Oldschool-Drippen mit dem BTD

Ich bin ja ein großer Fan des GT IV, dazu tröpfle ich mitunter sehr gerne. Wenn dann Smokerstore einen Tröpfler ankündigt, dessen Deck mehr oder weniger auf dem GT IV basiert, dann ist klar, dass ein solches Exemplar bald den Weg zu den Schnuten findet.

Wenn man dann endlich den Neuen aus der – eher unscheinbaren – Papprolle rausholt stellt man sich recht spontan die Frage “und wo ist jetzt der Rest?” 😉

Ja wo isser denn?

Der Taifun BTD ist klein. Sehr! Klein! 22mm Durchmesser (dazu gibt es allerdings einen Zierring auf 25mm) und gerade mal 26mm hoch – inklusive Driptip! Aber bekanntlich kommt es ja nicht auf die Größe an sondern auf den Geschmack.

Das Deck – ausreichend Platz, aber nicht für Monstercolis geeignet

Der BTD ist ein Singlecoil-Tröpfler, der, gemessen an seiner Größe, durchaus Platz für auch etwas dickere Coils bietet – für Monstercoils ist die Aufnahme allerdings nicht gemacht. Solche sind aber generell für dieses Gerät nicht geeignet, die Luftführung ist dazu viel zu zurückhaltend, und es würde auch deutlich zu heiß werden.

Vielmehr hat man beim BTD ein schönes Retro-Feeling: Kleines Deck, relativ kleine Coils, kleine Luftlöcher (2 x 1 oder 2 x 2, jeweils 2mm), wenig Leistung (ich befeure den Kleinen gerade mit 48 Watt bei 0,25 Ohm) – dafür aber einen richtig guten Geschmack! Ähnlich wie der GT IV hebt der BTD, jedenfalls in meinem momentanen Setting, sehr die süßen Noten, weshalb ich ihn gerade gerne mit entsprechenden Liquids (OJ von Psycho Bunny, Salted Caramel Machiato von Barista) betröpfel.

Driptip, Topcap, Base, Zierring

Der BTD kommt standardmäßig mit einem Squonkerpin an, aber da die Quetscherei nachwievor nicht mein Ding ist nutze ich ihn mit der mitgelieferten “normalen” Schraube als klassischen Tröpfler.

Ein kleines Minus gibt es für das Driptip: Es ist klein. Sehr, sehr klein – und zwar sowohl vom Durchmesser her als auch von der Länge. Nun kann man zwar auch andere Driptips nutzen, diese sollten allerdings nur eine sehr kurze Aufnahme haben, da man ansonsten schnell den Ultem-Isolator im Inneren der Topcap beschädigen kann.

Driptip, klein, Topcap mit Ultem-Isolator

So bleiben einem eigentlich nur die aus dem Hause Smokerstore angebotenen Alternativen, was ich persönlich schade finde. Allerdings passt das Driptip recht gut zum Rest des Gerätes – und verstärkt auch noch mal das leichte Retro-Feeling, das einem bei der Nutzung des BTD überkommt.

Etwas schwierig ist es, eine passende Stromquelle für den BTD zu finden – auf den meisten Boxen sieht der Kleine doch sehr verloren aus. Zur Zeit thront er auf meiner Steampunk Nano, aber über kurz oder lang werde ich wohl nach einem etwas kleineren Schuh Ausschau halten müssen.

Taifun BTD auf der Tesla Steampunk Nano

Fazit: Wer einen gut verarbeiteten Tröpfler sucht, der mehr Wert auf Geschmack als auf riesige Wolken legt, oder wer wieder ein bisschen “oldschooled” tröpfeln möchte, dem kann ich den BTD wärmstens empfehlen. Mir ist der “kleine Schieter” jedenfalls schon ans Herz gewachsen, dabei hat die Experimentierwut noch gar nicht richtig begonnen. 🙂

Taifun BTD, Smokerstore, 129 €

 

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Der GT IV – ein ganz Süßer!

Seit geraumer Zeit ist er auf dem Markt, der Taifun GT IV von Smokerstore, aber erst seit Kurzem haben ihn die Schnuten auch für sich entdeckt. Zwar war Benedikts erster Selbstwickler ein GT, aber danach haben wir die Taifuns ein wenig aus den Augen verloren und uns den “Mitbewerbern” von Svoemesto und Stattqualm gewidmet. Nun aber, nach einer längeren “Probierphase”, hat der neueste Taifun auch den Weg zu uns gefunden.

