R, X, E, N

“Der N[duro] ist der erste SQuape, der mich nicht sonderlich reizt” sagte ich ein paar Tage, nachdem Stattqualm die neueste Version des SQuape vorstellte. Je nun… jetzt bin ich seit gut zwei Wochen doch ein N[duro]-Besitzer, und zwar ein recht glücklicher!

SQuape N[duro] DL von Stattqualm
Aber befassen wir uns doch mal etwas ausführlicher mit dem neuesten Baby von Stattqualm. Wir fangen an mit der…

Optik:

Der SQuape Rs war mit seiner zeitlosen Eleganz und den kleinen “Viva-Fenstern” einer der schönsten Verdampfer aller Zeiten. Der E[motion] war der würdige Nachfolger, nicht nur im Punkt Geschmack oder des auch für Einsteiger geeigneten Wickeldecks, sondern vor allem mit seiner verspielten Optik, dem schlanken Erscheinungsbild und den farbigen Akzenten.

Tja, und dann kam ER:

Drei mal SQuape – zwei davon sind hübsch

SQuape N[duro]. Schlicht. Gedrungen. Mit einem völlig atypischen Maß, nämlich statt der traditionellen 22 nun 24mm. Mit extrem breiten Fenstern. Mit einem furchtbar billig aussehenden “Plastedriptip”. Mit hässlichen, sichtbaren Befüllöffnungen in der Topcap. Mit einem Wort: Gewöhnungsbedürftig. Und das soll wirklich ein SQuape sein? Also mal lieber weg vom Thema Optik, hin zur technischen Seite:

Der Closing-Mechanismus

Das 3-Lock-System kennen wir noch vom X[dream]. Sorgte es zu Beginn für Verzückung stellte sich der Bajonettverschluss im Alltag gerne mal als hakelig und siffunterstützend heraus, O-Ringe wurden gequetscht, und der kleine Spalt nervte den ein oder anderen SQuapianer gehörig. Nun wurde der Closing-Mechanismus deutlich verbessert: Durch einfaches, leichtgängiges Drehen des Tanks wird er wahlweise komplett geschlossen (Stellung 0), geschlossen und durch leichtes Ziehen von der Base abnehmbar (Stellung I) oder er befindet sich im “Vape-Modus”, bei dem sich zusätzlich die Luftöffnung regulieren lässt.

Der Closing-Mechanismus des N[duro]
Das Ganze funktioniert nun erfreulich einwandfrei, ist leichtgängig und mit das beste Verschlusssystem, das je an einem Verdampfer umgesetzt wurde. Chapeau!

Damit wären wir auch bei der Befüllung:

Schön sind sie nicht, die sofort erkennbaren Befüllöffnungen in der Topcap:

Befüllöffnungen in der Topcap – nicht schön, aber praktisch

So gar nicht Stattqualm, so überhaupt nicht elegant, eher Marke “Selfmade-Billigtank von 2017”. Aber: Selten war ein Tank leichter zu befüllen! Kein ewig langes Drehen der Liquidcontrol wie beim Kayfun, kein Endlosgewinde wie beim GT IV, sondern mit einem kurzen Dreh den Tank dichtmachen, einfach die Topcap um eine Vierteldrehung bewegen und schon kann man selbst aus nervigsten Chubby-Flaschen den Tank befüllen. Eleganz follows Function – nicht unbedingt schön, aber im Alltag extrem praktisch!

Machen wir weiter mit dem Deck:

In guter Tradition des R und des E ist auch der N[duro] ein Singlecoiler. Die Posts sind nun ein wenig anders positioniert, das Anbringen der Wicklung funktioniert aber ähnlich entspannt wie bei seinen Vorgängern: Coil mit Wickelhilfe auflegen, Draht innen oder außen an den Schrauben vorbeiführen, fixieren, fertig. Lobenswert sind die praktischen Führungsnasen neben den Schrauben und die Tatsache, dass man hier nicht auf ausgefallene Innensechskant sondern auf einfache Kreuzschlitzschrauben setzt!

