen als unsere geliebten Dampfmaschinen. GreenSmoke EinsteigersetUnd diese kleinen Dinger sollen was taugen? Konnte ich mir, nachdem ich mittlerweile doch schon etwas höherwertige Dampfen nutze, kaum vorstellen. Aber Versuch macht kluch, und so habe ich mir ein Starter Kit von GreenSmoke kommen lassen. Das Package kommt in einer ansprechenden Optik daher und beinhaltet einen kurzen und einen langen Akku, ein Ladegerät, ein Wandadapter, eine – auf englisch gehaltene – Bedienungsanleitung und ein Pack mit fünf Cartomizern. Standardmäßig kommt dieses „Varietypack“ in fünf Geschmackssorten mit 1,8% Nikotin daher. Dieses 18er-Nikotin dürfte für Rauchumsteiger eine geeignete Dosis sein, für mich, der gerade seine Nikotindosis senkt, ist das mittlerweile ein wenig heftig, weshalb ich mir noch ein Fünferpack mit 6er-Nikotin und der Geschmacksrichtung Menthol-Ice dazu bestellt habe.

Optik und Handling

Wie eine PyroDie Zig ähnelt von der Optik her einer „normalen Kippe“, was sicherlich einige Raucher eher lockt als riesige Dampfmaschinen. Allerdings ist sie, vor allem mit dem längeren Akku, größer und schwerer als eine Pyro – lässiges Fluppe im Mundwinkel hängen klappt also nur mit sehr ausgeprägter Lippenmuskulatur. 😉 Andererseits ist das Handling für jemanden, der normalerweise eine SVD in der Hand hält, doch eher… je nun, sagen wir mal putzig. Da kommen Erinnerungen an das eGo-Set hoch, und irgendwie fühlt sich die Greensmoke etwas verloren in der Hand an. Ebenfalls ungewohnt für uns Dampfer – aber durchaus ein Vorteil für die Umsteiger: Es gibt keinen Feuertaster! Einfach ziehen, und schon dampft es!

Und was können diese kleinen Dinger jetzt?

Macht durchaus DampfAlso erstmal machen sie Dampf, und zwar gar nicht so schlecht. Natürlich darf man den Dampf nicht mit dem einer selbstgewickelten Quattruppelcoil auf einem mechanischen Akkuträger vergleichen, aber mit den in der Szene bekannten Einsteigersets können sie durchaus mithalten. Sehr ungewohnt ist für einen Dampfer das Mundstück, das nicht so lippenschmeichelnd ist wie viele der gewohnten Driptipps, aber wahrscheinlich kommt dies gerade Umsteigern entgegen. Und der Geschmack? Nun, der ist bekanntlich Geschmackssache, aber das von mir als erstes getestete Menthol ist angenehm frisch, schmeckt nicht zu künstlich und ist auch nicht zu aufdringlich.

Der „Langzeittest“

Nachdem sich die ersten Eindrücke gesetzt hatten wollte ich auch mal ausprobieren, ob ich einen Tag lang ausschließlich mit den Greensmokes dampfen kann. Würde das irgendwann langweilig? Käme die Lust auf eine Kippe zurück? Kippe und Kaffee - wie zu alten ZeitenWas taugen die Akkus? (Der kleiner Akku hält angeblich bis zu vier, der große bis zu fünf Stunden – was auch nötig ist, wenn die Ladezeit drei bis vier Stunden beträgt.) Also begann der Tag, wie zu früheren Zeiten, mit Kaffee und „Kippe“… Die „Testkonfiguration“: Mocha-Liquid mit 18er Nikotin. Durch die – für mich – hohe Nikotindosis verfiel ich schnell wieder in „alte Rauchgewohnheiten“: Kein Dauernuckeln, sondern dann ein paar Züge nehmen, wenn man das Gefühl hat, den Nikotinspeicher wieder füllen zu müssen. Zum Mocha-Geschmack sei gesagt: Kaffee- und Schokoladenliquids gehören zu den am schwierigsten herzustellenden Aromen. So sollte es also nicht verwundern, dass mir das Liquid bald zu süß wurde, aber wie gesagt – alles Geschmackssache. Viel wichtiger aber: Den ganzen Tag über trat kein Verlangen nach ner Pyro auf! Allerdings wurde das Verlangen nach der Dampfe spätestens am Nachmittag doch recht groß. Den Akku habe ich an diesem Tag übrigens nicht leerbekommen, auch die Mocha-Kartusche nicht – was allerdings bei sehr intensivem Dampfen wieder anders aussehen dürfte. Und ja, abends gab es auch wieder meine geliebte Dampfe…