Der GT IV kommt in einer eher drögen Papprolle daher und nicht so schick wie der BT, aber es kommt ja schließlich auf den Inhalt – besser gesagt den Geschmack – an, und da waren die Smokerstore-Produkte immer schon ganz weit oben. Erfreulicherweise stimmt jetzt auch beim Handling des Verdampfers alles – eine von außen stufenlos verstellbare Airflow-Control, eine ebenso von außen einstellbare Liquidcontrol, dazu Topfilling, wobei man beim Befüllen die Topcap gar nicht ganz abdrehen muss – es aber in der Regel trotzdem macht. 😉 Wie beim Taifun gewohnt ist der GT IV ein Singlecoiler, den man zwar auch – mit hintereinanderliegenden Wicklungen – mit Dualcoil betreiben kann, aber warum sollte man?

Das Design hat sich gegenüber den Vorgängern leicht verändert, der Verdampfer ist mit seinen Sichtschlitzen unverkennbar, aber sonderlich praktisch ist es nicht – zum Glück hat Smokerstore verschiedene Tankshields optional im Angebot. Stef hat sich für die “Alte Männer-Version” entschieden – sie gibt nicht nur den Blick auf die Glocke frei sondern auch auf den Füllstand, der so auch ohne Brille auf den ersten Blick erkennbar ist:

Geschmacklich spielt der GT IV ganz klar in der Championsleague mit, wobei ihm, typisch für Taifun, vor allem die süßen Liquids liegen – hier ist er eine Klasse für sich. Leider ist der Kleine eine ziemliche “Saufziege”, aber da er sich in wenigen Sekunden nachfüllen lässt kommt man im Alltag auch damit klar.

Natürlich benötigt ein solcher Verdampfer einen adäquaten “Schuh”, Stef hat sich für die SX Mini SL-Class entschieden (natürlich mit einem farblich passenden Dampfwürmchen), Benedikt befeuert ihn zur Zeit mit der SX Mini G-Class, wobei da wohl auch noch nicht das letzte Wort gesprochen ist. 😉

Der Preis für den GT IV liegt im gewohnten “High End aus Deutschland-Bereich”, genauer gesagt bei 149,- €, was unserer Meinung nach vollkommen gerechtfertigt ist. Die Verarbeitung ist hervorragend, lediglich die Liquidcontrol möchte erst ein wenig eingegroovt werden, da sie anfangs doch recht schwergängig ist.

Unser Fazit: Wer einen geschmacklich hervorragenden Singlecoiler sucht und dazu auf süße Liquids steht, der kann beim GT IV absolut nichts falsch machen. Wir jedenfalls sind schwer begeistert!

 

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Alles anders – der Taifun BT

Lange bevor der Hype um den neuen Taifun BT so extrem wurde hatten wir uns jeder ein Exemplar vorbestellt. Schließlich klang die neue Art der “Wicklung”, nämlich Mesh statt normalen Heizdraht zu nutzen, mehr als interessant, und man wollte ja wissen, wie das so funktionieren würde. Abgesehen davon schien diese neue Methode gerade für wickelfaule Menschen – wie den Stef – die Erfüllung sämtlicher Dampferträume. 😉

Jetzt nutzen wir den BT seit knapp zwei Wochen und können ein erstes Fazit ziehen:

Alles anders!

Irgendwie ist beim BT alles anders als bei bisherigen Dampfgeräten: Statt eine Wicklung aus altbekanntem Draht mit pieseligen Schrauben auf dem Deck zu befestigen wird jetzt ein Edelstahlgeflecht in zwei Posts geklemmt; statt wie bislang vorsichtig die Watte durch die Wicklung zu ziehen und penibel zu verlegen wird jetzt einfach Watte hinein gestopft. Klingt sehr einfach, ist es auch – jedenfalls wenn man den Bogen – im wahrsten Sinne – erst mal raus hat. Aber: Selbst altgediente Dampfer, die schon tausende mal ihre Geräte gewickelt haben, fangen quasi bei null an! Zum Glück fand man schon sehr schnell diverse Videos mit Anleitungen und Tipps im Netz, und wer wirklich will, kann mit ein bisschen Training den BT mindestens so schnell dampfbereit bekommen wie jeden anderen Selbstwickler auch – wenn nicht gar deutlich schneller.