Wie der ein oder andere hatte ich bei meinem DL-Modell anfangs immer wieder leichte Probleme mit dem Nachfluss, auch das immer extremere Ausdünnen der Watte half nicht wirklich. Seitdem ich recht schlanke Coils nutze und die an der Innenseite der Schrauben vorbeiführe scheint das Problem behoben, auch die Watte wird nicht mehr ausgedünnt sondern vor dem Verlegen in den Liquidtaschen einfach gut aufgeflufft:

SQuape N-DL – Becoilen und Wattieren

Extreme Monstercoils bekommt man in diesem Deck nicht unter, aber dazu ist der N[duro], auch in der DL-Version, einfach nicht gemacht, und bei der MTL-Version sind die Drähte ja in der Regel sowieso eher schlank.

Das Wichtigste – der Geschmack:

Hier knüpft der N[duro] nahtlos an seine Vorgänger, den SQuape R[eloaded] und den SQuape E[motion] an. Extremer Süßkram ist nicht die Domäne des N[duro], dafür nutze ich weiterhin den GT IV, aber fruchtige oder fruchtig-frische Liquids (zur Zeit das AIR von Sique Berlin) sind hier bestens aufgehoben. Ansonsten ist Geschmack nun mal eine ganz persönliche Sache – also heißt es ausprobieren. Enttäuscht wird man vom N[duro] sicherlich nicht.

SQuape-Kombis im Wandel der Zeit

DL oder MTL?

Erstmals bringt Stattqualm von einem Verdampfer direkt zwei Versionen raus – eine für Backehörnchen und eine für Lungenzieher. Die MTL-Fraktion kommt absolut auf ihre Kosten, der Zug ist sehr restriktiv, und auch fummeligste Kleinstwicklungen bekommt man problemlos in das Deck gepackt. Bei der DL-Version ist die Sache nicht ganz so einfach: Wer open draw erwartet wird enttäuscht sein, wer riesige Monstercoils verbauen will ebenso – aber wer so etwas möchte nimmt sich einen Gelite² oder wartet auf die Brunhilde. Wer aber einen extrem leckeren Singlecoiler mit leichtem Zug möchte, der findet im N[duro]DL einen perfekten neuen Freund.

Und damit wären wir auch schon beim Fazit:

Die Optik ist gewöhnungsbedürftig, und das Driptip wird sofort ersetzt. Ansonsten hat man ein wunderbares, technisch innovatives und ausgereiftes Gerät, geschmacklich auf absolutem Top-Niveau. Der Preis von 155 € ist im üblichen “High End aus Europa”-Bereich und völlig angemessen, und im Gegensatz zu manch anderem Highender ist in der Regel auch die Verfügbarkeit kein großes Problem. Warum sich Stattqualm für ein 24er-Maß entschieden hat wird wohl ihr dunkles Geheimnis bleiben; die meisten aktuellen Tubes – auch der Mecanic aus dem eigenen Hause – sind 25mm breit, und so wird der N[duro] halt ein “Boxenluder” sein.

Mit einem anderen Driptip und einem passenden Akkuträger sieht es gar nicht sooo schlecht aus

Macht aber auch nix, schließlich gibt es ausreichend schicke Boxen, auf denen der neue SQuape gut aussieht. Bei mir läuft er zur Zeit auf einer Geekvape Blade, die in meinen Augen optisch recht gut zu dem etwas gedrungenen und eher schlichten N[duro] passt, aber auch auf einer Dicodes Dani-Box oder dem SQuape Mecanic macht der neue Schweizer einen guten Eindruck.

Und brauche ich den jetzt?

Du hast schon den Vorgänger und bist weder Sammler noch vom HWV befallen? Nun, wenn du den E[motion] im Griff hast (Stichwort siffen) und mit der Befüllung klar kommst, dann nicht unbedingt – geschmacklich sehe ich beide auf einer Höhe. Du besitzt noch keinen SQuape, liebäugelst aber schon länger damit? Dann ja – geschmacklich sind die Schweizer sowieso göttlich, und der N[duro] ist der technisch ausgereifteste von ihnen. Und Sammler, HWV-Geschädigte und Fanboys stellen sich diese Frage erst gar nicht. 😉

Mich hat der SQuape N[duro] anfangs so gar nicht gereizt – jetzt könnte er sich als bester SQuape ever herausstellen…

SQuape N[duro] von Stattqualm, 24mm Durchmesser, Länge (ohne Driptip) 47,8mm, Gewicht 69g, 5ml Tankvolumen, 155,- €.