Die Kosten

Das Einsteigerkit kostet knapp 60 Euronten, ist also nicht gerade ein Schnäppchen. Allerdings ist alles dabei, was man zum Dampfen mit den Greensmokes benötigt, Folgekosten fallen dann nur noch für die Kartuschen an. Ein Fünferpack davon kostet derzeit € 13,95, nach Angaben des Herstellers entspricht dies 7,5 Schachteln herkömmlicher Tabakkippen. Nun kann sich also jeder ausrechnen, wie viel Geld er gegenüber der Tabakraucherei spart – jedenfalls theoretisch, denn die realen Kosten hängen natürlich immer vom Dampfverhalten ab.

Was fällt sonst noch so auf?

Cartomizer in BlisternZur Zeit werden auch Cartomizer mit 24er-Nikotin angeboten – was nicht konform zur neuen EU-Verordnung ist. Auch sind die Inhaltsstoffe weder auf den Blistern noch auf der Verpackung aufgeführt.

Etwas anstrengend ist im Dunklen die Leuchtdiode: Sie ist hell. Sehr hell! Wenn man abends bei gedimmtem Licht mit der GreenSmoke dampfen möchte überlegt man sich schon, eine Sonnenbrille aufzusetzen…

Für wen lohnt sie sich?

Für den UmsteigerVor allem zwei Faktoren dürften die Greensmoke für Umsteiger interessant machen: Zum Einen die große Ähnlichkeit mit ner Kippe, sowohl vom Aussehen als auch vom Handling her, zum Anderen ihre Schlichtheit: Kein Liquid nachfüllen, kein Siffen, keine regelmäßige Verdampferreinigung. Einfach Cartomizer auf den Akku schrauben und losdampfen. Dass man, gerade mit 18er- oder, solange noch erhältlich, 24er-Nikotin mit diesen Teilen zumindest eine gute Ergänzung zur Pyro findet kann ich mir gut vorstellen. Ob man dauerhaft den Umstieg schafft? Diese Frage könnten wohl nur umsteigewillige, langjährige Raucher beantworten. Na, Interesse?

E-Zig vs. DampfeIch für meinen Teil möchte aber mehr experimentieren, mehr probieren, mehr… ja, sag’s doch einfach, mehr spielen! Ich möchte ab und zu neue Liquids mischen, ich möchte abends meditativ meine Verdampfer reinigen, ich möchte neue Hardware ausprobieren, mehr Dampf und mehr Geschmack rauskitzeln – und ich glaube, so geht es den meisten eingefleischten Dampfern. Für eben jene ist die Greensmoke – und wohl auch ähnliche Produkte – sicher höchstens als „Notdampfe“ geeignet. Umsteiger hingegen könnten mit diesen Teilen entweder einfach ihrer Nikotinsucht ohne Tabakverbrennung frönen – oder den Einstieg ins „erwachsene Dampfen“ finden.

Fazit:

FazitDie Greensmoke bietet eine praktische Alternative zur Tabakzigarette, sie ist einfach im Handling, benötigt keine ernsthafte Pflege. Umsteiger, die selbst das Nachfüllen des Liquids als zu umständlich ansehen, können damit durchaus glücklich werden. Leute die mehr von einer E-Zig erwarten, aber auch „altgediente Dampfer“, die Modifikationsmöglichkeiten, viiiel Dampf und eine größere Auswahl an Liquids, ja, die schlichtweg Spaß an der Dampferei haben möchten, wird eine Greensmoke auf Dauer nicht befriedigen. Aber es ist ja auch kein Problem, wenn E-Zigarette und Dampfe ein friedliches Nebeneinander führen – oder sollte es zumindest in einem freien Europa nicht sein…