Meshung und Stopfung des BT

Wirklich alles anders!

Aber nicht nur die Art der Wicklung ist neu – eigentlich ist alles, wirklich alles anders! Die Range, in der man das Gerät betreiben kann, ist so groß wie nirgends (alles zwischen 70 und 250 Watt ist mit der selben Wicklung machbar); der Dampf ist ungewohnt kühl; je nach “Meshung” ist der Flash kaum spürbar – dafür der Nikotinkater am nächsten Tag um so mehr – und der Liquidverbrauch ist immens! Um auszuprobieren, wie lange man mit einer “Meshung und Stopfung” dampfen kann ohne sie erneuern zu müssen, reichte die bisherige Zeit nicht, aber angeblich soll man ja monatelang dampfen können ohne etwas austauschen zu müssen. Wir werden sehen – und berichten. 😉

Und im Alltag?

Im Alltag ist der BT bislang absolut zuverlässig – kein Siffen, kein Blubbern, kein Liquidabriss. Das Nachfüllen ist – bei dem Liquidverbrauch aber auch dringend nötig – ein Traum: Topcap ab, Flasche im Post ansetzen, fertig! Der Geschmack hängt auch beim BT von der “Meshung und Stopfung” ab: Mit der Stärke, Höhe und Weite des Meshs flasht der BT mehr oder weniger spürbar, wichtiger für den Geschmack ist allerdings die Menge der Watte: Wird zu heftig gestopft ist der Geschmack ein wenig flach, wenn die Watte “fluffig” verlegt ist schmeckt das Teil erstklassig.

Bleibt noch das Aussehen, das ja nun wirklich immer Geschmackssache ist. Unser erster Eindruck beim Betrachten der Fotos war “naja, etwas 2014, eben typisch Taifun”. Als wir das Gerät dann live sahen war klar, dass man eher von einer zeitlosen Eleganz sprechen kann, sowohl Größe als auch Bauart lassen den BT auf jedem Akkuträger gefällig aussehen.

Taifun BT auf Fuchai 213+, Noisy Cricket 2, Dicodes Dani Box

Alles anders – ist das jetzt gut oder schlecht?

Weder noch – anders ist einfach anders. Wer “schon immer so”, also herkömmlich wickelt und nichts Neues ausprobieren möchte, für den ist der BT halt nichts. Für Dampfer, die gerne mit den unterschiedlichsten Wicklungen experimentieren, wird er sicherlich auch nur mäßig interessant sein, da die Experimentiermöglichkeiten relativ übersichtlich sind. Ebenso wenig ist der BT für Backedampfer geeignet, und Menschen, die moderaten Liquidverbrauch bevorzugen, sollten sich das Gerät auch nicht zulegen.

Wer hingegen Neuem gegenüber aufgeschlossen ist, mal etwas völlig anderes dampfen möchte, gerne direkt auf Lunge zieht und trotzdem smoothen Flash mag, wen der eher üppige Liquidverbrauch nicht stört, der könnte mit dem Taifun BT sehr glücklich werden!

Probedampfen nach der neuen “Stopfung”: Läuft!

Uns persönlich macht der BT einfach großen Spaß, und zumindest beim Stef fühlen sich die anderen Dampfen gerade ein wenig vernachlässigt. Interessant wird es jetzt werden, ob dieses Prinzip von anderen Herstellern aufgegriffen wird – Dampfer experimentieren bereits jetzt, mal mehr, mal weniger erfolgreich, mit Meshwicklungen in anderen Geräten – oder ob dieses System einzigartig oder gar eine Eintagsfliege bleibt. Wir sind gespannt.

Jetzt freut sich zumindest einer der beiden Schnuten auf den Driptip-Adapter, und als Wunsch hätten wir dann noch die 15ml-Tankerweiterung. 😉

Diesmal nur an der Farbe des Akkuträgers (und des Liquids) zu unterscheiden: Die Schnuten-BTs

Momentan ist der Taifun BT überall vergriffen, der nächste Batch soll gerüchteweise Ende Juni erscheinen. Preis: 139,-€.

 

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