 

Stilvoller Stilbruch

Es gibt Dampfkombis, die passen einfach – da stimmt sowohl optisch als auch von der Leistung und der (Preis)Klasse her alles, sie sind wie füreinander geschaffen. Und dann gibt es Kombis, bei denen ganz offensichtlich irgendwas nicht passt, die aber trotzdem stimmig aussehen. So etwas zum Beispiel:


SQuape E[motion] auf einem iStick Pico S – ein klassischer Schweizer Highend-Verdampfer auf einem eher futuristisch anmutenden chinesischen Akkuträger von der Stange, ein 22er Tank auf einem 25er Anschluss. Also alles in allem  ein klares No Go.

Und trotzdem ist diese Kombi stimmig: Sowohl farblich als auch von der Leistung und der Kapazität her passen diese beiden Geräte perfekt zueinander, die Kombi liegt angenehm in der Hand, und auch die Proportionen stimmen.

Es handelt sich also um einen klaren Stilbruch – allerdings mit Stil. 😉 Und da Schönheit bekanntlich sowieso im Auge des Betrachters liegt…

Familienzusammenführung

Ich bin ja seit langer Zeit ein begeisterter SQuapianer. Und als Dampferfreak ist man immer auch ein bisschen Sammler. Entsprechend groß war die Freude, als es zu Weihnachten von Benedikt den “Ur-SQuape” gab! Jetzt ist die Tankfamilie von Stattqualm komplett. 🙂

Von links: SQuape (2012), SQuape R (2014), SQuape Rs (2015), SQuape X (2016), SQuape E (2017). Ja, nicht nur technisch, auch beim Design hat man sich in der Schweiz weiterentwickelt. 😉

 

Dann eben nur Toast mit Ketchup

Für manchen Dampferfreak ist dies ein ziemlich teures Quartal, so auch für mich. Was müssen da aber auch drei Topgeräte in kürzester Zeit auf dem Markt erscheinen?

Es fing an mit dem Taifun BT – ein absoluter Muss-Kauf! Ein komplett neues System ist per se schon mal interessant, und wenn es dann noch für wickelfaule Menschen wie mich bestens geeignet ist… Nun, die Begeisterung für den BT hat nicht nachgelassen, im Gegenteil. Eigentlich bräuchte man allein zum Austesten aller Möglichkeiten noch einen zweiten, quasi als Spielwiese, aber da kamen ja “dummerweise” noch ein paar andere Geräte raus…

Kurz darauf erschien nämlich der zweite Batch des Gelite². Für mich kein unbedingter Pflichtkauf – auch wenn ich bislang der einzige im Laden war, der kein GSV-Produkt dampfte. Ich konnte das Gerät schon längerer Zeit bei unseren Jungs testen, und so war klar, dass der Gelite² für meine Settings deutlich besser geeignet ist als sein Vorgänger, der Genius², den ja Benedikt dampft. Erstes Zwischenfazit: Mit dem Gelite² kann man nicht nur üppig Wolken schieben, sondern man hat auch – bei moderateren Settings (zur Zeit eine Ribbon Dual-Coil mit 0.37 Ohm, befeuert mit schlanken 85 Watt) – einen hervorragenden Geschmacksverdampfer. Hin und wieder ist er eine kleine Zicke was den Nachfluss angeht, aber die Lernkurve bei einem solch komplexen Gerät ist nun mal etwas flacher, und das Problem(chen) scheine ich auch so langsam in den Griff zu bekommen.

Tja, und dann kündigte Stattqualm den SQuape Emotion an – quasi den Nachfolger meines ersten Selbstwicklers und besten Geschmacksverdampfers aller Zeiten. Damit war auch dieses Gerät ein “Muss-Kauf”, und bei einem solchen – die Dampferfreaks wissen es – kann man  keinesfalls bis zum zweiten Batch warten. 😉 Nun werden wir – versteht sich ja, dass beide Schnuten einen brauchten – den neuen SQuape erst mal auf Herz und Nieren Backe und Lunge testen, mal sehen, ob er den ersten Eindruck – ein ganz klares wow! – bestätigt.

Jetzt hoffe ich nur, dass ich nicht so schnell einen schönen Akkuträger für den Gelite² finde – der Boxer Mod ist lediglich ein Provisorium – ansonsten gibt es eben zwei Monate nur Toast mit Ketchup zu den Mahlzeiten… 😉

 

Der SQuape X – ein Fazit

Seit geraumer Zeit nutzen wir den neuen SQuape, und wie versprochen gibt es jetzt ein etwas ausführlicheres Posting zu diesem Gerät.

Der Aufbau
Der neue SQuape wurde vollkommen neu aufgebaut. Am meisten für Aufsehen sorgte das neue 3-Lock-System: mittels eines Bajonettverschlusses kann mit einer kurzen Drehung der Tank geöffnet, komplett verschlossen oder von der Base genommen werden. Stattqualm hat sich außerdem von den einzelnen, auswechselbaren Decks verabschiedet und dem X ein neues, universelles Deck mit zwei Polepins spendiert. Mit einer Lochgröße von 2,5mm sollten hier die allermeisten Drähte Platz finden. Die Airflowcontrol liegt nicht mehr unten am Tank sondern wanderte ein wenig höher, ist nun stufenlos einstellbar und sowohl für Single- als auch Dualcoilbetrieb nutzbar. Und endlich lässt sich der SQuape auch von oben befüllen – mittlerweile bei den meisten Tankverdampfern ja üblich.

Das Wickeln
Der SQuape R war ja vor allem für Wickeleinsteiger genial. Großartige Experimente konnte man beim W-Deck nicht machen, wickeln, auflegen, festschrauben, Watte durch, bündig abschneiden, und fertig. Beim neuen Deck ist die Wicklung an sich ebenso wenig problematisch – lediglich bei einer Dualcoil muss man, da pro Pole nur ein Loch vorhanden, ein bisschen fummeln – allerdings ist das Verlegen der Watte schon ein bisschen tricky. Schnell wird man dazu verleitet, zu wenig Watte zu nehmen, und dann wird das ganze eine ziemlich feuchte Angelegenheit. Also: Mit der Watte nicht sparsam sein, das komplette Deck gut auslegen, vor allem bei einer Singlewicklung auch an der Wicklung abgewandten Seite. Wichtig ist ferner, dass keine Watte auf dem Rand des Decks liegt. Ja, Wickeleinsteiger benötigen also schon eine gewisse Frustrationstoleranz oder müssen über einen entsprechenden Spieltrieb verfügen. Ansonsten ist das Deck wesentlich flexibler als bei der R-Serie: Singlecoil, Dualcoil, Coil zwischen den Poles – alles möglich. Einen zu großen Durchmesser sollte die Wicklung allerdings nicht haben, 3mm ist da schon das höchste der Gefühle.
Einige berichten, dass man sich zu dünne Drähte mit den Poleschrauben abzwacken kann, das konnten wir bislang nicht nachvollziehen, allerdings war bislang auch 0,32er Ni200 der dünnste Draht, mit dem wir gewickelt haben.

Das Aussehen
Ist ja immer Geschmackssache. Auffällig sind die nun etwas “gebrochenen Viva-Fenster”. Die einen meinen, die R-Serie sah eleganter aus, die anderen, zu denen zähle ich, finden den X-Dream nun offener. Etwas futuristischer wirkt er in jedem Fall, und je nach Stellung des AFC-Rings kann der SQuape X auch ein richtig grimmiges Gesicht machen. 😉 In jedem Fall ist er unverwechselbar.

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SQuape X auf Dicodes No6, Dani Extreme V2 plus und Reuleaux DNA200

Der Geschmack
Der SQuape ist für seinen hervorragenden Geschmack bekannt – und das hat sich beim neuen Modell nicht geändert. Im Alltag fielen zwei Dinge besonders auf: Süße Liquids werden besonders intensiv betont, und zweitens: Der Geschmack ist bei einer Singlecoil, zumindest bei meinen bisherigen Wicklungen, intensiver. Auch wenn Backenhörnchen beim X gut bedient werden hat der R hier leichte Vorteile. Aber alle eventuelle Mäkelei ist hier auf höchstem Niveau, auch der neue SQuape spielt in der Geschmacksliga ganz weit oben mit. Ich für meinen Teil dampfe momentan im SQuape X hauptsächlich Menthol-Anishaltige Liquids wie zum Beispiel Heisenberg oder Black and Blue, die Früchte dampfe ich wieder mit dem SQuape R, aber das ist nur eine Momentaufnahme.

Der Alltag
Nachdem ich anfangs mit dem SQuape X ein wenig unglücklich war – das Ding leckte immer wieder ein wenig oder sogar ein wenig mehr – habe ich inzwischen den Bogen mit dem Verlegen der Watte (viel hilft viel, mehr hilft mehr) raus und kann sagen: Das Gerät macht im Alltag einfach Spaß! Je nach Setting zieht er ganz schön Liquid durch, zum Glück geht das Befüllen extrem schnell. Ein großes Plus ist auch die Flexibilität bei den Wicklungen, und natürlich der wesentlich offenere Luftzug – jedenfalls wenn man kein ausgewiesenes “Backehörnchen” ist.

Der Preis
Mit knapp 150€ liegt der X etwas höher als sein Vorgänger und ist sicher kein Schnäppchen. Allerdings sind Material und Verarbeitung top, das Gerät wurde komplett in der Schweiz gefertigt, der Preis ist in unseren Augen also absolut okay.

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Und sonst?
Als Zubehör liegen dem SQuape diverse O-Ringe und ein Mini-Inbusschlüssel für die Polschrauben bei. Dieser Schlüssel ist das einzige Ärgernis, ich hoffe, diesen wird es bald einzeln oder noch besser im 5er-Pack geben, denn man wird das pisselige Teil erst verfluchen – und dann verlieren. Weiteres Zubehör wurde bereits angekündigt, was genau kommt – und wann – ist allerdings noch unklar. Farbige Tanks wird es nicht geben, was schade für diejenigen ist, die ihre Dunsteisen gerne individualisieren. Ach ja, und schließlich das Driptip: Meiner Meinung nach macht man damit am besten das, was man mit allen Driptips, auch der High End Verdampfer, macht: Man legt sie in die Verpackung und lässt sie dort liegen.

Fazit
Die Jungs von Stattqualm haben das Rad zwar nicht neu erfunden, aber den SQuape doch von Grund auf neu aufgebaut – und ein richtig gutes Gerät gezaubert. Ganz klar: Der SQuape X ist ein extrem flexibler und leckerer Verdampfer der Top-Klasse.

Wenn’s ein bisschen mehr sein darf

Seit ich meine Traumkombi in Form von SQuape Rs auf dem Dani Extreme gefunden habe, fristete mein “großer SQuape” ein wenig ein Schattendasein. Und so sehr ich auch nach wie vor in meine Traumkombi verliebt bin gab es hin und wieder zwei – im Wortsinn – Kleinigkeiten, die etwas nervten: Zum Einen ist die Tankgröße beim SQuape Rs mit seinen 3,8ml etwas gering ausgefallen, zum Anderen kommt man komme ich mit einem einzigen 18650er Akku ja auch nicht über den ganzen Tag. Es war also mal an der Zeit, noch mal eine etwas größere Box unter den SQuape R zu packen…

Fündig wurde ich mit der neuen Sigelei 150W TC. Meine erste Sigelei war zwar optisch eher grobschlächtig zu nennen, aber sie war extrem zuverlässig und hat mich nie im Stich gelassen. Die neue Sigelei 150W TC ist nicht nur weitaus hübscher anzusehen, sie liegt auch wesentlich geschmeidiger in der Hand – zum einen durch die Abrundungen, zum anderen durch die “gripige” Oberfläche. Dass die Sigelei auch Temperaturkontrolle unterstützt – wenn auch nur mit NI200-Draht – und mit 2 Akkus betrieben wird gab letztendlich den Ausschlag.

Erfreulicherweise gibt es zudem seit Kurzem von Stattqualm Tankverlängerungen für den SQuape! So kann man das Tankvolumen des SQuape (sowohl R als auch Rs) noch mal ein wenig vergrößern – pro Verlängerung um 2,3 ml! Zwar reichen mir auch mit knapp 7,5ml nicht für einen Tag, aber gerade wenn man im Laden steht freut man sich ja doch, wenn man nicht alle zwei Stunden nachfüllen muss.

SQuape R auf Sigelei 150W TC
SQuape R mit Tankverlängerung auf der Sigelei 150W TC

Natürlich ist die Sigelei kein Dani: Die Temperaturkontrolle funktioniert nur mit NI200-Draht, das Menu ist trotz dreier Knöpfe gewöhnungbedürftig, standardmäßig lässt sich nur der Joulewert verstellen (um die Temperatur zu verstellen muss man sich mit einigen Klicks durchs Menu hangeln), und die Einstellungsmöglichkeiten an sich sind eher spartanisch. Aber sowohl im Watt- als auch Tempmodus verrichtet sie tadellos ihre Arbeit, ist optisch gut gelungen und liegt für einen solchen “Klopper” richtig gut in der Hand.

Für unterwegs – oder wenn’s mal etwas edler sein soll – bleiben SQuape Rs und Dani natürlich nachwievor die Kombi schlechthin, aber hin und wieder ist es eben doch praktisch, dass es auch mal “etwas größer” geht. 😉

ZWei mal SQuape - einmal elegant, einmal imposant
Zwei mal SQuape – einmal elegant, einmal imposant

Leckerer Schweizer

“Selbstwickeln – muss ich nicht haben, wäre mir zu anstrengend” habe ich gesagt. “High End-Verdampfer, brauche ich nicht, die Deltas kommen da geschmacklich ran” habe ich gesagt. Tja, und nun…

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Dass ich mir irgendwann einen guten Selbstwickler holen würde, das war schon etwas länger klar, wobei ich ursprünglich den FeV präferiert hatte, gefolgt vom Kayfun 4. Dann ließ mich vor einigen Tagen ein Kunde “probedampfen”, und schon war klar, es würde der SQuape werden – und gestern habe ich ihn mir tatsächlich gegönnt. 🙂 Natürlich sind die Deltas nachwievor “großes Verdampferkino”, und bei Fertigverdampfern gibt es meiner Meinung nach keine besseren, aber… Was der SQuape an Geschmack bietet haut einen nur noch um! Zumal er gestern mit einem neuen Leckerlie eingedampft wurde, nämlich Himbeerjoghurt von Dark Burner.

Nun werde ich also ums “tägliche” Selbstwickeln nicht mehr herumkommen – die erste Wicklung gab es von Benedikt quasi als Geburtstagsgeschenk – und ich bin mal gespannt, wie ich mich dabei anstellen werde. 😉

Was nicht ganz so passt ist der Akkuträger: Der SQuape wird von meiner Sigelei 100W befeuert, einem wirklich zuverlässigen Gerät, das man allerdings nicht gerade als grazil und elegant beschreiben würde, und so rein optisch nicht direkt zu meinem neuen Schmuckstück passt:

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Eigentlich gehört unter den SQuape ein schicker Tubemod. Bis 30 Watt (womit – zum Glück – die Provari ausfällt), entspannter Menuführung (also auch kein BEC pro) und optisch passend. So richtig hat mir da noch kein Gerät gefallen, aber im Augenblick wäre die Anschaffung eines solchen Akkuträgers sowieso nicht drin. Aber mal sehen, was da so in den nächsten Monaten an neuen schicken Tubemods rauskommt. Wie, HWV? Ach was! 😉